Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Montag

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Der Nachrichtenüberblick am Montag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Foto: René Strandbygaard/DSB

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Börsenbericht

Kopenhagen Zum Wochenbeginn sackte der Leitindex an der Kopenhagener Börse ab. Der C 25 ging nach einem Minus von 0,3 Prozent beim Stand von 1.214,66 aus dem Handel. Die B-Aktie des Konzerns Mærsk büßte 0,4 Prozent an Wert ein. Aufwärts ging es für die Aktie des Anlagenbauers FLSmidth, die 0,8 Prozent zulegte. Vestas legte sogar um 2,0 Prozent zu. Anlass sind neue Windkraftaufträge aus den USA. Ritzau

Einigung über EU-Haushalt 2020 fordert von Dänemark höhere Beitragszahlungen

In Brüssel sind am Montag die genauen Zahlen zum EU-Haushalt 2020 vorgelegt worden, auf den sich Europaparlament, EU-Kommission und Ministerrat geeinigt haben. Die dänische Regierung hatte sich im Vorfeld gegen höhere Ausgaben der EU ausgesprochen, die Dänemark zu zusätzlichen Beitragszahlungen in Höhe von 1,5 bis 2 Milliarden Kronen zwingen könnten. Finnland hatte als Land des derzeitigen EU-Vorsitzes einen Kompromiss erarbeitet. Mehrausgaben sind in Bereichen wie EU-Außengrenzschutz und Bekämpfung des Klimawandels vorgesehen. hee

 

Weihnachten 2019: Mehr Zugpassagiere

Die staatliche Bahngesellschaft DSB kann sich über einen steigenden Weihnachtsverkauf freuen. Insgesamt liegt der Verkauf von Bahntickets in den Weihnachtstagen auf dem höchsten Niveau seit fünf Jahren. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Damit hat das Unternehmen den Rückgang der vergangenen Jahre gedreht. Laut DSB werden der 22. und 23. Dezember die ganz großen Reisetage. „Das Interesse, über Weihnachten mit dem Zug zu fahren, steigt“, erklärt der Vize-Direktor des Unternehmens, Aske Wieth-Knudsen. Ein Grund sei ihm zufolge eine Verdoppelung an günstigen Tickets, die sogenannten „Orange-Biletter“.

 

Gonorrhoe-Fälle steigen deutlich

Viele Jahre lang war Gonorrhoe, mit wenigen Hundert Fällen pro Jahr, eine fast vergessene Geschlechtskrankheit in Dänemark. Doch in den vergangenen vier Jahren ist die Zahl drastisch gestiegen. Das zeigen neue Zahlen des staatlichen Seruminstitutes. Demnach wurden 2014 insgesamt 1.141 Gonorrhoe-Fälle registriert. 2018 ist die Zahl auf 2.200 deutlich gestiegen, berichtet die Tageszeitung „Kristeligt Dagblad“. Zugleich sei auch die Zahl der Chlamydien-Erkrankungen von 30.881 Fällen im Jahre 2014 auf 33.415 Fälle in 2018 gestiegen.

 

Bericht warnt vor Rechtsextremismus in Dänemark

Es gibt eine reelle Bedrohung durch den Rechtsextremismus in Dänemark und dieser darf nicht unterschätzt werden. So lauten die warnenden Worte eines neuen Berichtes der Tryg-Stiftung, der in Zusammenarbeit mit der Sicherheitsfirma Certa Intelligence & Security entworfen wurde. Obwohl derzeit keine rechtsextremen Gruppen eine Herausforderung für die Sicherheit sind, seien laut Bericht „rechtsextreme Botschaften und Gruppen ständig in Bewegung und müssten zunehmend beobachtet werden.“ Diese Gruppen hätten sich in den vergangenen Jahren vermehrt und mobilisieren gewaltbereite Personen.

 

Illegaler Gebrauch von Pfefferspray gestiegen

Die Beamten der Reichspolizei stoßen in der Gesellschaft des Öfteren auf illegale Pfeffersprays, die seit dem 1. Januar 2019 im Eigenheim erlaubt sind. Das zeigt eine Akteneinsicht bei den zwölf Polizeikreisen des öffentlich-rechtlichen Nachrichtensenders DR (Danmarks Radio). Demnach gab es seit Januar insgesamt 1.500 registrierte Fälle, in denen Pfeffersprays illegal benutzt oder über die Landesgrenzen eingeführt wurden. Der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Claus Oxfeldt, bestätigt dies. Seit Inkrafttreten des neuen Gesetzes seien mehr Pfeffersprays im Umlauf als in den vorherigen Jahren. „Eine solche Situation hatten wir vor der Gesetzeseinführung befürchtet. Das ist ungemein ärgerlich“, so Oxfeldt gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau.

 

Haushalt: Alle gegen Østergaard

Auch am Sonntag trafen sich die Parteispitzen der dänischen Regierung und der Unterstützerparteien zu neuen Verhandlungen bezüglich des Haushaltes für 2020. Laut der Nachrichtenagentur Ritzau seien die Radikalen mit ihrem Parteivorsitzenden Morten Østergaard in hohem Maße dafür verantwortlich, dass nicht schon längst eine Vereinbarung unterzeichnet wurde. „Hier auf der Schlussgeraden noch mit Anforderungen zu kommen, ist gar nicht gut“, erklärte die Parteivorsitzende der Volkssozialisten (SF), Pia Olsen Dyhr, über die Radikalen, bevor sie sich an den Verhandlungstisch setzte. Die Finanzierung sowie einzelne Punkte in der Ausländerpolitik sind unter anderem einige der Streitpunkte, die eine Vereinbarung bislang verhindert haben. Im Normalfall wird eine Haushaltsvereinbarung typischerweise schon im November eingegangen, so Ritzau.

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Leitartikel

Helge Möller
Helge Möller Journalist
„Bedürfnis im Grenzland“