Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

Apenrade/Aabenraa
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Foto: dpa (Symbolfoto)

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Die Börse am Freitag

Am Freitag wurde bekannt, dass der Logistikkonzern DSV sein Angebot für die schweizerische Panalpina von 170 auf 180 Schweizer Franken erhöht hat. Insgesamt wären das 28,1 Milliarden Kronen – und DSV will nicht mehr teilweise mit eigenen Anteilen zahlen. Am Markt kam das neue Angebot gut an, Bargeld lächelt bekanntlich – und es machte sich Hoffnung breit, dass Panalpina annehmen würde. Das geschah vorerst nicht, DSV legte dennoch um 2,3 Prozent auf 535,6 Kronen zu.
Der C25-Index erholte sich langsam von einem schwachen Handelsstart und landete schließlich bei 1.089,62 Zählern (+0,6 Prozent).

„Pflege rund um die Uhr zehrt an den Kräften“

Patienten in Dänemark sind in zunehmendem Maße abhängig von der Pflege ihren Angehörigen. Und immer mehr Angehörige nehmen diese zusätzliche Arbeit auf sich. Das kann im schlimmsten Fall damit enden, dass diese auch ein Pflegefall werden, berichtet die Tageszeitung Kristeligt Dagblad.

Die Universität Aalborg muss sparen

Die Universität Aalborg muss 67 Millionen Kronen einsparen und streicht 107 Stellen. Zudem sollen bestehende Mietverhältnisse gekündigt werden, berichtet DR Nordjylland. Dem Sender zufolge zwingt der Umgewichtsungsbeitrag (omprioriteringsbidrag) der Regierung die Universität zu diesem Schritt. Außerdem wird der Beitrag gekürzt, den die Universität für jeden Studierenden erhält. Rektor Michael Johansen erinnerte in DR Nordjylland daran, dass die Universität 3500 Mitarbeiter habe. Es sei aber klar, dass das Streichen von 107 Stellen Konsequenzen haben werde, so der Rektor. Gekürzt wird vor allem in der gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät. Dort wird das Mietverhältnis vom Juraens Hus gekündigt, zudem werden sieben technische Ausbildungen in Kopenhagen geschlossen. Die Universität Aalborg ist die viertgrößte Universität des Landes hinter Aarhus, Kopenhagen und der Syddansk Universitet.

Facebook nach Skandal: Unsere Lieferanten sollen die Regeln befolgen

Die mit dem Bau eines Facebook-Datencenters in Dänemark beauftragten Bauunternehmen müssen die national geltenden Regeln zu Lohn- und Arbeitsverhältnissen befolgen. Das erklärt Facebook in einer Stellungnahme, nachdem veröffentlicht wurde, dass auf dem Bau südlich von Odense Lohndumping herrschte und mit Steuern gepfuscht wurde. Das berichtete das Gewerkschaftsmagazin Fagbladet 3F. Facebook erklärt jedoch nicht, wie man überprüft, dass die Regeln auch eingehalten werden. „Wir unterstreichen gegenüber den Bauunternehmen von Anfang an, dass sie sich an die Regeln zu halten haben. Und das gilt natürlich auch für deren Subunternehmen“, sagt Facebooks Kommunikationschef im Norden, Peter Münster.

Rekordviele Flugreisende aus dänischen Flughäfen

Die Nachfrage der dänischen Bürger nach Flugreisen ist auch 2018 stetig angestiegen. Insgesamt sind 18,2 Millionen Passagiere von den dänischen Flughäfen verreist. Das sind vier Prozent mehr als im Vorjahr, zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde. 15,1 Millionen Passagiere nutzten den Kopenhagener Flughafen, während 1,8 Millionen aus Billund flogen, so die Behörde.

Lego-Erben teilen die Macht

Die kommenden Lego-Erben, Sofie, Thomas und Agnete Kirk Kristiansen, werden die zukünftigen Eigentümer des Spielzeugherstellers sein. Sie werden nicht, wie ihr Vater Kjeld Kirk Kristiansen, den Besitzt auf eine Person zentrieren. Das berichtet die Wirtschaftszeitung Finans. „Wir haben schon immer gesagt, dass wir drei Besitzer sein werden. In der nächsten Generation werden es gar sechs sein. Das ist ein neues Kapitel in der Firmengeschichte, zu dem wir uns verhalten müssen“, erklärt Thomas Kirk Kristiansen.

Ausländische Studenten hinterlassen weiterhin Schulden

Wenn ausländische Studenten ihr Studium in Dänemark beenden, werden ihre SU-Schulden (Bildungsförderung) bei der Heimreise oft hinterlassen. Um diese Problematik und den anhäufenden Schuldenberg ein für alle Mal zu entfernen, hat die dänische Regierung im vergangenen Jahr eine Reihe von Initiativen zur Geldeintreibung eingeführt. Doch diese sind noch nicht genutzt worden, berichtet der Nachrichtensender TV2.

DSV gibt nicht auf: Angebot erhöht

Der dänische Transportgigant DSV hat das Kaufangebot für das schweizerische Unternehmen Panalpina erhöht. Das berichtet DSV in einer Pressemitteilung. Das erste Angebot vom 16. Januar war eine Zusammensetzung aus Geld und Aktien in Höhe von 26,5 Milliarden Kronen, das von Panalpina abgelehnt wurde. Deshalb hat DSV nun 28,1 Milliarden Kronen für eine Übernahme angeboten.

Zahl der Legionellen-Erkrankungen verdoppelt

In einem Zeitraum von fünf Jahren hat sich die Zahl der Legionellen-Erkrankungen verdoppelt. Das staatliche Seruminstitut tappt bezüglich der Ursache noch im Dunkeln, berichtet der Nachrichtensender TV2. Jüngst wurden im Leitungswasser von 98 Wohnungen in der Nørregade in Aarhus Legionellen-Bakterien festgestellt. Die Krankheit kann zu einer gefährlichen Lungenentzündung mit Fieber, Kopf- und Gliedschmerzen führen, so TV2. „Es ist eine ernstzunehmende Erkrankung. In den meisten Fällen werden erkrankte Personen ins Krankenhaus eingewiesen“, erklärt der Seniorforscher des Seruminstitutes, Søren Uldum.

Polizeiwagen mit Bremsfehlern

Seit mehreren Monaten sind die Streifenwagen in zwei Polizeikreisen von Bremsfehlern betroffen. Das zeigen neue Dokumente der Reichpolizei, berichtet die Fachzeitung Ingeniøren. Die Ursache für die defekten Bremsen soll ein Wartungsfehler in den neuen Werkstätten der Polizei auf Nordseeland und des Polizeikreises im Westen der Hauptstadt Kopenhagen sein. Die Streifenwagen beider Polizeikreise werden beim Autocenter København gewartet. „Es ist lebensgefährlich, wenn die Polizei in ihren Dienstwagen nicht über eine ordentliche Bremskraft verfügt“, erklärt Marianne Steffensen, Abteilungsleiterin für Verkehrssicherheit bei der Straßenbehörde Vejdirektoratet.

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