Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

DN
Apenrade/Aabenraa
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Regierungschef Lars Løkke Rasmussen (Venstre) beim Klimatreffen in Kopenhagen Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix

Weniger Schlachtschweine, Klimaflüchtlinge und ein Wachstumsbericht der Nationalbank: Wissen was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten im Überblick.

Mädchen drohte per Instagram mit Schulschießerei

Ein Mädchen im Teenageralter ist am Mittwoch in Slagelse von der Polizei auf Südseeland festgenommen worden. Sie soll am Dienstagabend ein Foto auf Instagram mit dem Text „Ich bin möglicherweise verantwortlich für die nächste Schulschießerei“ hochgeladen haben. Die Festnahme verlief laut Polizei völlig undramatisch. Das Mädchen war nicht bewaffnet, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

Nationalbank: Auch 2019 weiter Wachstum

Die dänische Nationalbank hat in ihrem neuesten Bericht zur Lage in der dänischen Wirtschaft vor finanzpolitischen Entscheidungen gewarnt, die die Nachfrage weiter anheizen könnten. Die Währungshüter erwarten in diesem Jahr ein Wachstum des Bruttonationalprodukts in Höhe von 1,8 Prozent. Man geht von einem Wachstumsplus in gleicher Höhe auch 2019 aus. Zwar sei der Druck auf dem Arbeitsmarkt wegen freier Stellen gestiegen, die Zahl der Jobs werde sich aber weiter erhöhen.

Løkke: Millionen von Klimaflüchtlinge in Zukunft realistisch

Mehr Überschwemmungen, kräftigere Stürme und Ozeane, die sich verändern. Das sind bloß einige der Szenarien, die laut Klimaforschern in Zukunft möglich sind. Deshalb soll jetzt etwas unternommen werden, erklärt der dänische Regierungschef Lars Løkke Rasmussen (Venstre) bei der Eröffnung des Klimatreffens Climate Planet in Kopenhagen. „Obwohl wir einen schönen Sommer hatten, dürfen wir nicht vergessen, dass die Dürrezeit uns auch einen Denkzettel verpasst hat und ein Indikator dessen, was Klimaveränderung sein kann“, so Løkke. Solche Dürre-Zustände könne in anderen Ländern eine Hungersnot auslösen und Millionen von Menschen zur Flucht veranlassen.

Immer weniger Schlachtschweine im Land

In Dänemark werden immer weniger Schweine geschlachtet. Stattdessen steigt der Export in andere Länder der EU. Die dänische Statistikbehörde Danmarks Statistik legt dar, dass 2017 17,5 Millionen Schweine im eigenen Land geschlachtet wurden. 2004 waren es noch 23 Millionen Tiere. Der Gesamtexport von Schweinen und Schweinefleisch machte 2017 einen Umsatz von 26,2 Milliarden Kronen – rund vier Prozent des dänischen Gesamtexportes. Das macht sich auf dem heimischen Arbeitsmarkt bemerkbar, es gibt immer weniger Angestellte in dänischen Schlachtereien, was jedoch auch mit der Effektivisierung der Anlagen zu tun hat.

2017 wurden 14,2 Millionen Schweine außer Landes gebracht. Die meisten nach Deutschland oder Polen, jedoch auch nach Italien und in die Niederlande. Am 1. Juli 2018 gab es in Dänemark rund 12,9 Millionen Schweine – die meisten davon in Jütland. Davon wachsen 144.000 ökologisch auf, rund 1,1 Prozent.

Neue Analyse: Mehr Schulstunden ergeben bessere Noten

Die Zahl der Schulstunden in den Volksschulen hat einen direkten Einfluss auf die Examensnoten der Abgangsschüler der neunten Klassen in Dänemark. Das zeigt eine neue Analyse im Auftrag der Tageszeitung Politiken. Eine zusätzliche Stunde Mathematik oder Dänisch pro Woche hatte laut Analyse bei den Examensnoten im Durchschnitt ein Plus von 0,21 Notenpunkten ergeben.

„Wir können demnach mit Sicherheit sagen, dass mehr Schulstunden den Schülern letzten Endes zugute kommen“, so Forschungsleiter der Rockwool-Stiftung, Eskil Heinesen.

Autofahrer prahlen mit Wahnsinnsfahrten in den sozialen Medien

Das Phänomen „Snap-Autofahrer“, wo Autofahrer Fotos oder Videos ihrer Fahrten auf soziale Medien, wie beispielsweise auf der Bild-Mitteilungs-App Snapchat teilen, kann auf dem Weg nach Dänemark sein. Das berichtet der Sender Danmarks Radio (DR).

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