Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Apenrade/Kopenhagen
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Die Dorschquote sinkt 2019 für dänische Fischer. Foto: Thomas Lekfeldt/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Die Börse am Mittwoch

Auch am dritten Tag der Woche hat die Kopenhagener Leitbörse mit Verlusten geschlossen. Der C25-Cap-Index ist am Mittwochabend mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 1.023,41 Kronen aus dem Handel gegangen. Für die Papiere von DSV brachte der Mittwoch einen Wertverlust von 4,7 Prozent mit sich, sie notierten bei Börsenschluss bei 457,40 Kronen. Danske Bank verlor um 2,2 Prozent und fiel auf 134,50 Kronen.

Marokko: Bürgerservice warnt vor Alleingängen

Nach dem gewaltsamen Tod einer 24-jährigen Dänin und einer 28-jährigen Norwegerin in einem beliebten Wandergebiet in Marokko am Berg Toubkal warnt der dänische Bürgerservice davor, auf eigene Faust zu Wanderungen in Marokkos Bergen aufzubrechen. Die beiden Studentinnen waren am Montag mit tödlichen Schnittwunden am Hals in der Nähe von Nordafrikas höchstem Berg Toubkal tot aufgefunden worden.

„Brich nicht alleine zu Trecking-Touren in die Berge Marokkos auf, dazu gehört auch der Mount Toubkal. Du solltest nur offizielle Trecking-Firmen und Führer mit lokalen Kenntnissen buchen und über die Möglichkeit nachdenken, dich einer größeren Gruppe anzuschließen”, so die Ansage aus dem Außenministerium. Auch wenn Marokko bei Dänen sehr beliebt sei und die allermeisten keine Probleme erlebten, sei eine besondere Vorsicht angebracht. In Marokko müsse man wegen Terror und Kriminalität besonders aufmerksam um seine persönliche Sicherheit bemüht sein, schreibt der Bürgerservice in einem Kommentar.

Schimmel in Graasten-Mayonnaise

Die Nahrungsmittelbehörde warnt: In Mayonnaisen der nordschleswigschen Firma Graasten Salater A/S ist Schimmel nachgewiesen worden. Das Unternehmen ruft vier Partien seiner Produkte zurück. Dabei handelt es sich um das Produkt „Graasten Den ægte Mayonnaise“ (siehe Bild) im 375 -Gramm-Gebinde. Die Seriennummern (lot nummer) der betroffenen Produkte lauten 20181121, 20181123, 20181124 und 20181126. Sie wurden landesweit in Supermärkten verkauft. Verbraucher, die ein betroffenes Produkt gekauft haben, sollen es entsorgen oder es dorthin zurückbringen, wo sie es gekauft haben.

Neuer Rat kann Zehnjährigen Strafen aufbrummen

Wenn ein zehnjähriges Kind überführt wird, gestohlen zu haben, Rauschmittel verkauft oder einen Raub begangen zu haben, werden sie nach Neujahr vor einen Rat gestellt, der über ihr weiteres Schicksal entscheidet. Am Dienstag hat eine Folketingsmehrheit eine entsprechende Gesetzesvorlage verabschiedet, die laut Justizminister Søren Pape Poulsen (Kons.) innovativ sei und dazu beitrage, kriminelle Jugendliche wieder auf die rechte Bahn zu bringen. Der Verband der Sozialpädagogen und Teile der Opposition kritisieren den Beschluss als unnötig, weil die Kriminalität unter Kindern im Alter von zehn bis 14 Jahren seit 2006 laut Justizministerium um 68 gefallen ist. Zudem seien die Maßnahmen pädagogisch nicht sinnvoll.

Danske Bank: Festnahmen in Estland

Im Geldwäsche-Fall rund um die Filiale der Danske Bank in Estland hat es Medienberichten zufolge mehrere Festnahmen gegeben. Wie die estnische Zeitung Postimees berichtet, handelt es sich um acht Personen. Ein Sprecher der estnischen Staatsanwälte hat die Meldung laut Reuters zunächst dementiert – Bloomberg wiederum sprach am Vormittag von zehn Festnahmen. Alle sollen ehemalige Mitarbeiter der Danske Bank in Estland sein.

Der Nachrichtenagentur Ritzau teilte der Pressesprecher der Bank, Kenni Leth, mit, dass die Bank selbst acht ehemalige Mitarbeiter bei den Behörden angezeigt habe, dass man aber nicht wisse, ob diese Personen nun festgenommen wurden. Gegen Mittag besttigten die Behörden in Estland die Festnahme von acht Personen.
Seit 2017 hat die dänische Tageszeitung Berlingske über den Fall berichtet, bei dem laut internen Untersuchungen der Bank mindestens 1.500 Milliarden Kronen gewaschen wurden. Wie die estnischen Behörden am Mittwoch mitteilten, haben dänische Ermittler bislang verdächtige Geschäfte im Rahmen von 170 Milliarden Kronen nachgewiesen.

Druck auf Wissenschaftler

Die Freiheit der Wissenschaft steht an der Uni Aarhus unter Druck, zeigt ein aktueller Report des Nationalen Forschungs- und Analysecenters für Wohlfahrt (Vive) laut Tageszeitung Politiken. In einer Umfrage unter mehr als 1.100 vollzeitbeschäftigten Forschern an der Hochschule haben sieben Prozent angegeben, dass auf sie in den vergangenen fünf Jahren Druck ausgeübt wurde, Forschungsergebnisse zu manipulieren. Zehn Prozent haben erlebt, dass sie dazu gedrängt wurden, die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen zu verzögern. Fünf Prozent wurden dazu gedrängt, Ergebnisse erst gar nicht zu veröffentlichen.

Dorschquoten werden gesenkt

Sowohl in der Nordsee als auch im Skagerrak dürfen die dänischen Fischer im kommenden Jahr weniger Dorsch fangen. Das steht fest, nachdem die Fischereiminister der EU sich in der Nacht zu Mittwoch auf die Fischereiquoten für 2019 geeinigt haben. Dänemarks zuständige Ministerin Eva Kjer Hansen (Venstre) aus Apenrade ist derweil dennoch zufrieden mit dem Resultat, schließlich würden die Quoten bei anderen Fischsorten steigen und der Dorsch nachhaltig geschont. Unter anderem werden die Quoten für den Blauen Wittling angehoben.

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