Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Immer mehr Lungenkrebs-Patienten schaffen es, die Krankheit zu besiegen. Foto: Søren Bidstrup / Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Fast 65.000 zukünftige Studierende bekommen Wunsch erfüllt

Am Freitag wurden die Bewerberquoten für die dänischen Hochschulen veröffentlicht. Fast 90.000 Erstsemester gibt es, von denen 81 Prozent ihre Wünsche erfüllt bekommen haben. Erfahren werden sie es jedoch erst in der Nacht zu Sonntag. Genau 64.943 Bescheide gehen in der Nacht zu Sonntag an überwiegend junge Menschen in Dänemark heraus, die sich um einen Studienplatz an einer der Hochschulen des Landes beworben – und ihn bekommen haben. Das hat das Ausbildungs- und Forschungsministerium bekannt gegeben. Minister Tommy Ahlers (Venstre) mahnte die künftigen Studierenden, nicht nur nach guten Noten zu streben, sondern es auch zu wagen, Fehler zu machen.

Beschäftigungsrekord in der Installateursbranche

Die neusten Beschäftigungszahlen der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik zeigen, dass die Installateursbranche boomt wie nie zuvor. 46.657 Arbeitnehmer sind derzeit in ihr beschäftigt, damit ist der bisherige Rekord von 2007 gebrochen, damals lag die Zahl bei 45.586 Personen. Dies sei vor allem den guten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt im allgemeinen zu verdanken, sagt der Direktor der Branchenorganisation TEKNIQ, Niels Jørgen Hansen. Die Unternehmen stellen mehr Auszubildende ein und würde diese häufig aufgrund der guten Auftragslage übernehmen oder sogar noch weitere neue Mitarbeiter suchen, so der Direktor. Soll diese Entwicklung auch in Zukunft so weitergehen, seien seiner Meinung nach allerdings weitere politische Initiativen notwendig, um die Branche attraktiv zu halten.

Eigener Nachrichtendienst für dänische Gefängnisse

Die dänischen Gefängnisse sollen einen eigenen Nachrichtendienst bekommen. Dieser soll eine bessere Risikobewertung von Häftlingen ermöglichen, um deren Gefährlichkeit besser einzuschätzen und so Vollzugsbeamte stärker vor Gewaltangriffen zu schützen. Die Initiative kommt von der Anti-Kriminalitäts-Organisation „Kriminalforsorgen“ und soll nach den Sommerferien dem Parlament vorgelegt werden. Vor allem die hohe Zahl an Bandenmitgliedern ist zunehmend ein Problem.

Kein Rauchverbot beim Smukfest

Die Veranstalter des schwedischen Musikfestivals „Visfestival Holmön“ haben aufgrund der Trockenheit in diesem Jahr für ihre Veranstaltung ein absolutes Rauchverbot ausgestellt. Für das Smukfest in Skanderborg wird es so etwas hingegen nicht geben. Das gab Sicherheitschef Thomas Rydahl am Freitag bekannt. Man werde die Aschenbecher mit Sand und Wasser füllen, um das Brandrisiko so gering wie möglich zu halten. Zudem werde man die Mitarbeiter ganz besonders auf die Einhaltung der Brandsicherheit einstellen, so Rydahl zur Nachrichtenagentur Ritzau. Das Smukfest findet vom 8. bis 12 August statt. Täglich werden rund 55.000 Gäste erwartet.

Mehr dänische Bürger überleben Lungenkrebs

Lungenkrebs gehört sowohl bei Männern als auch bei Frauen in Dänemark zu den am häufigsten auftretenden Krebsformen. Neue der Gesundheitsbehörde zeigen allerdings, dass immer mehr Erkrankte den Kampf gegen den Lungenkrebs gewinnen. In der Zeit zwischen 2002 und 2004 waren noch rund 10 Prozent der Patienten am leben, die fünf Jahre zuvor die Diagnose für den Krebs bekommen hatten. Diese Zahl stieg in der Zeit zwischen 2014 und 2016 auf 19 Prozent – das ist fast eine Verdoppelung.

Anfang der 2000er war nur ein Drittel der Lungenkrebs-Patienten ein Jahr nach der Diagnose noch am Leben – mittlerweile ist es die Hälfte. Laut der Krebshilfeorganisation „Kræftens Bekæmplse“ ist diese Entwicklung vor allem den großen politischen Anstrengungen in dem Bereich seit der Jahrtausendwende zu verdanken.

Drei von vier Arbeitnehmern will nicht mit dem Chef auf Facebook befreundet sein

Nur rund jeder vierte Arbeitnehmer in Dänemark ist mit seinem Chef in Sozialen Medien wie Facebook oder Instagram befreundet. Das zeigt eine neue Untersuchung des internationalen Personaldienstleisters Randstad. Der Grund dafür ist, dass viele immer noch der traditionellen Auffassung sind, dass Privatleben und Arbeit voneinander getrennt sein sollten, meint Arbeitsforscher Søren Schulz Hansen. Dies gelte aber auch für viele Chefs, die nicht möchten, dass ihre Mitarbeiter sehen, was sie in ihrer Freizeit machen.

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