Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Am Billunder Flughafen sind im vergangenen Monat so viele Passagiere abgefertigt worden wie noch nie. Foto: Mogens Juhl / Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Die Börse am Freitag

Am letzten Handelstag der Woche legte die Weltpolitik einen Schatten auf den globalen Aktienmarkt. Der C25 gab um 1,8 Prozent nach und notierte bei 1.118,53. Vor allem die Ankündigung Trumps auf Twitter, chinesische Waren per Zoll zu verteuern, ließ die Stimmung sinken. Dies traf in Dänemark vor allem die Transportaktien. Die Mærsk-B-Aktie fiel um 4,8 Prozent auf 7.332 Kronen; FLSmith gab um 5,2 Prozent nach bei 263,60 Kronen. DSV büßte 3,8 Prozent ein und notierte bei 633 Kronen. Auch DS Norden gehörte mit einem Minus von 4,6 Prozent (97,10 Kronen) zu den Verlierern. Einzig und allein Tryg machte 0,8 Prozent gut (209,80 Kronen).

Hochzeit: 18. August äußerst beliebt

Im August werden in Dänemark die meisten Hochzeiten gefeiert, und insbesondere ein Datum ist bei kommenden Ehepaaren beliebt: Der 18. August. Das zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde. Von insgesamt 5.931 Hochzeiten im August 2018 fielen allein 1.948 auf den 18. August.

Militär untersucht Ölspur vor Langeland

Am Freitag ist eine Ölspur westlich der dänischen Insel Langeland entdeckt worden. Das berichtet das Operationszentrum des dänischen Militärs. „Wir wissen nicht, woher das Öl kommt. Wir untersuchen derzeit die Gegend. Das Öl ist so dünn, dass es nicht die Strände verschmutzen wird”, so der wachhabende Offizier Allan Jydemand Mortensen zur Nachrichtenagentur Ritzau. Aufgrund der geringen Ölmenge geht er nicht davon aus, dass es zu ernsthaften Umweltschäden kommen wird. Die Behörden haben Proben von dem Öl genommen, allerdings könne man bereits jetzt sagen, dass es so wenig Öl sei, dass dieses sich auflösen und verdampfen wird, so Mortensen.

Altinget-Chef fristlos entlassen

Der Direktor des Medienunternehmens „Altinget”, Per Mikael Jensen, ist am Freitag mit sofortiger Wirkung entlassen worden. Wie „Altinget” selbst berichtet, wolle der Vorstand eine neue Unternehmensstrategie verfolgen, bei der ein anderer Direktor im Chefsessel sitzen soll. Der Besitzer von „Altinget” und Vorstandsvorsitzende Rasmus Nielsen fand dennoch lobende Worte für den scheidenden Chef. „Seit Per Mikael Jensen im März 2015 Vorsitzender und im Juli 2017 Direktor geworden ist, haben wir uns sowohl im wirtschaftlichen als auch in Bezug auf den Bekanntheitsgrad verbessert. Dafür will ich mich bei ihm bedanken”, so Nielsen. Der Vorstand rechnet damit, bis zum Herbst einen neuen Direktor präsentieren zu können.

Passagier-Rekord: Flughafen Billund erlebt goldenen Juli

Im Juli sind so viele Passagiere am Flughafen von Billund abgefertigt worden, wie noch niemals zuvor in einem einzelnen Monat. Insgesamt lag die Zahl der abfliegenden und ankommenden Personen bei 424.585. Das berichtet Jysk Fynske Medier. Während im vergangenen Jahr die meisten Urlauber noch an die Strände in Südeuropa flogen, stehen in diesem Jahr Städtereisen hoch im Kurs. Die Zahl der Passagiere in die großen Städte Europas stieg im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent. Der Chef des Billunder Flughafens, Jan Hessellund, erklärt den Anstieg der Passagierzahlen vor allem damit, dass Billund 2019 häufiger als Zwischenziel genutzt wurde.

Verwirrung um EU-Karte verärgert Tausende dänische Touristen

Die blaue EU-Gesundheitskarte bereitet weiterhin vielen dänischen Touristen Probleme. Im vergangenen Jahr haben rund 4.500 Personen einen Rückerstattungsantrag für Arzt-Kosten im Urlaub erstellt, die eigentlich durch die blaue Gesundheitskarte automatisch abgerechnet werden sollten. Das zeigen neue Zahlen der Behörde für Patientensicherheit. 2017 lag die Zahl der Rückerstattungsfälle ähnlich hoch, 2016 waren es rund 4.000. Konsulentin Elisabeth Kjøller nennt verschiedenen Gründe, warum ein Arztbesuch oftmals in einem Rückerstattungsantrag endet. „Dies kann zum Beispiel passieren, wenn man seine blaue Gesundheitskarte vergessen hat oder man sich in einer privaten Klinik hat behandeln lassen. In diesen Fällen wird die Karte manchmal nicht akzeptiert“, so Kjøller zur Nachrichtenagentur Ritzau. 2018 zahlten die Behörden rund 2,7 Millionen Kronen an Rückerstattung an Bürger aus.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Gemeinsinn statt Hygge“