Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Journalistenpreis für Offenlegung des Geldwäscheskandals

Eva Jung, Simond Bendtsen und Michale Lund haben für die Aufdeckung des Geldwähscheskandales bei der Danske Bank den renommierten Journalistenpreis Cavling erhalten. Ihre Recherchen führten zu anhaltenden Untersuchungen in Dänemark, Estland und den USA. Der Calvingpreis gilt als größte Auszeichnung für journalistische Arbeit in Dänemark. Er wurde erstmals 1944 vergeben.

Anwalt: Zugführer hat ungewöhnliche Funken vor Aufprall bemerkt

„Etwas Großes” ist dem Zugführer des Personenzuges, der am Mittwochmorgen in einem verheerenden Zugunglück auf der Großer-Belt-Brücke verwickelt war, kurz vor dem Aufprall entgegengekommen, so der Anwalt, Torben Koch, gegenüber der Tageszeitung Berlingske. Darüber hinaus seien viele Funken an den Gleisen zu sehen gewesen.

Elbæk: Kein Unterschied zwischen Venstre und Sozialdemokraten

Wenn nach der kommenden Parlamentswahl eine neue Regierung zusammengestellt werden muss, dann könnten die Alternativen mit ihren Mandaten das Zünglein an der Waage sein. Der Parteivorsitzende Uffe Elbæk tut sich jedoch schwer, den Unterschied zwischen einer Venstre-Regierung oder einer von den Sozialdemokraten geführten Regierung zu sehen. „Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich überhaupt keinen Unterschied erkenne kann. Wir werden nicht von vornherein sagen, welche Partei wir unterstützen werden”, so Elbæk zur Tageszeitung Politiken.

Alle Todesopfer identifiziert

Alle acht Todesopfer, die am Mittwochmorgen beim verheerenden Zugunglück auf der Brücke über den Großen Belt getötet wurden, sind identifiziert worden. Das berichtet die Polizei auf Fünen in einer Pressemitteilung. Die Angehörigen seien unterrichtet, so die Polizei. Fünf Frauen und drei Männer im Alter zwischen 27 und 60 Jahren kamen beim Unglück ums Leben.

Zugunglück: Datenschreiber wichtig für Aufklärung

Die beiden Datenschreiber, die sogenannten Black Boxes, können bei der Aufklärung des Zugunglücks am Mittwochmorgen auf der Großer-Belt-Brücke eine wichtige Rolle spielen. Sie werden derzeit aus den beiden betroffenen Zügen demontiert und analysiert, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

Arbeitslosenzahl weiter gesunken

Auch im November fielen die Arbeitslosenzahlen. Das zeigen neuen Zahlen der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik. Demnach fiel die Bruttozahl um 600 Personen auf insgesamt 105.500 Arbeitslose – rund 3,9 Prozent der Bevölkerung. „Seit August 2017 sehen wir einen kontinuierlichen Abwärtstrend bei der Bruttozahl der Arbeitslosen“, schreibt die Behörde.

Umfrage: Rückendeckung für die EU

Dänemark soll nicht wie Großbritannien aus der EU austreten. Das meinen 62 Prozent der dänischen Bürger in einer neuen Gallup-Umfrage, berichtet die Tageszeitung Berlingske. Lediglich 26 Prozent der Befragten seien laut Umfrage für eine Volksabstimmung zur EU-Mitgliedschaft Dänemarks. Grund für eine solch niedrige Zahl der EU-Kritiker ist der Brexit, meint Kasper Møller Hansen, Wahlforscher an der Uni Kopenhagen. „Diese Zahlenverschiebung ist historisch. Seit 1986 lagen die EU-Kritiker und die EU-Befürworter gleichauf“, so Hansen zu Berlingske.

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