Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

DN
Apenrade/Aabenraa
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Ein Fangverbot in der mittleren Ostsee soll den Dorschbestand vor dem Kollabieren bewahren. Foto: Morten Stricker/Midtjyske Medier/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Börsenbericht

Na, ist denn heute schon Weihnachten? Den dritten Tag in Folge klettert der dänische C25 Eliteindex in dieser Handelswoche bereits nach oben. Diesmal um 0,5 Prozent, wodurch er am Ende bei 1.139,51 Punkten landete. Bedanken dürfen sich die Aktionäre unter anderem beim Biotechnologieunternehmen Genmab. Dessen Aktien stiegen um satte 1,8 Prozent und schlossen bei 1.238,50 Kronen pro Stück.
Nicht so gut lief es hingegen beim Windkraftanlagenproduzenten Vestas. Um 1,2 Prozentpunkte sanken die Wertpapiere und endeten bei 588,80 Kronen. Auch Novozymes verlor 0,3 Prozent.

Kein Eintritt für Paludan

Nachdem der Veranstalter des Langelandsfestivals südlich von Rudkøbing Rasmus Paludan am Mittwoch den Zutritt zum Festival untersagt hat, will Paludan nun vor dem Festivalgelände demonstrieren. Dies bestätigte die Polizei, die „sichtbar“ Präsenz zeigen will. Paludan ist Gründer der islamfeindlichen Partei Stram Kurs und fiel vor den Wahlen durch provokante Aktionen auf, die der Polizei viel Arbeit brachten. Festivaldirektor Allan K. Pedersen sagte im Sender TV 2 News, Paludan sei nicht erwünscht und werde somit schlicht und einfach nicht hineingelassen. Dieser erklärte, er habe mit zwei Freunden als Privatmann das Festival besuchen wollen und werde am Mittwoch nun gegen die schikanöse Behandlung demonstrieren.

Zweite Fähre auf der Röm-Sylt Linie

Die Röm-Sylt-Linie bekommt Zuwachs. Wie das Unternehmen heute auf einer Pressekonferenz bekannt gab, wird ab November dieses Jahres eine zweite Fähre die Strecke bedienen. „Es ist ein toller Tag für uns, darauf haben wir zwei Jahre lang hingearbeitet“, sagte Pressesprecherin Birte Dettmers zu der neuen Errungenschaft.

Ausländische Währung immer schwieriger einzutauschen

Abgesehen vom Euro nehmen immer weniger Banken in Dänemark ausländische Währungen entgegen, um diese dann in dänische Kronen umzutauschen. Dies berichtet die Zeitung „Børsen“. Nur noch in einigen Filialen der Sydbank und auch in einigen Niederlassungen von Nordea können Kunden ausländische Währungen, die beispielsweise im Urlaub nicht ausgegeben wurden, noch umtauschen.

Kinderschutzorganisationen: Netz-Erpressungen nehmen zu

Die beiden dänischen Kinderschutzorganisationen Børns Vilkår und Red Barnet weisen darauf hin, dass immer mehr Kinder von Gleichaltrigen oder von Erwachsenen erpresst werden. Es geht meist darum, dass die Opfer Geld zahlen sollen, damit intime Fotos oder Videos im Internet nicht veröffentlicht werden. Es geschieht auch, dass Erpresser mehr solche Fotos und Videos fordern. 2018 hatte Børns Vilkar 174 Hilfegesuche zu diesem Thema erhalten, in den ersten sieben Monaten dieses Jahres waren es schon 145. Bei Red Barnet waren es im vergangenen Jahr 70 Meldungen. Zahlen aus den Jahren vor 2018 haben beide Hilfsorganisationen nicht, schätzen aber, dass das Problem wächst.

EU verbietet Dorschfischerei in der südlichen Ostsee

Weil der Dorsch nach Ansicht der EU-Kommission in der Ostsee ernsthaft bedroht ist, hat die Kommission nun in einem Eilbeschluss die Dorschfischerei in der mittleren Ostsee für den Rest des Jahres verboten. Das Verbot gilt in den Zonen 24, 25 und 26, diese erstrecken sich vom östlichen Seeland bis zu den Küsten des Baltikums. Kleinere Boote unter 12 Meter dürfen im Gebiet 24 aber weiter Dorsch fangen. Dieses Gebiet erstreckt sich von der Ostküste Seelands bis nach Bornholm im Osten und der deutsch-polnischen Küste im Süden. Mit dem Verbot will die Kommission die Zukunft der Fischerei und der Küstendörfer schützen. Kollabiere der Dorschbestand, wäre dies eine Katastrophe, die den Fischern die Lebensgrundlage nehme, so EU-Fischereikommissar Karmenu Vella.

Grabschändung in Hadsund: Tatverdächtiger festgenommen

Die Polizei von Nordjütland hat am Mittwochmorgen einen 46-Jährigen festgenommen, der am Sonntagmorgen auf dem Friedhof der Hadsunder Kirche in Nordjütland 81 Grabsteine mit Graffiti beschmiert haben soll. Bei den Schmiererein handelt es sich größtenteils um satanische Botschaften wie die Zahl „666“, die als Zahl des Teufels bekannt ist. Das Motiv für die Tat ist unklar. Der Mann bestreitet die Taten. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich vor drei Jahren im circa fünf Kilometer entfernten Visborg, die dem über 100 Grabsteine durch Graffiti beschädigt wurden. Auch damals geriet der Mann ins Visier der Polizei.

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