Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

DN
Apenrade/Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Brüder nutzten öffentliche Büchereien für Betrugsmasche

Zwei bereits im Rahmen der Terrorgesetzgebung verurteilte Brüder sind am Freitag am Sonderburger Gericht zu drei bzw. fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das teilt die Polizei mit. Die beiden sollen sich an Computern in 15 Bibliotheken im Lande illegal Daten verschafft haben. Die fünf Jahre Haft ohne Bewährung wurden gegen den 30-Jährigen ausgesprochen, während sein jüngerer, 26-jähriger Bruder für drei Jahre ohne Bewährung in Haft muss. Der 30-Jährige soll sich über das Internet insgesamt 5,9 Millionen Kronen erschwindelt haben, sein Bruder 2,5 Millionen. Auch in Apenrade und Hadersleben waren die beiden aktiv.

Postnord erneut im Minus

Das Zustellunternehmen Postnord hat erneut empfindliche Verluste erwirtschaftet. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht für 2018 hervor. „Die Briefmengen fallen rapide in Schweden, und sowohl in Schweden als auch in Dänemark muss es einen Dialog darüber geben, wie die Zustellpflicht gestaltet werden soll, wenn die Mengen kleiner und kleiner werden“, so Geschäftsführer Håkan Ericsson in dem Bericht. Insgesamt erzielte Postnord Umsätze von 37,7 Milliarden Schwedenkronen und einen Verlust von 1,1 Milliarden Schwedischen Kronen. Der dänische Teil trug mit lediglich 8,6 Milliarden Schwedischen Kronen zum Umsatz bei und verlor 1,4 Milliarden Schwedische Kronen. Im Vorjahr waren es noch 1,1 Milliarden.

DF will Rechte in Europa vereinen

Nationalkonservative, Autoritäre, Rechtspopulisten – Bezeichnungen für die Parteien, die sich am äußeren rechten Rand in Europa tummeln, gibt es viele. Und auch an Zustimmung mangelt es ihnen dieser Tage nicht. Auf europäischer Ebene geben die Parteien weit rechts der Mitte allerdings bisher kein gemeinsames Bild ab. Der EU-Sprecher der Dänischen Volkspartei, Kenneth Kristensen Berth, will das ändern, berichtet er in „Altinget“. Er setzt darauf, dass sich rechts der großen konservativ-christdemokratischen EVP nach dem Ausscheiden der britischen Abgeordneten eine neue Rechte formiert.

Dänische Bank verliert Kunden

Nach dem Geldwäsche-Skandal rund um die Danske Bank hat das Finanzinstitut 2018 rund 11.000 Kunden verloren. Das geht aus der Jahresbilanz des Unternehmens hervor. Zugleich erwirtschaftete die Bank einen Gewinn von 15 Milliarden Kronen.

Novo Nordisk mit minimalem Anstieg

Der dänische Pharma-Riese Novo Nordisk hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem leichten Umsatzzuwachs abgeschlossen. Das geht aus dem am Freitagmorgen veröffentlichen Geschäftsbericht hervor. Der Umsatz stieg 2018 gegenüber dem Vorjahr um 100 Millionen Kronen auf 111,8 Milliarden Kronen. Der Gewinn nach Steuern wuchs um 500 Millionen Kronen auf 38,6 Milliarden Kronen.

Gewerkschaften und Studierende decken Sparpläne auf

Der Zusammenschluss aus Gewerkschaften und Schüler- und Studierendenverbänden „Uddannelsesalliancen“ hat berechnet, dass bis zum Jahr 2022 mehr als 20 Milliarden Kronen im Bildungssektor eingespart werden. Gemeinsam mit dem gewerkschaftsnahen Institut Arbejderbevægelsens Erhvervsråd wurde berechnet, wie sich die in den vergangenen Jahren verabschiedeten Einsparungen im Bildungswesen in Krone und Öre auswirken. Sana Mahin Doost, Sprecherin der Allianz und ehemalige Sprecherin des Studierendenrates, ist „verärgert“ über die Zahl: „Ausbildung ist etwas, was unser aller Zukunft schaffen soll. Ich komme nicht umhin, mich darüber zu ärgern, dass wir eine Regierung haben, die Ausbildung so wenig priorisiert.“

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