Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

Apenrade/Aabenraa
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Foto: dpa

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Die Börse am Freitag

Unter den Wert von 1.000 fiel am Freitag der dänische Eliteindex an der Kopenhagener Börse, nach einer Woche mit ausschließlich verlustreichen Tagen. Der C25-Cap-Index notierte bei 997,93 Kronen. Insgesamt hat der Index in dieser Woche 5 Prozent eingebüßt. Danske Bank kam mit Verlusten von 0,8 Prozent und einem Wert von 128,25 Kronen davon. Jyske-Bank-Papiere fielen um 2,7 Prozent auf einen Handelswert von 229,60 Kronen. Ebenfalls bergab ging es an der Börse für Mærsks-B-Aktien, sie gaben um 1,6 Prozent auf 8.148 Kronen nach. Nordea schloss 0,6 Prozent schwächer und notierte zuletzt bei 55,19 Kronen pro Aktie.

Neue Hotline für Spielsüchtige

Am 2. Januar wird die staatliche dänische Spielaufsicht eine neue Hotline „Stop Spillet“ (Spielstopp) einrichten. Diese soll Spielsüchtigen und deren Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite stehen, berichtet der Nachrichtensender DR. „Der Vorteil bei uns ist, dass wir den betroffenen Personen ein breites Behandlungsangebot anbieten können“, so der Chef der Spielaufsicht, Richard Nørgaard.

Hinrichtungsvideo offenbar echt

Die beiden Studentinnen, deren Leichen am Montag am marokkanischen Atlasgebirge gefunden wurden, sind offenbar gezielt hingerichtet und dabei gefilmt worden. Davon geht derzeit die norwegische Polizei aus, die ein entsprechendes Tötungsvideo untersucht. Bislang gebe es keine Anzeichen, dass das Video nicht echt sei, so die Ermittler. Noch fehlten einige technischen Untersuchungen.

Einzelhandelsverkauf gestiegen

Verglichen mit dem Oktober ist der Verkauf im Einzelhandel im November um 1,2 Prozent gestiegen. Das zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik. Demnach erreicht der Verkauf sein höchstes Niveau seit 2010, so die Behörde. „Der Black Friday spielt natürlich eine große Rolle bei den Verkaufszahlen. Viele Bürger verlegen ihre Oktober- und Dezembereinkäufe auf den Black Friday, um Geld zu sparen“, erklärt Tore Stramer, Chefökonom beim Kreditunternehmen Nykredit.

Weihnachtszeit ist Einbruchszeit

Während viele dänische Bürger zu ihren Familienangehörigen reisen, um ein besinnliches Weihnachtsfest zu verleben, beginnt die Hochzeit für Einbrecher. Zahlen der Reichspolizei zeigen, dass an den Feiertagen vom 24. bis 26. Dezember im Vergleich zum Durchschnitt im Rest des Jahres 73 Prozent mehr Einbrüche stattfinden.

Parlament streicht GPS-Tracking durch Versicherungsgesellschaften

Versicherungs- und Pensionsgesellschaften ist es in Zukunft nicht erlaubt, die Autos von Mitgliedern, die krank sind oder einen Arbeitsunfall hatten, mit einem GPS-Sender auszustatten. Das hat das dänische Parlament kurz vor Weihnachten entschieden, berichtet das Gewerkschaftsmagazin Fagbladet 3F. Bisher haben die Gesellschaften ihre kranken Kunden überwachen können, um herauszufinden, ob diese möglicherweise doch nicht so krank sind, wie sie angeben. Das gesetzliche Verbot soll ab dem 1. Januar 2019 gelten, so 3F.

Vertrauen in Polizei nimmt zu

Seit 2013 und seit 2016 jährlich gibt die Reichspolizei eine Untersuchung in Auftrag, um herauszufinden, wie groß das Vertrauen in die Arbeit der Beamten im Lande ist. In den vergangenen Jahren sank das Vertrauen – doch nun ist die Kurve geknackt. 83,5 Prozent der rund 11.000 Befragten Bürger sagten, dass sie Vertrauen in die Polizei haben, das sind 4,3 Prozent mehr als 2017. Nur noch 15,1 Prozent sagen, dass sie kein Vertrauen in die Polizei haben, 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr.

Millionen für schnellere Bearbeitung von Steuerklagen

Die Parteien im Parlament haben sich darauf geeinigt, 200 Millionen Kronen dafür abzusetzen, dass Rechtsstreitigkeiten mit der Steuerbehörde Skat künftig schneller bearbeitet werden. „Für den einzelnen Bürger und für Unternehmen ist es unangenehm, sich in so einer Situation zu befinden“, so Steuerminister Karsten Lauritzen (Venstre) in einer Pressemitteilung. Er sei froh darüber, dass die anderen Parteien es unterstützen, mehr Ressourcen für den Bereich der Steuerklagen aufzuwenden, damit gewöhnliche Fälle schneller bearbeitet werden können, heißt es weiter. Das Ziel ist es, dass eine Klage künftig nicht länger als 12 Monate Bearbeitungszeit benötigt.

Weniger Bürger leben von der öffentlichen Hand

Die Zahl der Bürger, die von der öffentlichen Hand leben, ist im dritten Quartal 2018 um 8.000 Personen gefallen. Wie neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde zeigen, sind somit derzeit noch 698.500 Menschen von Leistungen des Staates abhängig – 1,1 Prozent weniger als im Quartal zuvor. Seit dem Höchstwert im Jahre 2010 ist die Zahl insgesamt um 145.800 Personen gefallen. SU-Empfänger Zählen in die Statistik nicht mit hinein. Wirtschafts- und Innenminister Simon Emil Ammitzbøll-Bille (Liberale Allianz) freut sich. Zur Nachrichtenagentur Ritzau sagte er: „Die Zahl ist erstmals seit 30 Jahren unter 700.000 gefallen. Beschäftigung auf Rekordniveau und weniger Menschen, die von der öffentlichen Hand abhängig sind, sind eine wirklich positive Entwicklung. Nicht nur für Dänemark, sondern auch für die Menschen, die die Möglichkeit bekommen aktiv am Arbeitsmarkt teilzunehmen.“

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