Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

DN
Apenrade/Aabenraa
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Am Östlichen Landesgericht wird Mittwoch das endgültige Urteil gegen Peter Madsen erwartet. Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau-Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Klimarat empfiehlt 50.000-Zuschuss auf alle E-Autos

500.000 E-Autos auf dänischen Straßen bis 2030 – das fordert der Klimarat und empfiehlt einen staatlichen Zuschuss von mindestens 50.000 Kronen, wenn sich ein Bürger ein Elektrowagen seiner Wahl kauft. „Spätestens 2050 benötigen wir einen komplett fossilfreien Transportsektor und daher müssen wir bereits jetzt loslegen“, so der Vorsitzende des Rates, Peter Birch Sørensen. „Der Verkauf von E-Autos läuft in Dänemark noch immer sehr bescheiden, wenn wir uns mit Nachbarländern vergleichen. Um die Umstellung anzuschieben ist es wichtig, dass wir als Gesellschaft ein klares Signal senden, sowohl an Autokäufer als auch an Händler, dass das E-Auto die Zukunft ist."

Ausbruch aus dem Krankenhaus

Wie die Polizei berichtet, haben bewaffnete Täter am Mittwochvormittag einen Häftling befreit, der auf der Insel Falster im Krankenhaus von Nykøbing behandelt wurde. Nach der Befreiungsaktion um 10.50 Uhr flüchteten die Männer in einem grauen Mercedes mit dem Kennzeichen BL 48124 Richtung Farø, einer kleinen Insel zwischen Seeland und Falster. Die Polizei hat die Autobahn (Sydmotorvejen) Richtung Süden bei Stensved gesperrt, Richtung Norden bei Gunslev. Der flüchtige Häftling ist 32 Jahre alt, hat schwarze Haare, dunkelbraune Augen und trägt einen schwarzen Vollbart. Die Polizei warnt davor, den Mann direkt anzusprechen, stattdessen sollte der Notruf 114 gewählt werden. Weshalb der Mann einsaß, ist zur Stunde nicht bekannt.

Urteil gegen Peter Madsen erwartet

Am Mittwoch soll im Östlichen Landesgericht das endgültige Urteil über Peter Madsen fallen. Der U-Boot-Bauer war vom Stadtgericht in Kopenhagen nach der Misshandlung und Ermordung der schwedischen Journalistin Kim Wall zu lebenslanger Haft verurteilt worden und hatte anschließend Berufung gegen das Urteil eingelegt. Am letzten Prozesstag, am 14. September, war dann kurz vor der Urteilsverlesung einer der Schöffen im Gerichtssaal bewusstlos zusammengebrochen. Woraufhin der Prozess abgebrochen wurde. Vertreter des Gerichts teilten noch am selben Tag mit, dass es dem Schöffen besser gehe und er nicht Lebensgefahr sei. Mit zwei Wochen Verspätung soll der Prozess gegen Madsen nun zu Ende gebracht werden.

Kreditwürdigkeit von Danske Bank herabgestuft

Der Geldwäscheskandal hat Folgen für die Danske Bank: Nach Moody's haben nun auch die Ratingagenturen Standard & Poor's und Fitch die Kreditwürdigkeit des dänischen Geldinstituts herabgesetzt. Der Grund dafür seien die negativen Aussichten durch die nun eingeleiteten Untersuchungen gegen die Bank, schreibt Standard & Poor's laut Ritzau Finans. Die Kreditwürdigkeit ist ausschlaggebend dafür, wie günstig sich die Bank Geld am Kapitalmarkt leihen kann. Umso schlechter das Rating, desto größer wird das Risiko eingeschätzt und umso größer sind damit die Zinsen, die die Danske Bank zahlen muss.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Eine neue Laufbahn“