Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

Nachrichtenüberblick am Freitag

Nachrichtenüberblick am Freitag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Das sonnige Wetter hält nicht bis zum Wochenende an. Foto: Erik Witsoe/Unsplash

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

 

Mogensen: „Deutsche Minderheit muss gleichgestellt sein“

Kopenhagen/Apenrade Dänemarks Kulturministerin Joy Mogensen (Soz.) will sich dafür einsetzen, dass „wir sicherstellen, dass die deutsche Minderheit mit der Mehrheitsbevölkerung gleichgestellt ist und dass Dänemark seine internationalen Verpflichtungen hinsichtlich der Rahmenkonvention zum Schutz nationaler Minderheiten und der Europäischen Sprachencharta einhält“. Das schreibt Mogensen in einem Kommentar auf Nachfrage des „Nordschleswigers“. In einem aktuellen Bericht des Europarates über Dänemark wird umfangreiche Kritik am Umgang mit Minderheiten im Allgemeinen und der deutschen Minderheit im Besonderen geübt. cvt

 

Coronavirus erstmals auch in Schweden bestätigt

Stockholm Auch Schweden hat seinen ersten Fall des neuartigen Coronavirus. Das Virus wurde bei einer Patientin in Jönköping festgestellt, wie die schwedische Gesundheitsbehörde am Freitag mitteilte. Die Frau habe die Region um die chinesische Millionenstadt Wuhan besucht und sei am 24. Januar in Schweden gelandet. Dabei habe sie zunächst keine Symptome gezeigt, später aber über Husten geklagt. Sie befinde sich in einem Krankenhaus in Jönköping in Isolation. Ernsthaft krank sei sie nicht. In der EU waren Fälle zunächst in Frankreich, Deutschland und Finnland bestätigt worden. Zuletzt kamen bestätigte Funde in Italien und Großbritannien dazu. dpa

 

Coronavirus: Zurückkehrende Dänen sind symptomfrei

Kopenhagen Vier Dänen, die am späten Freitag aus der chinesischen Provinz Hubei zurückkehren, wurden in China untersucht und weisen keine Symptome des Coronavirus auf. Dies teilte Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Soz.) am Freitag auf einer Pressekonferenz im Ministerium für Gesundheit und Alter mit. Die vier Dänen sollen am späteren Freitag am Flughafen Roskilde landen. Insgesamt 15 Dänen werden aus China nach Hause gebracht, wo sich der Coronavirus ausbreitet. Die restlichen 11 werden in den nächsten Tagen nach Hause gebracht. dpa/Ritzau

 

50.000 Hühner mit Vogelgrippe

In einem Bio-Hühnerstall in der Nähe von Sederup südlich von Aalborg müssen 50.000 Hühner getötet werden, nachdem die Vogelgrippe entdeckt wurde. Dies teilte die dänische Veterinär- und Lebensmittelbehörde mit. Nach Angaben der Kommission handelt es sich um eine milde Form der Vogelgrippe, die die Ställe befallen hat. Sie wird nicht als gefährlich für den Menschen angesehen. Das Töten der Tiere verhindert, dass sich der Virus weiterentwickelt, besonders ansteckend wird und andere Tiere oder Menschen befällt. Um die Ausbreitung von Viren zu verhindern, hat die dänische Veterinär- und Lebensmittelbehörde eine Zone mit besonderen Einschränkungen von einem Kilometer um die Ställe eingerichtet.

 

Pandora schließt 53 Geschäfte in China

Das dänische Schmuckunternehmen Pandora schließt aufgrund des Coronavirus 53 seiner 237 Filialen in China. Dies teilte Pandora gegenüber „Finans“ mit. Damit schließt der Schmuckriese jedes fünfte Geschäft in China. Dies sind in erster Linie Geschäfte in der von Viren betroffenen Provinz Hubei, sagt Kenneth Madsen, Asien-Manager von Pandora. China ist laut „Finans“ einer der wichtigsten Märkte von Pandora. In den ersten neun Monaten des Jahres 2019 trug das Land 11 Prozent zum Umsatz bei.

 

Klimasteuer auf Flugreisen

In Schweden und Deutschland gibt es bereits Klimasteuern auf Flugreisen. Laut einer Umfrage sind die meisten Dänen der Meinung, dass es diese auch in Dänemark geben sollte. Die Befragten glauben jedoch nicht, dass eine Klimasteuer sie von Flugreisen abhalten würde. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie von Voxmeter im Auftrag der Nachrichtenagentur Ritzau. In Schweden und Deutschland beispielsweise gibt es Klimasteuern für Flugreisen – je länger die Reise, desto höher die Gebühr. Die Gebühr für eine kürzere Reise in Europa könnte beispielsweise 50 Kronen und für Asien etwa 300 Kronen betragen. Der Klimarat, der über die grüne Umstellung berät, hat vorgeschlagen, dass Dänemark in dieser Frage Schweden und Deutschland folgt.

 

Der Januar ist voraussichtlich der wärmste seit 150 Jahren

Wenn sich die Kalenderseite für die Nacht zum Sonnabend von Januar auf Februar ändert, ist es sehr wahrscheinlich, dass ein neuer Wetterrekord Realität wird: Der Januar 2020 scheint der wärmste Januar-Monat seit 150 Jahren zu sein, wenn man die Durchschnittstemperatur der 31 Tage betrachtet. Dies berichtet der Klimatologe Mikael Scharling des Dänischen Meteorologischen Instituts (DMI). „Der bisherige Rekord aus dem Jahr 2007 lag bei 5 Grad. Jetzt, im Januar 2020, scheinen wir bei einer Durchschnittstemperatur von 5,4 oder 5,5 Grad zu landen“, so Scharling. Es sei ungewöhnlich, einen bisherigen Rekord um bis zu einem halben Grad zu brechen, sagt der Klimatologe. Das dänische Klima ist seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1873 allmählich wärmer geworden.

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