Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Foto: Hans Søndergård/Dansk Industri

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Wirtschaft: Harter Brexit kostet dänische Arbeitsplätze

Ein Brexit ohne ein Handelsabkommen mit der EU wäre das womöglich ungünstigste Szenario für dänische Unternehmen, die nach Großbritannien exportieren. Das meinen die dänischen Arbeitgeberverbände Dansk Erhverv und Dansk Industri (DI), die einen Großteil der dänischen Wirtschaft repräsentieren, nachdem das britische Unterhaus am Dienstagabend gegen die Brexit-Absprache gestimmt hat. „Die Spielregeln, die für den Handel mit Großbritannien gelten, verschwinden und hinterlassen Unternehmen in einer sehr unsicheren Lage. Im schlimmsten Falle bedeutet dies, dass Betriebe beim Import und Export Zoll bezahlen müssen“, erklärt Anders Ladefoged, europapolitischer Chef bei Dansk Industri, zur Nachrichtenagentur Ritzau. Ihm zufolge erschweren Zölle die Wettbewerbsfähigkeit dänischer Unternehmen in Großbritannien und können letzten Endes Arbeitsplätze in Dänemark kosten.

„Beseitigen die Demokratie nicht, wir verschieben sie"

Bei einer Pressekonferenz hat Staatsminister Lars Løkke Rasmussen am Mittwoch die Reform des Gesundheitswesens vorgestellt. Die Regionsräte des Landes werden demnach ihre Arbeit Ende 2020 einstellen – ein Jahr vor Ablauf der Wahlperiode.

Tierschutz-Hotline mit rekordvielen Anrufern

Ein Kater ohne Ohren, misshandelte Vögel oder Kühe in der prallen Sonne ohne Wassertrog: Die Zahl der Anrufer bei der Tierschutz-Hotline ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Das zeigt eine neue Analyse der Tierschutzorganisation Dyrenes Beskyttelse. 118.000-mal haben sich besorgte Bürger 2018 an die Hotline gewandt. Laut Organisationschefin Yvonne Johansen hat das mehrere Gründe. „Zum einen wird in der Gesellschaft verstärkt auf Tierschutz geachtet. Zum anderen machten sich mehr Menschen aufgrund des heißen Sommers Sorgen um die wilden Tiere“, so Johansen zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Løkke: Der Ball liegt bei den Briten

Nachdem das britische Unterhaus bei einer Abstimmung am Dienstagabend den Brexitentwurf der Premierministerin Theresa May verworfen hatte, müssen die EU-Länder nun flexibel sein. Das meint der dänische Regierungschef Lars Løkke Rasmussen (Venstre). Nun müssen die Briten selbst mit Vorschlägen kommen, wie man einen EU-Austritt ohne Absprache verhindert, meint Løkke.

Royal Run auch dieses Jahr

Der dänische Kronprinz Frederik wird auch 2019 zum Laufen einladen. Das berichtet das Königshaus in einer Pressemitteilung. Demnach soll am 10. Juni abermals der sogeannte Royal Run in Aarhus, Aalborg und Kopenhagen veranstaltet werden. Im vergangenen Jahr hatte der Kronprinz mit rund 70.000 Läufern seinen 50. Geburtstag gefeiert. „Ich freue mich, auch in diesem Jahr einen Tag mit den Bürgern im Zeichen des Sports zu verbringen“, so der Kronprinz. Teilnehmer können sich für fünf Streckenverläufe anmelden. Eine Meile (1.609 Meter), fünf Kilometer und zehn Kilometer werden angeboten.

DSV bietet 26,5 Milliarden für Konkurrent

Der dänische Transportgigant DSV hat 26,5 Milliarden Kronen für seinen schweizerischen Konkurrenten Panalpina geboten. Das berichtet Panalpina in einer Pressemitteilung. DSV verfolgt seit mehreren Jahren die Strategie, größere Konkurrenten aufzukaufen, um diese in den eigenen Betrieb zu integrieren. „Es ist die Pflicht des Vorstandes, dieses Angebot mit professionellen Ratgebern zu prüfen“, schreibt Panalpina.

Mehr lesen