Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

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DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Steuerminister Morten Bødskov (Sozialdemokraten) Foto: Sune Stavnstrup Sørensen/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Nach IT-Chaos bei Skat: Neue Steuerregeln zu Wohneigentum verspäten sich um Jahre

Steuerminister Morten Bødskov (Sozialdemokraten) hat am Mittwoch eingeräumt, dass der Wiederaufbau des Steuerwesens, das in der Vergangenheit immer wieder für negative Schlagzeilen sorgte, noch nicht dort angelangt ist, wo er, der Wiederaufbau, sein sollte. Er teilte mit, dass Zeitpläne unrealistisch seien und somit Fristen verschoben werden müssten. Eine interne Nachschau habe ergeben, dass es große ungelöste Probleme und unbezahlte Rechnungen gebe. Konkret bedeutet dies: Neue Steuerregeln für Immobilien werden um drei Jahre auf 2024 verschoben, bis das neue IT-System funktioniert. Einer Berechnung des Ministeriums zufolge haben 800.000 Immobilienbesitzer zu viel Steuern seit 2011 bezahlt, sie werden sich in Geduld üben müssen, bis sie Geld zurückerhalten.

Drei tote Wildschweine auf Ærø angespült

Innerhalb weniger Tage wurden auf der dänischen Insel Ærø drei tote Wildscheine an verschiedenen Stellen angespült. In DR vermutet Morten Elmeros, Biologe an der Universität Aarhus, dass es sich um Mitglieder einer Rotte handelt und die Tiere aus Deutschland oder Polen stammen und ertrunken sind; die Strömung brachte sie dann nach Ærø. Die toten Wildschweine wurden von der Lebensmittelbehörde eingesammelt und verbrannt. Eine Untersuchung, beispielsweise auf die Afrikanische Schweinepest, die von Wildschweinen übertragen wird, fand nicht statt. Der Verzicht auf eine Untersuchung der Kadaver hat einen Grund: Sollte die Afrikanische Schweinepest festgestellt werden, würde der Schweinefleischexport augenblicklich gestoppt, schreibt Danmarks Radio. Im Sender weist Stig Mellergaard, Tierarzt bei der Lebensmittelbehörde, aber eine „Schummelei“ von sich. Die Tiere seien aus dem Ausland gekommen, hätten nur sehr kurze Zeit am Strand gelegen, und es bestehe kein Risiko für eine Ansteckung.

 

So viele Kreuzfahrtgäste wie noch nie

Die Kreuzfahrerbranche in Dänemark boomt. Im fünften Jahr in Folge wird nach derzeitigen Schätzungen die Zahl der Kreuzfahrtgäste, die Dänemark besuchen, ansteigen. Das berichtet die Fachzeitschrift „Søfart“. Neue Zahlen des Netzwerkes „Cruise Copenhagen“ gehen davon aus, dass in diesem Jahr in allen dänischen Kreuzfahrerhäfen zusammengerechnet rund 1,2 Millionen Gäste an Land gehen werden. Ein neuer Rekord, und eine Steigerung um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt ist die Zahl der Kreuzfahrtgäste in den vergangenen fünf Jahren damit um 55 Prozent gestiegen. Allein in Kopenhagen betrug der Anstieg seit 2015 rund 42 Prozent. Die Tourismusbranche rechnet damit, dass rund 2.200 Vollzeit-Jobs mit den Besuchen der Kreuzfahrtschiffe zusammenhängen und der Gesamtumsatz rund 1,6 Milliarden Kronen beträgt.

 

Minister: Ausländischer Honig soll nicht mehr als dänisches Produkt beworben werden

Honig, der aus dem Ausland kommt, soll aus Sicht des Nahrungsmittelministers Mogens Jensen (Sozialdemokraten) künftig nicht länger mit einer dänischen Flagge oder dem Text „aus dänischer Produktion“ bedruckt werden dürfen. Er kündigte am Mittwochmorgen an, dass er die Nahrungsmittelbehörde darum bitten wird, die Richtlinien dafür zu ändern.

„Die dänischen Verbraucher müssen wissen, was sie für ein Produkt bekommen. Wenn man dänischen Honig haben möchte, muss in den Honiggläsern natürlich auch dänischer Honig drin sein“, so der Minister zur Nachrichtenagentur Ritzau. Die derzeitige Gesetzgebung erlaubt es den Produzenten, Honig im Ausland einzukaufen und die Gläser dann trotzdem mit der dänischen Flagge und als dänisches Erzeugnis zu bewerben. Halten sich die Produzenten nicht an die neue Richtlinie, sollen ihnen ab dem kommenden Jahr Bußgelder drohen.

 

Untersuchung: Junge Arbeitssuchende wollen Chef mit Rückgrat

Die Haltung, die ethische Ausrichtung und die Wahrnehmung der sozialen Verantwortung eines Unternehmens sind für junge Menschen bei der Wahl ihres Arbeitsplatzes ein wichtiger Faktor. Das geht aus einer neuen „Yougov“-Untersuchung hervor, bei der Bürger im Alter zwischen 20 bis 36 Jahren befragt wurden, worauf es ihnen bei der Wahl einer Arbeitsstelle ankommt. Drei von vier Befragten gaben unter anderem an, dass ihnen zudem ein Chef wichtig ist, der eine klare Meinung zu wichtigen gesellschaftlichen Themen hat und diese auch aktiv vertritt.

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