Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Britta Nielsen Foto: Phill Magakoe/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Kinderpornofall: 20-Jähriger verurteilt

Am Freitag hat das dänische Höchstgericht einen nun 20-jährigen Mann zu einer 40-Tägigen Bewährungsstrafe verurteilt. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass er erniedrigende Videos von zwei 15-jährigen Mädchen in den sozialen Netzwerken geteilt habe. Bei einem der Mädchen wurde gar ihr Gesicht gezeigt und ihr voller Name eingeblendet, so das Höchstgericht. Rund 1.000-mal wurde das Video geteilt. Der 20-Jährige wurde deshalb auch beim Sachverhalt der Weiterverbreitung von Kinderpornografie schuldig befunden.

Trinkwasser wird besser geschützt

Das Trinkwasser der dänischen Bürger wird in Zukunft besser gegen Pestizide geschützt. Darauf verständigten sich die Regierung, die Dänische Volkspartei, die Sozialdemokraten, die Radikalen und die Volkssozialisten am Freitag, wie die Umwelt- und Nahrungsmittelbehörde in einer Pressemitteilung berichtet.

Britta Nielsen und Sohn bleiben in U-Haft

Die wegen Veruntreuung staatlicher Gelder inhaftierte Britta Nielsen sowie ihr Sohn verlängern freiwillig ihre Untersuchungshaft. Das berichtet das Kopenhagener Stadtgericht in einer Pressemitteilung. Die Frist der U-Haft läuft am Dienstag aus. Dann wird ein Richter entscheiden, wie lange die beiden Insassen noch inhaftiert bleiben.

Historiker: Geschichtsfilme verzerren die Wahrheit

Im derzeitigen Kinofilm „Christian IV – die letzte Reise“ wird erzählt, dass König Christian IV seine frühere Freundin und Mutter der gemeinsamen Kinder, Kirsten Munk, eingesperrt hat. Doch in Wahrheit hat sie den König verlassen und konnte frei herumlaufen. In der HBO-Serie „Vikings“ werden verschiedene Chronologien und Familienbeziehungen aus dem englischen Mittelalter mit Königen aus der Wikingerzeit zusammengestellt. Das sind Beispiele geschichtlicher Fiktion, die immer populärer werden und laut Historikern ein fehlerhaftes Bild der wahren Geschichte vermitteln, berichtet die Tageszeitung Kristeligt Dagblad. Darüber machen sich viele Geschichts-Dozenten mittlerweile Sorgen.

Thorning in den Vestas-Vorstand

Helle Thorning Schmidt hat ihren Job als Direktorin der Hilfsorganisation Red Barnet gekündigt. Das berichtet die Organisation in einer Pressemitteilung. Stattdessen wird die frühere Staatsministerin ab April einen Platz im Vestas-Vorstand übernehmen. „Es war ein Privilegium, mit engagierten Kollegen auf der ganzen Welt zusammenzuarbeiten und die Organisation zu modernisieren. Ich werde alle vermissen“, erklärt Thorning.

Lilleholt: Mehr Klimaauflagen Gift für die Landwirtschaft

Dem dänischen Klimaminister wird vorgeworfen, nicht genug gegen die Klimabelastung durch die Landwirtschaft zu unternehmen. Doch neue Klimaschutzauflagen könnten schädlich für die gesamte Wirtschaft werden, meint der Minister.

Mehr Konkurse in der Wirtschaft

Auch 2018 mussten zahlreiche Unternehmen in Dänemark ihren Betrieb aufgeben. Das zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde. In zwei von drei Konkurs-Fällen drehte es sich jedoch um Betriebe ohne Angestellte und mit einem Umsatz von unter eine Million Kronen. Trotz allem ist die Zahl der durch Konkurse verlorengegangenen Arbeitsplätze seit 2014 um 30 Prozent gestiegen, so die Behörde. Insgesamt mussten 2018 rund 7.150 Betriebe schließen. Demnach mussten 12.400 Personen sich um einen neuen Job bemühen.

DF erwartet das Aus der Regionen

Beim Treffen des Hauptvorstandes der Regierungspartei Venstre am Freitag soll laut Plan unter anderem die Zukunft der Regionen diskutiert werden. Und Venstres Unterstützerpartei, die Dänische Volkspartei (DF), erwartet, dass diese abgeschafft werden. Das erklärt Liselott Blixt, DF-Sprecherin für Gesundheit, gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau. „Sie (Venstrepolitiker, Red.) haben immer wieder über die Streichung der Regionen gesprochen. Deshalb denke ich, dass wir in Kürze einen Vorschlag dazu vorgelegt bekommen werden“, so Blixt. Die Frage zur Zukunft der Regionen hat bisher intern bei Venstre für viel Wirbel gesorgt. Die Regierungskollegen der Liberalen Allianz und der Konservativen haben, wie DF, schon vorab unterstrichen, dass die Regionen in Zukunft abgeschafft werden sollen, berichtet Ritzau.

15 Schüler mit Tuberkulose

15 Schüler der Sofiendalskolen in Haslev auf Seeland haben sich mit der Krankheit Lungen-Tuberkulose angesteckt. Das berichtet die Tageszeitung Sjællandske. „Im Herbst wurde bei einem unserer Schüler die Krankheit diagnostiziert. Daraufhin haben wir alle Eltern verständigt und forderten diese auf, ihre Kinder zu testen. Ob alle dieser Aufforderung nachgegangen sind, kann ich nicht wissen“, so Schulleiterin Mette Løvbjerg. Tuberkulose kann in seltenen Fällen lebensbedrohlich sein.

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