Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

DN
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Sund&Bælt

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Die Börse am Mittwoch

Einen guten Tag an der Börse erwischte am Mittwoch der dänische C25-Leitindex. Gute Aktienwerte aus Europa, Asien und den USA hatten einen positiven Einfluss auf den dänischen Aktienmarkt. Demnach stieg der Index mit 1,8 Prozent auf insgesamt 1.152,66 Zähler. Gut lief es unter anderem für das Unternehmen FLSmidth, dessen Aktien um 4,5 Prozent auf 309,4 Kronen stiegen. Auch die Aktien des Mærsk-Konzerns waren die großen Nutznießer am Mittwoch. Die Aktie stieg um 2,3 Prozent auf 8.030 Kronen. Auch Vestas hatte einen guten Börsen-Tag. Die Aktie verzeichnete einen Anstieg um 3,8 Prozent auf 552 Kronen.

 

Flughafen Kopenhagen: 2,9 Millionen Passagiere im August

Der August scheint im Verkehrsbereich alle Rekorde zu brechen. Neben der höchsten Zahl von Pkw über die Großer-Belt-Brücke bricht der August auch alle Passagierrekorde des Kopenhagener Flughafens. Insgesamt reisten 2,9 Millionen Passagiere über den Hauptstadtflughafen, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Im Vergleich zum August 2018 hatte der Flughafen ein steigendes Passagieraufkommen von rund 0,8 Prozent. „Der Monat August ist schon immer einer der ganz großen Reise-Monate gewesen. Dass wir in diesem Jahr noch mehr Reisende am Flughafen hatten, ist fantastisch“, so der Flughafendirektor Thomas Woldbye.

 

Rekord: 1,3 Millionen fuhren über Belt-Brücke

Der Verkehr zwischen Seeland und Fünen war im vergangenen Sommer der verkehrsreichste aller Zeiten. Demnach überquerten im August rund 1,3 Millionen Autos die Brücke über den Großen Belt. Im Durchschnitt sind das täglich 41.500 Autos gewesen, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Zum Vergleich lag der tägliche Verkehr im August 2018, der ebenfalls den Rekord knackte, bei 35.000 Autos.

 

Neues Handygesetz: 102 „Klip“ innerhalb von 24 Stunden

Seit Dienstag bekommen Autofahrer bei der Handynutzung während des Fahrens neben einem Bußgeld in Höhe von 2.000 Kronen auch eine Kerbe, einen sogenannten „Klip“, im Führerschein. Demnach wurden innerhalb von 24 Stunden schon 102 „Klip“ von der dänischen Polizei verteilt, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Laut Gesetz verliert ein Autofahrer nach drei „Klip“ in einem Zeitraum von drei Jahren seinen Führerschein.

 

Apple präsentiert neue iPhones

Fotofreunde können sich freuen. Tech-Gigant Apple hat am Dienstagabend seine neuen iPhones präsentiert. Drei neue Modelle wird es geben. Zwei von ihnen – die Modelle „iPhone 11 Pro“ und iPhone 11 Pro Max“ werden neben der Kamera auf der Vorderseite auf ihrer Rückseite drei weitere Kameras verbaut haben. Das Standardmodell „iPhone 11“ muss mit zwei Rückkameras auskommen. Die drei Modelle sind ab dem 20. September in den dänischen Geschäften erhältlich. Die Standard-Version wird laut Apple in Dänemark mindestens 6.299 Kronen kosten, das teuerste Modell, das „iPhone Pro Max“, startet bei 9.799 Kronen.

 

Zahl der Sozialhilfeempfänger sinkt weiter

Immer mehr Bürger in Dänemark kommen in Lohn und Brot. Das zeigen die neuen Zahlen über Sozialhilfeempfänger von der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik. Demnach erhielten im Juni dieses Jahres 123.000 Bürger Sozialhilfe vom Staat. Das waren 600 weniger als im Vormonat. Seit 2016 fällt die Zahl pro Monat im Durchschnitt um 1.200 Personen. Als Hauptgrund sieht Erik Bjørsted, Chefökonom bei der gewerkschaftlichen Denkfabrik Arbejderbevægelsens Erhvervsråd (AE), die anhaltend gute Wirtschaftslage. „Wir hatten eine Hochkonjunktur, durch die viele Arbeitsplätze geschaffen wurden. Dies gab auch Menschen, die früher keinen Job gefunden hätten, die Möglichkeit, etwas zu finden“, so Bjørsted zu Ritzau.

 

Experte: Jihadisten können leicht unser System ausnutzen

Wenn Jihadisten über Strohmänner Mehrwertsteuer-Betrug (momssvindel) in Dänemark betreiben, ist dies für die Behörden nur schwer zu verhindern, meint Lars Krull, Experte für Geldwäsche, von der Universität Aalborg. Die Zeitungen „Information“ und „Finans“ hatten am Dienstag berichtet, dass eine Gruppe von Syrienkriegern und wegen Terrorismus verurteilten Personen im vergangenen Jahr in eine Reihe von Mehrwertsteuer-Betrügereien mit einem großen Millionenbetrag verwickelt waren. Zwei der Männer stehen in Verbindung zu den Terrorismusorganisationen Islamischer Staat und al-Qaida. Genau ist nicht bekannt, was mit den rund 800 Millionen unbezahlten Steuern passiert ist, Krull meint allerdings, das ein großer Teil zur Terrorismusfinanzierung eingesetzt wird. Er fürchtet, dass noch andere Jihadisten auf die Idee kommen könnten, das Gleiche zu tun. Dies könnte dann schwer werden, zu verhindern. „Der Unterschied ist, dass du oder ich keinen Ort zum Verstecken haben. Diese Menschen haben solche Orte allerdings. Sie nutzen unser System aus“, so der Experte zu Ritzau.

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