Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

DN
Apenrade/Aabenraa
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Symbolbild Foto: Sven Hoppe/dpa

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Dänischer Wald ist nicht artenreich

Im neuesten Novana-Bericht heißt es, dass die Biodervisität in den dänischen Wäldern weiterhin auf dem Rückzug ist. Forscher der Universität in Aarhus sehen die übermäßige forstwirtschaftliche Nutzung als Grund dafür. Sie schlagen vor, mehr Flächen sich selbst zu überlassen, damit die Artenvielfalt wieder zunimmt. Auch Oppositionsparteien und der dänische Naturschutzbund wollen mehr Waldflächen wirtschaftlich ungenutzt lassen.

Dänische Wolfswelpen ausgewandert oder tot

Wie die Nachrichtenagentur Ritzau meldet, deutet nichts darauf hin, dass sich die Wölfe, die aus dem ersten Wurf auf dänischem Boden stammen, noch in Dänemark aufhalten. Fünf der acht Tiere, geboren im Jahr 2017 in Westjütland, sind nach Deutschland gewandert, eines wurde im vergangenen Frühjahr auf einem Feld in Westjütland erschossen, von zweien fehlt jede Spur. Forscher nehmen an, dass diese zwei Welpen starben. Von den fünf nach Deutschland gewanderten Tieren leben noch vier, ein Wolf wurde überfahren.

Haft und Ausweisung für Brandbombenwerfer

Weil sie mehrere Molotowcocktails auf die türkische Botschaft am 19. März vergangenen Jahres warfen, sind vier junge Männer am Mittwoch vom Kopenhagener Stadtgericht zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Alle müssen das Land verlassen und dürfen erst nach zwölf Jahren wieder einreisen. Drei der vier Männer im Alter von 19, 22, 23 und 24 Jahren wurden zu einem Jahr und neun Monaten Haft verurteilt, der vierte zu einem Jahr und sechs Monaten. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Männer, die zornig über die Einnahme der syrischen Stadt Afrin durch die türkische Armee waren, größtmöglichen Schaden anrichten wollten, indem sie die mitgebrachten Brandbomben gegen die Fenster warfen. Die Fenster zerbrachen nicht, es blieb bei oberflächlichen Brandschäden. Die Verurteilten aus dem kurdischen Milieu fechten das Urteil an.

Gesundheitsreform: Løkke kündigt Änderungen an

Noch vor Beginn der Verhandlungen über eine Reform des Gesundheitswesens kündigt die Regierung Änderungen an. Regierungschef Lars Løkke Rasmussen sagte in einem Interview mit der Zeitung „Danmark“, man wolle den Kommunalpolitikern mehr Einfluss zugestehen als bisher geplant. Das exakte Modell dazu müsse in den Verhandlungen gefunden werden, so Løkke. Diese starten am Mittwoch. Die Regierung plant, die fünf Regionen Dänemarks in ihrer bisherigen Form aufzulösen und sie durch fünf neue Einheiten der Gesundheitsverwaltung zu ersetzen. Diese neuen Einheiten sollen nicht von gewählten Politikern, sondern von einem Vorstand geleitet werden. In diesen Vorständen sollte bis jetzt lediglich eine „kommunale“ Person einen Platz erhalten. Der Regierungschef spricht nun von einer „größeren kommunalen Repräsentation".

Häftlinge entflohen

Aus dem Gefängnis in Nykøbing Falster sind fünf Insassen entflohen, teilt die Polizei mit. Den nach Polizeiangaben ungefährlichen Männern gelang es, am späten Dienstagabend die Gefängnismauer zu überwinden. Die Polizei hat die Verfolgung aufgenommen und will sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter äußern.

Der Börsenbericht

Der dänische Aktienleitindex C25Cap stieg Mittwoch um 0,8 Prozent auf 1092,48. Ein wesentlicher Grund dafür waren gute Nachrichten vom Softwareunternehmen Simcorp, dessen Aktie ein Plus von sieben Prozent erreichte. Der Logistikkonzern DSV wurde zwei Prozent hoch gehandelt und die Kollegen von A.P. Møller Mærsk sogar mit 2,4 Prozent.Außerhalb des Leitindexes fiel die Kreditbanken-Aktie (Apenrade) um 2,4 Prozent.

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