Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Montag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Der Handelsstreit mit den USA, macht Chinas Export zu schaffen Foto: China Stringing Network/Ritzau-Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Förderung für ländliche Räume geht weiter

Das dänische Gewerbeministerium nimmt erneut Bewerbungen für insgesamt 11,5 Millionen Kronen entgegen, die für Projekte bereitstehen, die ländlichen Räume zu fördern. Das teilt der Verband der ländlichen Räume, Landdistrikternes Fællesråd, mit. Im Pool liegen 6 Millionen Kronen für Versuchsprojekte bereit, 3 Millionen Kronen für Forschungs- und Informationsprojekte und 2,5 Millionen Kronen für die kleinen Inseln. Vor allem Projekte, die die Dorfgemeinschaften stärken, sollen gefördert werden. Bewerbungen müssen bis zum 14. März bei der Gewerbebehörde eingehen und können auf der Internetseite Liv og Land ausgefüllt werden.

Jobchancen von Flüchtlingen

Die dänische Regierung plant 111 Änderungen am Ausländergesetz, die unter anderem zu mehr Abschiebungen verhelfen sollen. Der dänische Arbeitgeberverband warnt, dass Unternehmen dadurch abgeschreckt werden, Flüchtlinge bei sich einzustellen. „Viele Unternehmen investieren große Ressourcen in das Anlernen und den Dänischunterricht von eingestellten Flüchtlingen. Wenn sich die Unsicherheit erhöht, dass diese Personen nicht für sehr lange im Land bleiben dürfen, kann dies dazu führen, dass Unternehmen keine Flüchtlinge mehr einstellen werden“, so der Ausbildungs- und Integrationsleiter von DA, Jannik Bay, zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Kinder backten für 320.000 Kronen

221 Tagesstätten, Schulklassen und SFO-Einrichtungen in Süddänemark haben am Aktionstag „Bag for en sag“ 2018 teilgenommen. Der Erlös insgesamt: 319.688 Kronen für das Kindertelefon, teilt der Kinderrechte-Verband Børns Vilkår mit. Landesweit wurden 2,25 Millionen Kronen „erbacken“. Dadurch könnten künftig noch mehr Anrufe von Kindern beantwortet werden, sagt Rasmus Kjeldahl, Direktor von Børns Vilkår. Bei „Bag for en sag“ wird gemeinsam gebacken und über Probleme geredet, die Kinder haben können – und darüber, wie Kinder und Jugendliche einander helfen können. Der Tag wurde am 11. Oktober abgehalten, rund 80.000 Kinder und Jugendliche nahmen teil. Das Kindertelefon bietet kostenlose anonyme Beratung für Kinder und Jugendliche zu Themen von Liebe, Freundschaft und Mobbing bis zu Einsamkeit und Vernachlässigung. 50.000 Anrufe gab es 2017.

Geringes Wachstum in China – Sorge in Dänemark

Die chinesische Wirtschaft steht unter Druck wie seit Jahren nicht mehr. Das sorgt auch in Dänemark für Beunruhigung. Das Wachstum in China sei zwar immer noch imponierend hoch, doch der Druck sei größer geworden und unter der Oberfläche brodele es, schreibt Chefanalyst Alan Sørensen vom Branchenverband Dansk Industi (DI) in einer Pressemitteilung. Die chinesische Regierung hatte am Montag die Wirtschaftszahlen vom vergangenen Jahr vorgelegt. Sie zeigen ein Wachstum von 6,6 Prozent – das niedrigste seit 1990. Laut DI gibt es kein Zweifel daran, dass der Handelsstreit mit den USA, der den chinesischen Export stark getroffen hat, der Hauptgrund für das geringere Wachstum ist. Auch in Zukunft geht DI von weiter unsicheren Verhältnissen aus, die auch den dänischen Handel mit China beeinflussen könnten. Das fernöstliche Land ist der sechstgrößte Handelspartner Dänemarks, der pro Jahr dänische Waren im Wert von mehr als 60 Milliarden Kronen einkauft.

Menschenkette für Klimaschutz

Mit einer Menschenkette um den Parlaments- und Regierungssitz Christiansborg haben gestern hunderte Menschen in Kopenhagen für einen wirksamen Klimaschutz demonstriert. Eine Bürgerinitiative mit dem Namen „Tro på os“ hat die Aktion gestartet, die sich an junge und ältere Menschen wendet, die unabhängig von politischer Ausrichtung den von den Menschen verursachten Klimawandel stoppen sollten. Am vergangenen Freitag hatten in zahlreichen europäischen Ländern Schülerinnen und Schüler für weltweiten Klimaschutz demonstriert. Sie folgten dem Aufruf der 15-jährigen schwedischen Schülerin Greta, die einen Schulstreik startete.

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