Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Montag

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Apenrade/Aabenraa
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Steffen Damsgaard, Vorsitzender der Organisation für den ländliche Raum, Landdistrikternes Fællesråd, möchte eine Pendlerpauschale für Stadtbewohner die auf dem Lande arbeiten. Foto: Asger Ladefoged, Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Börsenbericht

Einen guten Start in die Woche erwischten am Montag die meisten Aktien am Kopenhagener Leitindex. Der C25-Cap-Index ging mit einem Plus von 0,3 Prozent beim Stand von 1.133,86 Punkten aus dem Handel. Jyske Bank schloss den Aktienhandel mit einem Plus von 2,1 Prozent bei 262 Kronen pro Stück ab. Die Sydbank Papiere legten um 1,5 Prozent zu und schlossen bei 152,30 Kronen.

50 Millionen für Test von Super-Windrädern

Die dänische Regierung stellt 50 Millionen Kronen bereit, um neue Super-Windräder zu testen. Die Giganten sind mit mehr als 320 Metern ungefähr so hoch wie der Eiffelturm. Die Flügel des 800 Tonnen schweren Konstrukts haben eine Spannweite von bis zu 130 Metern. „Wir sind sehr interessiert, an einer großen dänischen Windräder-Produktion festzuhalten und die grünen Technologien weiterzuentwickeln“, sagte Energieminister Lars Christian Lilleholt (Venstre) zur Nachrichtenagentur Ritzau. Die Tests finden auf dem Gelände der alten Lindø-Werft auf Fünen statt.

Bessere Gewässerqualität: Dänemark bittet EU um mehr Zeit

Die Gewässerqualität in Dänemark ist nicht so gut, wie sie sein sollte. Die von der EU für 2017 festgelegten Mindestanforderungen, scheinen nicht erreichbar zu sein. Aus diesem Grund will die dänische Regierung die Europäische Union laut Zeitung „Berlingske“ darum bitten, die Deadline zu verschieben. Als Begründung nennt das Umwelt- und Lebensmittelministerium „zeitliche, praktische und wirtschaftliche Gründe.“ Meeresbiologe Stiig Markager von der Universität Aarhus sieht die Landwirtschaft als größten Wasserverschmutzer an, weil durch sie große Mengen an Nährstoffen in die Gewässer geleitet werden. Ein weiterer Aufschub werde zu trüberen Gewässern und toten Fischen führen, sagt er. Er fordert, dass die dänische Landwirtschaft seinen Nährstoffausstoß um mindestens ein Drittel verringert.

Von der Stadt aufs Land

Bewohner in 25 dänischen Randkommunen können eine erhöhte Pendlerpauschale nutzen, wenn sie mehr als 120 Kilometer hin und zurück zur Arbeit haben. Die Organisation für den ländlichen Raum, Landdistikternes Fællesråd, wünscht sich jetzt eine Ausweitung dieser Pauschalen, damit sie auch für Stadtbewohner gilt, die eine ähnlich lange Strecke fahren, um auf dem Land zu arbeiten.

„Die Pauschale soll die Leute aus der Stadt dazu motivieren, irgendwann vielleicht aufs Land zu ziehen“, sagt Steffen Damsgaard, Vorsitzender von Landdistrikternes Fællesråd. „Wenn mehr Leute aufs Land pendeln, um zu arbeiten, entdecken sie vielleicht die Schönheit des Landes.“

Laut Damsgaard soll die Pauschale nur für einen begrenzten Zeitraum, zum Beispiel 18 Monate, eingesetzt werden können.

Gemeinsam mit Finans Danmark, der Interessenorganisation der dänischen Geldinstitute, hat Landdistrikternes Fællesråd eine Reihe von Vorschlägen gemacht, die die Attraktivität des ländlichen Raums steigern soll.

Fætter BR öffnet in dieser Woche die Türen

Die beliebte Spielzeugwarenkette Fætter BR öffnet diese Woche wieder ihre Türen. Das Unternehmen ging Ende 2018 in den Konkurs, und Fætter BR wurde daraufhin von der Salling Group übernommen.

Nun öffnen die ersten fünf von insgesamt 26 Läden wieder: am Montag, 25. März auf dem Kopenhagener Strøget, danach im Fisketorvet und Frederiksberg Centret sowie in Aalborg und Bruuns Galleri in Aarhus.

Später soll auch – als einziger Standort in Nordschleswig – ein neues Geschäft in Sonderburg eröffnet werden.

Bio-Fläche wird immer größer

34.140 Hektar Bio-Anbaufläche sind 2018 in Dänemark hinzugekommen. Somit ist die Gesamtfläche jetzt auf 280.000 Hektar gewachsen – das ist genau so viel wie ganz Fünen.

Die ökologische Landwirtschaft macht derzeit 10,5 Prozent der gesamten Landwirtschaftsfläche in Dänemark aus.

Die Hauspreise steigen weiter

2018 sind die Hauspreise in Dänemark weiter gestiegen und kosten jetzt mehr als je zuvor. Ein Durchschnittshaus (140 Quadratmeter) kostet jetzt 1,9 Millionen Kronen. Dabei gibt es große regionale Unterschiede: Auf Bornholm kostet das Haus 988.000 Kronen, in Süddänemark 1,38 Millionen Kronen und in Kopenhagen 5,1 Millionen Kronen.

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