Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

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DN
Apenrade/Aabenraa
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SAS streikt – viele Reisende sind verunsichert. Foto: Philip Divali/ Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Die Börse am Freitag

Rechtzeitig zum Wochenende nahm der C25 fahrt auf und kam aus den Miesen: Zum Handelsschluss gab es ein zuletzt ungewohnt deutliches Plus von 1,5 Prozent auf 1.155,96 Zähler. Für den Gesamtindex immer entscheidend ist es, dass es den Schwergewichten gut geht – und das tat es. Novo Nordisk zum Beispiel legte um 1,3 Prozent auf 327,50 Kronen zu – ganz ohne Eigenverschulden. Der französische Konkurrent Sanofi hatte mit einer positiven Quartalsbilanz geglänzt, was die Anleger im Pharma-Bereich optimistisch stimmte. Auch die Sydbank legte zu, um 2,9 Prozent auf 143,80 Kronen nach schwachem Donnerstag.

Regierung will Einreiseverbote für Irak und Syrien aufheben

Die dänische Regierung will das Einreiseverbot ihrer Bürger in den Irak und in Teile Syriens wieder aufheben. Das gab das Justizministerium am Freitag in einer Pressemitteilung bekannt. Es soll jedoch weiterhin verboten bleiben, in die syrischen Provinzen „Idlib“ und „Dayr AZ Zawr“ zu reisen. Justizminister Søren Pape Poulsen (Venstre) sagte dazu: „ISIL (Islamischer Staat im Irak und in der Levante, Anm. d. Red.) kontrolliert nicht länger das Territorium des Irak und von Syrien, trotzdem gibt es noch Bereiche, wo das islamische Terrornetzwerk existiert und unterstützt wird. Aus diesem Grund wollen wir die Zonen, für die ein Einreise- und Aufenthaltsverbot besteht, anpassen.“

Danske Regioner verheimlicht Bericht

Die Untersuchung über kriminelle psychisch kranke Menschen lag dem Verband der Regionen seit Oktober 2018 vor. Dieser veröffentlichte ihn aber nicht. In dem Bericht heißt es, dass bei 74 Prozent der 218 untersuchten Fälle seit 2016 der beschuldigte psychisch kranke Bürger eine unzureichende Behandlung vor der Tat bekommen hat. Von 13 Morden hätten 11 laut Bericht möglicherweise durch eine bessere Behandlung verhindert werden können. Nun hagelt es massive Kritik aus dem Parlament.

Paludan-Partei hat fast alle Stimmen zusammen

Die Partei „Strammer Kurs“ (Stram Kurs) mit dem Islamfeind Rasmus Paludan an der Spitze ist kurz davor, die benötigten 20.109 Stimmen gesammelt zu haben, die für die Kandidatur bei der kommenden Parlamentswahl nötig sind. Am Freitagmorgen hatte die Partei 17.739 Stimmen zusammen. Das sagten Vertreter des Wirtschafts- und Innenministeriums zu TV2. Die Wahlen zum Folketing finden spätestens am 17. Juni statt. Paludans Partei muss bis mindestens 15 Tage vor dem Wahltermin aufstellungsberechtigt sein. Stram Kurs schreibt auf seiner Homepage, dass es unter anderem für ein Verbot des Islam in Dänemark, den Austritt aus den internationalen Flüchtlingskonventionen, die Ausweisung aller nicht westlicher Personen, die Asyl in Dänemark bekommen haben, und die Ausweisung aller nicht westlichen Personen, die keine dänischen Staatsbürger sind, eintritt.

SAS-Streik: 673 Flüge gestrichen – 72.000 Passagiere betroffen

1.409 Piloten der skandinavischen Fluggesellschaft SAS haben nach gescheiterten Tarifverhandlungen am Freitag ihre Arbeit niedergelegt. 673 Flüge mussten daraufhin gestrichen werden. Rund 72.000 Passagiere sind von dem Streik betroffen. Die Kommunikationschefin von SAS, Karin Nyman, sagte zur Nachrichtenagentur Ritzau, dass man bereit sei, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, ein Erfüllen der Forderungen der Piloten allerdings sehr negative Konsequenzen für das Unternehmen haben werde. Die Piloten fordern neben mehr Lohn auch bessere Arbeitszeiten. Rund 70 Prozent aller SAS fallen aus, die restlichen werden von anderen Flugunternehmen durchgeführt.

Untersuchung: Enormes Windkraft-Potenzial vor der dänischen Küste

Eine neue Untersuchung des Energie-, Forschungs- und Klimaministeriums hat ergeben, dass Dänemark ein enormes Potenzial hat, weitere Windparks zu errichten. Es gebe die Möglichkeit, Parks zu bauen, die Strom für über zehn Millionen Haushalte liefern könnten, sagte Energie-, Forschungs- und Klimaminister Lars Christian Lilleholt (Venstre) der Nachrichtenagentur Ritzau. Die Untersuchung hat ergeben, dass in dänischen Küstengewässern Windkraftanlagen mit einer Gesamtkapazität von 40.000 Megawatt (MW) aufgestellt werden können. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 lag die gesamte Stromproduktion in Dänemark bei 14.368 MW. Die ausgemachten Gebiete liegen hauptsächlich westlich von Jütland, nördlich von Mols und östlich von Skagen.

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Bent Iversen
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