Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Lars Løkke Rasmussen (l.) mit Indiens Premierminister Narendra Modi Foto: Sam Panthaky/Ritzau Scanpix/AFP

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Die Börse am Freitag

Die Pandora-Aktie ist kein Papier für Zartbesaitete: Um 5,7 Prozent stieg der Wert am Freitag auf 275,10 Kronen. Zuvor war es rauf und runter gegangen, am Freitag – und an den Vortagen. Insgesamt verlor das Papier in den vergangenen drei Jahren bereits fast 68 Prozent an Wert. Anders der C25-Index insgesamt, der nach zwei starken Jahren zwar schwächelt, aber auf hohem Niveau – am Freitag schloss er bei 1.044,29 Kronen mit 0,8 Prozent im Plus. Hintergrund, meinen Analytiker: Medienberichte, dass die USA die Strafzölle gegen China ganz oder teilweise zurückrollen. Die Regierung dementierte – der Optimismus blieb.

Løkke: Beziehungen zu Indien aufgetaut

Die dänischen Beziehungen nach Indien, der weltweit größten Demokratie, sind seit nunmehr Jahren festgefroren. Doch damit ist jetzt Schluss, meint der dänische Regierungschef Lars Løkke Rasmussen, der am Freitag das Land im Fernosten besucht. Er freut sich, dass Dänemark und Indien in mehreren Bereichen an einem Strang ziehen. „Anstatt der ganzen losen Enden, haben ich und Modi (Indiens Premierminister, Red.) uns entschieden, die Zusammenarbeit eine Stufe höher zu setzen“, so Løkke zur Nachrichtenagentur Ritzau. Aufgrund des dänischen Waffenschmugglers Niels Holck, der 1995 Waffen an die Rebellen in Westbengalen lieferte und im Nachhinein nicht von Dänemark ausgeliefert wurde, hatten die Beziehungen zwischen Indien und Dänemark einen Bruch erlitten.

Polizei einen Klick entfernt

Seitdem die dänische Polizei vor einem Monat ein neues System eingeführt hat, bei dem Bürger per Mausklick einen Polizeibeamten anfordern können, haben 116 Bürger diesen Service genutzt. Das berichtet die Reichspolizei in einer Pressemitteilung. „Den Service `Bestelle einen Beamten´sehen wir als eine Investition in die Sicherheit der Bürger, weil wir eine Plattform erschaffen haben, wo sie uns direkt kontaktieren können”, so Reichspolizeichef Jens Henrik Højbjerg. Der Service wird insbesondere für Geschwindigkeitskontrollen und den vorbeugenden Einsatz bei größeren Veranstaltungen genutzt.

Nazi-Dokumente: Archivraub größer als bisher angenommen

Der größte Archiv-Raub in der Geschichte Dänemarks mit Materialien aus der Besatzungszeit ist größer als bisher angenommen. Das zeigt ein neuer Bericht der staatlichen Archivbehörde an das Kulturministerium, berichtet die Wochenzeitung Weekendavisen.

Öffentliche Gesundheitsausgaben deutlich gestiegen

Seit dem Jahrtausendwechsel sind die öffentlichen Gesundheitsausgaben in Dänemark gestiegen. Das zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik. Demnach stiegen die Ausgaben seit 2000 mit 69 Prozent auf 182 Milliarden Kronen im Jahr 2017. „Ein gutes Gesundheitswesen ist ein wichtiger Bestandteil einer Gesellschaft. Deshalb ist es auch im Laufe der Jahre bei der Verteilung finanzieller Mittel berücksichtigt worden“, so die Behörde.

Nach Zugunglück: DB Cargo darf wieder Taschenwaggons einsetzen

Nachdem ein Taschenwaggon des Transportunternehmens DB Cargo in ein verheerendes Zugunglück auf der Brücke über den Großen Belt verwickelt war, darf das Unternehmen diesen Waggontyp nun wieder einsetzen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. In der vergangenen Woche wurden Fahrten mit den speziellen Waggons untersagt. Seitdem wurde das Verbot bei mehreren Unternehmen wieder aufgehoben – und nun auch bei DB Cargo.

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