Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

DN
Kopenhagen/Apenrade
Zuletzt aktualisiert um:
In Grönland soll wieder nach Gold gegraben werden. Foto: Ilya Naymuschin, Reuters/RitzauScanpix

Wissen, was in Dänemark läuft –die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Die Börse am Mittwoch

Der Aufstieg des C25-Index geht weiter: Um 1,3 Prozent verbesserte er sich am Mittwoch auf 1.159,66 Zähler. Martin Munk von der Jyske Bank meint, dass die Ernennung von Christine Lagarde zur neuen EZB-Chefin die Stimmung positiv beeinflusst haben könnte. Denn mit ihr bestünde Aussicht auf weiterhin niedrige Zinsen – und somit Aktien als bevorzugte Anlageobjekte.

Dänischer Syrienkrieger: Türkei wartet auf dänischen Auslieferungsantrag

Seit anderthalb Jahren sitzt der international gesuchte Däne Ahmed El-Haj in der Türkei im Ausreisegefängnis in Haft. Dem 28-Jährigen, der in Syrien festgenommen wurde, wird vorgeworfen an einem Video beteiligt zu sein, in dem er Schussübungen auf Zielscheiben mit Bildern von unter anderem Naser Khader und Anders Fogh gemacht hat. Die türkischen Behörden meldeten am Mittwoch laut Nachrichtenagentur Ritzau, dass sie nur auf eine Initiative aus Dänemark warten, um El-Haj auszuliefern. Die Reichspolizei wollte sich bislang noch nicht dazu melden, warum noch keine Auslieferung beantragt wurde.

Frederiksen: Vestager wird zentrales Sprachrohr für Dänemark

Staatsministerin Mette Frederiksen (Sozialdemokraten) ist sich sicher, dass es Dänemark zugutekommen wird, dass Margrethe Vestager künftig den Posten der Vizepräsidentin der EU-Kommission bekleidet. „Durch die dänische Brille geschaut, ist dies richtig gut für Dänemark. Bei der EU, wie wir sie heute kennen, ist dies das höchste Amt für einen Dänen, das es jemals gab“, so Frederiksen zur Nachrichtenagentur Ritzau. Normalerweise geben alle Politiker, die ein Amt in der EU-Kommission übernehmen, ihren „nationalen Hut“ ab, trotzdem geht die Staatsministerin davon aus, dass Vestager ihren neuen Einfluss nutzen wird, um für dänische Interessen einzutreten.

Grönländer wollen wieder nach Gold graben

In Grönland soll wieder nach Gold gegraben werden. Zwei Fördertöpfe, Vækstfonden und Greenland Venture, investieren 15 Millionen Kronen in die Wiedereröffnung einer Mine in Südgrönland. Die Mine in Nalunaq öffnete erstmals 2004, wurde aber 2013 aufgrund finanzieller Probleme wieder eingestellt. Die Infrastruktur um die Mine herum ist noch vorhanden, und daher kann der Betrieb für eine verhältnismäßig geringe Summe wieder gestartet werden. Es steht noch nicht fest, wann die Goldmine wieder geöffnet wird. In Grönland gibt es zwei weitere aktive Minen: in Kangerlussaq (Søndre Strømfjord) wird nach Anorthit gegraben (für die Produktion von Steinwolle) und bei Qeqertarsuatsiaat (Fiskenæsset) nach Rubinen.

Staatliches Brückenunternehmen fordert zum Grenzhandel auf

Fahren Sie nach Schweden, und kaufen Sie dort billige Leckereien. So lautet eine Anzeige des Unternehmens Øresundsbroen, die beim dänischen Handelsverband, Dansk Erhverv, und beim Verband der Kaufmannsläden, Danske Købmænd, auf Unmut stößt, schreibt die Tageszeitung Jyllands-Posten. Denn: kann ein staatliches Unternehmen wie Øresundsbroen zum Grenzhandel auffordern, wodurch Steuereinnahmen verloren gehen? Die Öresundbrücke gehört zur Hälfte Dänemark und zur anderen Hälfte Schweden. Laut John Wagner von Danske Købmænd sei es „grotesk", dass ein staatliches Unternehmen die eigene Steuerpolitik untergräbt. Pressesprecher John Sahlin von Øresundsbroen weist die Kritik ab. Das Unternehmen würde Schweden und Dänen dazu inspirieren, für Shopping- und Kulturerlebnisse über die Brücke zum Nachbarn zu fahren. Transportminister Benny Engelbrecht (Soz.) will sich nicht ins Marketing der Öresundbrücke einmischen, „aber persönlich hätte ich anders disponiert", schrieb er in einem Kommentar an die Zeitung.

Herbstwetter bleibt über Dänemark hängen

Die Strandtasche kann erst einmal weggepackt werden: der Herbst hat den dänische Sommer eingenommen. Vom Norden her verdrängt kalte Polarluft die warme Luft aus dem Süden. Mittwoch bleiben die Temperaturen daher um die 15 Grad, es ist bewölkt, windig und wir müssen mit Regenschauer rechnen. Anfang nächster Woche kann es etwas besser werden mit Temperaturen um die 20 Grad. Doch das dänische Meteorologische Institut (DMI) warnt: die Polarluft könnte im Juli über uns hängen bleiben. Also nichts da mit einer Wiederholung des Jahrhundertsommers 2018.

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