Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

DN
Apenrade/Aabenraa
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Gerichte verhängen heute deutlich höhere Strafen als noch vor ein paar Jahren. Foto: Claus Bech/ Ritzau-Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Visit Aarhus geht mit Airbnb Partnerchaft ein

Die Tourismusorganisation von Aarhus, Visit Aarhus, arbeitet mit der digitalen Plattform Airbnb zusammen, auf der private Unterkünfte gebucht werden können. Es ist die erste Partnerschaft einer offiziellen dänischen Tourismusorganisation mit Airbnb. Aarhus möchte die Anzahl der Übernachtungen von Touristen bis 2025 von einer auf zwei Millionen verdoppeln.

Banedanmark kündigt Vertrag mit Huawei-Partner

Am Freitag hat Banedanmark, in Dänemark für die Infrastruktur der Eisenbahn verantwortlich, einen Vertrag mit Huaweis größtem Partner in Dänemark, Net-Nordic, gekündigt. Dies berichtet die Zeitung Politiken. Dem chinesischen Technologiekonzern Huawei wird weltweit ein immer größeres Misstrauen entgegengebracht. Kritiker des Konzerns bemängeln dessen Intransparenz und befürchten Cyberspionage über die Produkte des Konzerns. Net-Nordic und Huawei sollten Netzwerkprodukte an die dänische Eisenbahn liefern. Banedanmark begründete seinen Rückzug damit, dass im Angebot die Cybersicherheit keine Erwähnung fand, dieser aber nun höhere Bedeutung zukomme. Wie TV2 berichtet, drohte Huawei auf dem Weltwirtschaftstreffen in Davos, Schweiz, das Geschäft in die Länder zu verlagern, in denen man willkommen sei.

3.500 Personen suchten 2018 Asyl in Dänemark

Insgesamt haben im gesamten vergangenen Jahr 3.523 Personen in Dänemark Asyl beantragt – 2017 waren es 3.500. Das zeigen die jüngsten, vorläufigen Asylzahlen des Ausländer- und Integrationsministeriums. Die meisten Asylsuchenden kamen demnach aus Eritrea (656 Personen), danach folgten Syrier (598) und Georgier (396), die am häufigsten in Dänemark um Schutz baten.

Hilfe für wilde Tiere in der Agrarlandschaft

Viele Wiesenvögel sind in der oft intensiv genutzten Agrarlandschaft in Dänemark selten geworden. Zur Stärkung der Tierwelt auf Feldern, Wiesen und Weiden haben Agrarverbände wie Landbrug & Fødevarer, Økologisk Landsforening, die Agrarforschung SEGES, der Dänische Jägerverband, Der Vogelschutzverband DOF und der Imkerverband die Initiative markliv.dk gestartet. Umwelt- und Nahrungsmittelminister Jakob Ellemann-Jensen unterstützt die Initiative, die darauf abzielt, Maßnahmen zugunsten von Insekten, Vögeln und Säugetieren durchzuführen, ohne dass auf eine Nutzung verzichtet werden muss.

Danfoss-Fabrik in China besonders „smart“

Auf dem Weltwirtschaftstreffen in Davos, Schweiz, ist die Danfoss-Fabrik im chinesischen Wuqing zu einer der modernsten Fabriken der Welt gekürt worden. Dies teilte das Unternehmen mit. In Wuqing stellt Danfoss Thermostate her; die Mitarbeiter werden durch digitale Hilfsmittel unterstützt. Es kommen sogenannte smarte Technologien zur Anwendung, die die Produktivität Danfoss zufolge um 30 Prozent steigen ließen. Gleichzeitig sank die Zahl der Reklamationen um 57 Prozent. Danfoss schaffte es, von 1.000 Fabriken auf eine Liste von 16 zu kommen, die die Ökonomen in Davos als besonders zukunftsweisend ansehen. Sie sollen als Beispiel dienen, von denen andere Konzerne lernen können.

Gerichtsurteile sind härter geworden

Die Strafen für schwere Kriminalität, Gewalt und Pädophilie sind in Dänemark in den vergangenen Jahren deutlich härter geworden. Wie eine Untersuchung des Justizministeriums zeigt, stiegen die Strafen für Gewalt zwischen 2011 und 2017 um 25 Prozent, bei Vergewaltigung um 20 Prozent und für Pädophilie sogar um 36 Prozent. Man folge damit den Wünschen der Regierung. Im Großen und Ganzen seien die Strafen heute für alle Verbrechen deutlich höher, als dies zuvor der Fall gewesen sei, sagt Mikael Sjöberg, Vorsitzender des Richterverbandes, zu Kristeligt Dagbladet.

Männer wechseln häufiger den Job als Frauen

Frauen wechseln seltener ihren Job als Männer. Seit 2010 hatten Männer in Dänemark jedes Jahr mindestens 40.000 Jobwechsel mehr als Frauen. Das zeigen neue Zahlen von jobindsats.dk. 2017 gab es unter den Frauen in Dänemark rund 375.000 Mal eine Änderung des Arbeitsplatzes, bei den Männern kam dies 444.000 Mal vor. Der Unterschied komme zustande, weil Männer deutlich öfter als Frauen in der Privatwirtschaft arbeiten, sagt Forscherin Mona Larsen. Im Privatsektor ist die Zahl der Jobwechsel laut jobindsats.dk deutlich höher als im öffentlichen Bereich. 2017 gab es dort 382.000 Jobwechsel mehr bei Männern als bei Frauen – das entspricht 12,5 Prozent aller arbeitenden Männer.

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