Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Montag

Der Nachrichtenüberblick am Montag

Der Nachrichtenüberblick am Montag

DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Die Börse am Montag

Vestas war der große Gewinner am Aktienmarkt in Kopenhagen am Montag, wo generell Freude herrschte, dass die chinesischen Investoren nach den dortigen Neujahrsfeiern wieder aktiv wurden. Vestas legte um 4,8 Prozent auf 538,40 Kronen, obwohl es kaum Neues zu vermelden gab. Der C25-Index gewann 1,1 Prozent auf 1.063,79.

„Unprofessionell“: DF-Politiker sagt Diskussionsrunde bei Minderheit ab

Peter Kofod ist empört darüber, dass der BDN-Chef einen Facebook-Beitrag geteilt hat, in dem Vergleiche zwischen der Dänischen Volkspartei und Aussagen Hermann Görings gezogen werden. Jürgensen entschuldigt sich – er habe nie DF mit den Nazis gleichsetzen wollen.

Mehr Auswanderer – mehr Einwohner

Im vergangenen Jahr haben deutlich mehr Menschen ihre Koffer gepackt und Dänemark verlassen, als im Jahr zuvor. Insgesamt sind 4.000 Menschen mehr ausgewandert als noch 2017. Das zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik. Die Zahl der Einwanderer ist trotz Rückgangs weiterhin höher als die Zahl der Auswanderer. Laut Nykredit lebten an Neujahr dieses Jahres 5.806.081 Menschen in Dänemark – knapp 25.000 mehr als 2018. Zum Wachstum trägt nicht nur Einwanderung bei, sondern auch das Verhältnis von Todesfällen zu Neugeborenen. 2018 sind rund 55.000 Menschen in Dänemark gestorben, während über 61.000 Kinder geboren wurden.

Warme Winterferien

Dänen, die in den Winterferien zu Hause bleiben, erwartet in den kommenden Tagen trockenes und mildes Wetter mit Chancen auf Sonnenschein, berichtet das Dänische Meteorologische Institut. Am Montag, so die Prognose, wird es ab der Mittagszeit nahezu im ganzen Land sonnig sein. Allerdings bläst es frisch aus Nordwest bis Nord, sodass es nicht ganz so behaglich wird. Der Dienstag startet kalt, die Sonne wird sich aber blicken lassen. Mittwoch rechnen die Wetterleute mit Regen, verbunden mit anhaltend milden Temperaturen mit bis zu 11 Grad am Freitag.

Regionen denken über eigenen Rettungsdienst nach

Nach dem Bekanntwerden unlauterer Methoden, mit denen der private Rettungsdienstanbieter Falck versuchte, dem Konkurrenten Bios zu schaden, überlegen die Regionen Dänemarks ihren Rettungsdienst selbst in die Hand zu nehmen – nach dem Beispiel der Region Süddänemark. Dies berichtet Danmarks Radio. Bis auf Süddänemark ist Falck in jeder Region Dienstleister. Neben der Region Sjælland denken auch die Regionen Midtjylland und Nordjylland über diesen Schritt nach. Einen Bericht von Danske Regioner zufolge bezahlen die Regionen aufgrund von fehlender Konkurrenz 10 Prozent zu viel für den Rettungsdienst. Falcks Kommunikationschef Kasper Bach Habersaat äußerte Verständnis für die Überlegungen, betont aber, die neue Führung Falcks setze alles daran, Vertrauen zurückzugewinnen. Unterdessen hat Innovationsministerin Sophie Løhde (Venstre) mit Blick auf die Affäre angekündigt, geltendes Recht zu verschärfen. Sie will es der Öffentlichen Hand erlauben, Verträge mit Firmen zu kündigen, wenn diese wegen Gesetzesbruchs verurteilt wurden.

Wartezeiten auf Operationen sehr unterschiedlich

Laut der Zeitung „Berlingske“ müssen Dänen je nach Region unterschiedlich lang auf eine angesetzte Operation warten. Der Unterschied könne 100 bis 200 Tage betragen, so die Zeitung, die sich auf Zahlen des Gesundheitsministeriums bezieht, die das Ministerium an den Gesundheitsausschuss des Folketings geleitet hatte. So warteten Patienten im Jahr 2017 für einen Eingriff am Ohr, der das Hören verbessern sollte, in der Region Nordjylland 62 Tage, in der Region Sjælland 438 Tage. Für eine Gaumenoperation betrug die Wartezeit 16 Tage in der Region Syddanmark, in der Hauptstadtregion waren es 168 Tage. Die Interessenorganisation Danske Patienter kritisiert die langen Wartezeiten, die ihrer Meinung nach zu schlechteren Ergebnissen führen können. Die Vorsitzende des Gesundheitsauschusses von Danske Regioner, Karin Friis Bach, (Radikale) weist darauf hin, die durchschnittlichen Wartezeiten seien jedoch historisch niedrig.

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