Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

DN
Apenrade/Aabenraa
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Viele dänische Gymnasiasten trinken gern und reichlich, was das Institut für Volksgesundheit bekümmert. Foto: Simon Læssøe/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

 

Börsenbericht

Es kann nicht jeden Tag Gold vom Himmel regnen: Nachdem in der vergangenen Woche ein Rekord nach dem anderen eingestellt wurde, kehrte zum Beginn der Handelswoche beim dänischen C25 Eliteindex erst einmal wieder Ernüchterung ein. Um 0,4 Prozent ging es nach unten. Am Ende blieb der Index bei 1.128,52 Punkten stehen. Schuld war unter anderem das Biotechunternehmen Novozymes. Dessen Wertpapiere sanken um 1,6 Prozent. Eine Aktie ist derzeit nur noch 324 Kronen wert.
Besser machte es hingegen die Sydbank. Um schnuckelige 0,5 Prozent ging es nach oben, sodass ein Wertpapier nun 133,20 Kronen kostet.

 

Kriminelle Vergangenheit: 83 neue Staatsbürger müssen um dänischen Pass fürchten

21.000 seit 2014 ausgestellte Staatsbürgerschaften sind nachträglich vom Ausländer- und Integrationsministerium überprüft worden. Bei 83 Personen wurde eine kriminelle Vergangenheit entdeckt. Sie müssen nun um ihren dänischen Pass fürchten. Der Grund für die nachträgliche Untersuchung der 21.000 „Neu-Dänen“ ist eine politische Absprache zwischen Venstre, den Konservativen, der Liberalen Allianz, den Sozialdemokraten und der Dänischen Volkspartei vom vergangenen Jahr.

 

Frederiksen: Färöer sollen über Huawei selbst entscheiden

Die Färöer sollen nach Meinung der dänischen Staatsministerin Mette Frederiksen (Sozialdemokraten) selbst darüber bestimmen, ob die chinesische Firma Huawei mit dem Bau des 5G-Mobilnetzes beauftragt wird oder nicht. Laut Folketingsmitglied Edmund Joensen von den Färöern sind die USA gegen Chinas Präsenz auf den Inseln im Nordatlantik. Auf dem Nato-Spitzentreffen wurde Joensen zufolge in einer abschließenden Pressekonferenz darauf hingewiesen, dass die Staatenlenker verantwortlich seien für die Sicherheit der Telekommunikation-Infrastruktur, inklusive 5G.

 

Viele Gymnasiasten leben ungesund

Einer neuen Untersuchung des Instituts für Volksgesundheit zufolge geht es den Gymnasiasten des Landes überwiegend gut, dennoch trinkt ein großer Teil der Schüler zu viel Alkohol, raucht zu viel, schläft zu wenig und zeigt andere Fehlentwicklungen. Von den 30.000 befragten Gymnasialschülern gab gut jeder Dritte an, er schlafe zu wenig und fühle sich unausgeruht. 9 Prozent rauchen täglich, 20 Prozent der Schüler trinken mehr als die Gesundheitsbehörde empfiehlt und 18 Prozent gaben an, sich schon einmal selbst bewusst geschadet zu haben. Es sei besorgniserregend, wenn man die relativ hohe Zahl von Schülern mit ungesunden Gewohnheiten betrachte, so Veronica Pisinger, Leiterin der Untersuchung. hm

 

Millionenschäden durch Diebstähle in Kirchen

311 Kirchen des Landes werden durchschnittlich jedes Jahr Ziel von Dieben, berichtet die Zeitung „Kristeligt Dagblad“ und bezieht sich auf eine Bestandsaufnahme der Einbrüche und Diebstähle, die der Versicherung gemeldet wurden, und die bis 2013 zurückreicht. Die Einbruchszahlen zeigen, dass nahezu jeder Gemeinderat in Dänemark seit 2013 mindestens einmal einen Diebstahl oder Einbruch der Versicherung mitgeteilt hat. Hinzu kommen noch die Einbrüche, die nicht gemeldet werden, da die Summe des Verlustes nicht die Selbstbeteiligung der Kirche übersteigt. Durchschnittlich entsteht ein Schaden von 9,5 Millionen Kronen jährlich; vor allem Maschinen und Werkzeug werden auf Friedhöfen geklaut. hm

 

Rechnungshof rügte mehrere Ministerien

Nicht nur die Immobilienbehörde der Streitkräfte ist vom dänischen Rechnungshof (Rigsrevision) für seine laschen Kontrollen gerügt worden. Seit 2012 haben die Finanzprüfer des Staates sieben weitere Behörden für ihren Umgang mit Milliardenbeträgen gerügt. Dies berichtet die Zeitung „Politiken“. In den Streitkräften hat der Skandal in der Immobilienbehörde nun zwei leitende Angestellte die Stellung gekostet; dies hätte, so „Politiken“, auch in den anderen Behörden der Fall sein müssen. Wiederkehrendes Muster bei allen kritisierten Behörden: Ein Behördenmitarbeiter konnte Auszahlungen bestätigen, ohne dass ein Kollege in der Behörde ebenfalls ein Auge darauf warf. hm

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