Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

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Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

DN
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Christian Lindgren/Ritzau-Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

260.000 Autos fahren im Winter auf Sommerreifen

Am Mittwoch hat der Rat für Reifensicherheit das Ergebnis seiner einwöchigen Untersuchung mitgeteilt: Zehn Prozent aller Autofahrer sind auf Sommerreifen unterwegs, obwohl das Wetter wintertaugliche Reifen erfordert. 7.890 Pkws wurden in Woche vier kontrolliert. Zehn Prozent waren auf Sommerreifen unterwegs. Das entspricht, hochgerechnet auf alle Autos im Land, einer Anzahl von 260.000. „Es wird besser, aber es sind immernoch allzu viele. Und das ist ein ernstes Verkehrsproblem“, sagt Volker Nitz vom Rådet for Større Dæksikkerhed. Im Winter 2011 lag die Zahl der Pkws, die im Winter auf Sommerreifen fahren, noch bei 20 Prozent. 2018 waren es 11 Prozent. In Dänemark ist es nicht gesetzlich vorgeschrieben, bei Winterwetter auf Winterreifen zu wechseln.

Bunkermuseum gewinnt Architekturpreis

Das Bunkermuseum Tirpitz bei Blåvand im Westen Jütlands hat einen der größten Architekturpreise der USA gewonnen. Dies berichtet „Jydske Vestkysten“. Der Zeitung zufolge würdigt der Preis „2019 Institute Honor Awards for Architekture“ moderne Architektur mit einem einzigartigen Design, die nachhaltig auf einen besonderen Ort und dessen geschichtliche Bedeutung hinweist. Laut „Jydske Vestkysten“ kam die Auszeichnung für das Museum nicht ganz überraschend, da es von der Nominierung wusste. Zudem hatte der US-amerikanische Sender CNN bereits 2017 das Museum auf seiner Liste der Neubauten, die Architekturinteressierte unbedingt besuchen sollten. Das Museum erfreut sich bei den Besuchern großer Beliebtheit; 2018 kam rund eine Viertel Million Menschen.

Künstlerin schenkt Hauptwerk Louisiana

Das Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk bei Kopenhagen zeigt derzeit und noch bis zum 10. März unter dem Titel „Where, When, How Often and with Whom“ Werke der 1969 geborenen britischen Künstlerin Cecily Brown. Die Kunstkritik überschlägt sich mit Lob und die Besucher strömen geradezu in das in die Hanglandschaft am Öresund gebaute Museum. Nun wurde bekannt: Die Künstlerin schenkt dem Museum das mehr als zehn Meter lange Hauptwerk, das der Ausstellung ihren Namen gab. „Es handelt sich hierbei um eine einzigartig großzügige Geste“, sagt Louisiana-Direktor Poul Erik Tøjner über die Schenkung des Gemäldes aus dem Jahre 2017, das wie Browns Gesamtwerk von Referenzen an die großen Meister nur so strotzt – und zugleich Bezug auf die sogenannte Burkini-Affäre nimmt, die 2016 die französische Öffentlichkeit beschäftigte.

Prinz Joachim zieht nach Paris

Für eine militärische Ausbildung wird Prinz Joachim im September dieses Jahres für rund ein Jahr mit seiner Familie nach Paris ziehen. Dies teilte das Königshaus auf seiner Homepage mit. Prinz Joachim wird die höchste Leitungsausbildung im französischen Militär erhalten – an sechs Tagen der Woche, deshalb begleitet seine Familie ihn in die französische Hauptstadt. Der Prinz dient in der dänischen Armee, er ist Verteidigungsexperte.

PostNord eröffnet 500 neue Paketstationen

Die Postgesellschaft PostNord plant, im Laufe des Jahres 500 neue Paketstationen in Geschäften im ganzen Land zu eröffnen. In diesen wird es möglich sein, Pakete zu verschicken und abzuholen. Das gab das Unternehmen am Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt. Aufgrund des harten Konkurrenzkampfes wolle man seine Wettbewerbsfähigkeit stärken, um den besten Paketservice zu bieten, sagte PostNord-Direktor Peter Kjær Jensen zur Nachrichtenagentur Ritzau. 161 neue Paketstationen kommen in die Hauptstadtregion, 119 in die Region Mitteljütland, 106 nach Süddänemark, 65 nach Nordjütland, und 62 werden auf Seeland eröffnet. Die ersten der 500 Standorte werden im Februar eröffnet, die letzten im November.

Westküsten-Kommunen rüsten sich für den Kampf um Touristen

Die Kommunen Ringkøbing-Skjern und Varde haben sich das Ziel gesetzt, die bestbesuchten Touristen-Kommunen in ganz Dänemark zu werden. Acht Millionen Übernachtungen will man künftig pro Jahr bei sich haben. Dafür soll ein gemeinschaftliches Tourismusunternehmen gegründet werden, das alle Initiativen kommunenübergreifend koordiniert. Die Absichtserklärung dafür ist bereits verabschiedet, und auch der Gewerbe- und Wachstumsrat der Kommune Ringkøbing-Skjern hat dem Projekt zugestimmt, das bis Ende des Jahres umgesetzt werden soll.

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