Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Montag

Der Nachrichtenüberblick am Montag

Der Nachrichtenüberblick am Montag

DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Die Dänen essen offenbar weniger Rindfleisch, aber mehr Geflügel, um das Klima zu schonen. Foto: Mads Nissen/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Immer mehr Facharbeiter bilden sich weiter

Immer mehr Bürger in Dänemark gehen nach einer absolvierten Berufsausbildung noch an die Universität. Das zeigt eine neue Analyse der gewerkschaftlichen Denkfabrik Arbejderbevægelsens Erhvervsråd (AE). Demnach griff zuletzt jeder Vierte nach einer Berufsausbildung wie etwa Maurer, Schreiner oder Koch nochmals zu den Büchern und startet ein Studium. Bei AE freut man sich über das Ergebnis: „Das ist eine positive Entwicklung. Es zeigt sich, dass es nur ein Mythos ist, dass Berufsausbildungen ein Bremsklotz fürs Leben sind“, so AE-Sekretär Kasper Palm zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Börsenbericht

Das war ein mauer Start in die Handelswoche für den dänischen C25-Eliteindex. Um magere 0,04 Prozent ging es für ihn nach oben, sodass er am Ende bei 1.128,45 Punkten lag. Pharmazieunternehmen Lundbeck konnte nach einem Minus von fast drei Prozent am Freitag, am Montag wieder etwas aufatmen. Um 1,8 Prozentpunkte stiegen die Wertpapiere und landeten am Ende bei 256,2 Kronen.

Huawei bietet Dänemark Antispionage-Vereinbarung an

Der chinesische Telekommunikationsgigant Huawei bietet Dänemark eine Antispionage-Vereinbarung an, um Sorgen von Politikern zu zerstreuen, das Unternehmen habe Hintertüren in seinen Produkten installiert – zum Nutzen des chinesischen Staates. Dies berichtet die Zeitung Politiken. Jiang Lichao, neuer Konzernchef in Dänemark, sagte der Zeitung, in der Vereinbarung verpflichte sich Huawei, niemals Hintertüren in seinen Produkten zu installieren. Zudem wolle man mit dem dänischen Staat Sicherheitsstandards definieren, die solche Hintertüren unmöglich machten. Sollte Huawei eines Tages vom Staat genötigt werden zu spionieren, verpflichte die Absprache den Konzern dazu, die dänische Regierung unverzüglich darüber zu informieren, die augenblicklich alle Verträge annullieren könne. Ähnliche Angebote hat Huawei Deutschland und Großbritannien unterbreitet. Laut Politiken wird das Angebot auf Christiansborg positiv aufgenommen.

Tote 71-Jährige in Bræstrup – Täter gesteht

Nachdem am Sonntagmorgen eine 71-jährige Frau tot in ihrem Haus in Brædstrup nordwestlich von Horsens aufgefunden worden war, hat ein 32-jähriger Tatverdächtiger am Sonntagabend laut der Zeitung „Ekstrabladet" gestanden, die Frau getötet zu haben. Nach Auffassung des Verteidigers war es aber kein Mord, sondern Gewalt mit Todesfolge. Die Polizei geht davon aus, dass die ältere Frau von Sonnabendabend bis zum Eintreffen der Polizei misshandelt wurde. Täter und Opfer kannten sich.

Weniger Rindfleisch in Einkaufswagen

Eine Studie des Marktforschungsinstituts Nielsen zeigt, dass der Verkauf von Rindfleisch von Mitte Juli 2017 bis Ende Juni 2019 in 98 Prozent der dänischen Supermärkte um 3,8 Prozent sank. Im Gegensatz dazu stieg der Verkauf von Geflügel um fast 8 Prozent. Der Grund dafür sei ein stärkeres ökologisches Bewusstsein bei den Verbraucher, wie es schon bei der Parlamentswahl beobachtet wurde, denkt Helle Brønnum Carlsen, Ernährungsexpertin an der Kopenhagener Berufsschule.

Doppelmord in Herlev: Untersuchungshaft für 19-Jährigen

Ein 19-jähriger Schwede ist Ende vergangener Woche in Untersuchungshaft genommen worden. Ihm wird vorgeworfen, mit anderen an dem Doppelmord in Herlev beteiligt gewesen zu sein. Drei Männer wurden am 25. Juni in dem Ort unter Feuer genommen, als sie in einem Auto saßen. Ein 21-Jähriger und ein 23-Jähriger starben. Die Täter flohen in einem Audi, der später ausgebrannt in Nordseeland entdeckt wurde. In dem Wrack fand die Polizei ein Sturmgewehr AK47 und eine Pistole.

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