Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Apenrade/Aabenraa
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Foto: dpa (Symbolfoto)

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten im Überblick.

Neue Hummer-Quoten ärgern dänische Fischer

Brüssel Die EU-Kommission hat am Mittwoch einen neuen Vorschlag für neue Fangquoten in der Nordsee und im Skagerrak vorgelegt – und die sorgen bei dänischen Fischern für Sorgenfalten auf der Stern. Der Grund: Die Quote für Hummer soll um 65 Prozent angehoben werden. Dies sei viel zu hoch, beklagt der dänische Fischereiverband. „Das ist einfach unverhältnismäßig, wenn man die Quote in einem Jahr drastisch anhebt und im nächsten dann wieder deutlich senkt. Wir wünschen uns lieber stabilere Quoten“, so der stellvertretende Direktor, Kenn Skau Fischer zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Anschlag im Heimatland: Drei Iraner in Ringsted festgenommen

Die Polizei für Mittel- und Westjütland hat am Mittwoch drei iranische Männer festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, am 22. September dieses Jahres einen Anschlag im Iran verübt zu haben. Dabei kamen 25 Menschen ums Leben. Der Tipp für die Verhaftung kam vom dänischen Nachrichtendienst PET, der von iranischen Behörden informiert wurde.

Løhde: Bei Verurteilung keine staatlichen Geschäfte mehr mit der Danske Bank

Wird die Danske Bank aufgrund des Geldwäscheskandals gerichtlich verurteilt, wird der dänische Staat künftig keine Geldgeschäfte mehr über das Geldinstitut abwickeln. So die Aussage von Innovationsministerin Sophie Løhde (Venstre) am Mittwoch bei einem Beratungstreffen über die Geldwäschevorwürfe. Es gebe klare vertragliche Bestimmungen über die Zusammenarbeit zwischen dem Staat und den Banken, werde die Danske Bank juristisch belangt, müsse die Regierung daraus Konsequenzen ziehen und den Vertrag auflösen, so Løhde.

Nach Fehlberechnung: Dänische Wirtschaftszahlen nachjustiert

Der dänischen Wirtschaft geht es besser, als die meisten glauben. Die dänische Statistikbehörde, Danmarks Statistik, hat seine Wachstumszahlen von 2015 bis 2017 aufgrund eines Fehlers nach oben justiert. Durch die Änderungen verbesserten sich die Wirtschaftszahlen allein in 2015 um 0,7 Prozentpunkte. Laut der Statistikbehörde lag der Fehler bei falschen Angaben im Bereich der öffentlichen Bauinvestitionen. „Der Aufschwung der vergangenen Jahre war höher, als wir dachten. Das bedeutet, dass wir heute viel positiver über die dänische Wirtschaft sprechen können“, so Tore Stramer, Chefökonom beim Kreditunternehmen Nykredit.

Regierung und DF streiten über Ausländerpolitik

Zwar waren die Haushaltsverhandlungen zwischen der dänischen Regierung und ihrer Unterstützerpartei, der Dänischen Volkspartei, am Montag erfolgreich. Doch bei der Fortsetzung am Dienstag zeigte sich ein anderes Bild. Nun wurde der kommende Kurs in der Ausländerpolitik verhandelt. Der wie es sich zeigte, weiterhin für Streitigkeiten zwischen den beiden Verhandlungspartnern sorgte. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

Kokain: Mehr Vergiftungen und Todesfälle in Dänemark

In Dänemark wird eine steigende Anzahl von Vergiftungen und Todesfällen aufgrund von Kokain-Konsum verzeichnet. Das zeigen neue Zahlen der dänischen Gesundheitsbehörde. 2017 wurden 470 Personen durch Kokain vergiftet. Im Vorjahr waren es 341. Die Zahl der Todesfälle hat sich gar verdoppelt. 2017 wurden 13 Todesfälle im Vergleich zu sechs im Vorjahr verzeichnet. „Heute ist das Kokain längst nicht mehr so verunreinigt wie zu früheren Zeiten und demnach auch stärker. Ich sehe darin einen Zusammenhang mit den steigenden Vergiftungs- und Todesfällen“, erklärt Kari Grasaasen, Chefberaterin bei der Gesundheitsbehörde.

Geldwäschefall: Pape will aufrüsten

Nach dem großen Geldwäschefall bei der Danske Bank will der dänische Justizminister Søren Pape Poulsen (Konservative) nun die Abteilung für besondere wirtschaftliche und internationale Kriminalität (Søik), in der Öffentlichkeit auch als „Bagmandspolitiet“ bekannt, aufrüsten. Das berichtet die Tageszeitung Politiken. „Es ist klar, dass wir verstärkt gegen die wirtschaftliche Kriminalität und insbesondere Geldwäsche eingreifen müssen. Beides untergräbt unsere Gesellschaft“, so Pape. Laut Politiken werden die Anzeigen über bedenkliche Geldüberweisungen und mutmaßliche Geldwäsche 2018 einen Rekord erzielen.

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