Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Die Familie von Kronprinz Frederik Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Königliche Kinder in die Schweiz

Die vier Kinder des Kronprinzenpaares werden 2020 für einen kürzeren Aufenthalt eine Privatschule in der Schweiz besuchen. Das bestätigte die Kommunikationschefin des Königshauses, Lene Balleby, am Mittwoch gegenüber der Zeitung avisen.dk. Demnach werden die vier Kinder von Kronprinz Frederik und Ehefrau Mary Anfang des Jahres an einem kürzeren Schulverlauf an einer internationalen Schule in der Schweiz teilnehmen. Prinz Christian ist 13 Jahre alt, Prinzessin Isabella 12 und die Zwillinge Prinz Vincent und Prinzessin Josephine sind 8 Jahre alt. Der 51-jährige Kronprinz hatte von 1982 bis 1983 ein Internat in Frankreich besucht.

Frederiksen will mehr Videoüberwachung

Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen (Sozialdemokraten) hat in einem Interview mit der Zeitung „Berlingske“ angekündigt, die Überwachung im öffentlichen Raum ihren Worten nach „massiv“ zu erhöhen. Am Donnerstag legt die Regierung ihr sogenanntes Sicherheitspaket vor – unter anderem als Konsequenz der Explosionen in Kopenhagen. Dem Regierungsvorschlag zufolge soll der Polizei erlaubt werden, 300 zusätzliche Überwachungskameras landesweit aufzustellen. Außerdem soll sie selbst entscheiden, wo genau die Kameras installiert werden. Plan der Regierung ist es auch, die Überwachung öffentlicher Gebäude auszuweiten. Auch sollen bestehende Einschränkungen der Observation aufgeweicht werden. Im Rahmen des Sicherheitspaketes schlägt die Regierung zudem vor, den Besitz von Sprengstoff härter zu bestrafen, die Grenze nach Schweden besser zu schützen sowie Ermittlungsmöglichkeiten auszuweiten.

Flughafen Billund will klimafreundlicher werden

Jan Hessellund, leitender Direktor des Flughafens Billund, kündigt an, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten – ohne Dänemarks Tourismus und Industrie zu gefährden. Die größte Herausforderung des Flughafens liegt laut Hessellund in seiner bisherigen Infrastruktur. Mit dem größten Parkplatz des Landes steigere der Flughafen seine CO2-Emissionen. Das öffentliche Verkehrsmittel von und nach Billund zu entwickeln, würde es ermöglichen, die Umweltbelastung zu verringern. Der Flughafen Billund folge der Ambition des Verbandes der dänischen Luftfahrtbranche (Brancheforening Dansk Luftfart): 2020 CO2-neutral zu werden.

Sommer 2019: Jackpot für die Hotel- und Ferienhausbranche

Die dänische Statistikbehörde Danmarks Statistik meldet einen Rekord bei den Übernachtungen in dänischen Hotels und Ferienhäusern. Im Sommer dieses Jahres zählten die Statistiker 5,8 Millionen Übernachtungen – 68 Prozent mehr als vor zehn Jahren. Die Ferienhäuser haben auch einen historischen Rekord aufgestellt: 10 Millionen Übernachtungen – noch mehr als vergangenes Jahr. Das gute Wetter und ein Roskilde-Festival-Effekt seien die Zutaten dieses Erfolges, so Lars Ramme Nielsen, Chef der Tourismus- und Freizeitwirtschaft. Touristen haben deutlicher als noch 2018 Hotels statt anderer Übernachtungsmöglichkeiten gewählt. Obwohl 2019 weniger Menschen Urlaub auf einem Campingplatz machten, ist das Campen immer noch die populärste Art, den Urlaub zu verbringen.

Dänischer Außenhandel gut – trotz Brexit

Dänemark hat in den ersten acht Monaten 2019 mehr als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres exportiert und importiert. Das teilte am Mittwoch die dänische Statistikbehörde mit. Mitte 2018 erreichten die dänischen Warenexportzahlen 56 Milliarden Kronen, während sie dieses Jahr schon mehr als 58 Milliarden erreichten. Diese Zunahme lässt sich laut Behörde durch einen wachsenden Verkauf von Chemikalien und chemischen Produkten erklären, zu denen auch der Export von Medikamenten gehört. Nach zwei florierenden Jahren mit den wichtigen Exportgeschäften von Windkraftanlagen fällt der dänische Export nach Großbritannien allerdings im ersten Quartal dieses Jahres wieder auf das Niveau des ersten Quartals 2016.

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Leitartikel

Siegfried Matlok
Siegfried Matlok Senior-Korrespondent
„Gewollt und „die Ungewollten““