Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

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Der Nachrichtenüberblick am Freitag

Apenrade/Aabenraa
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Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Kampf gegen IS: Radar bleibt zusätzliches Jahr im Einsatz

Die dänische Regierung hat sich entschieden, den Einsatz einer dänischen Radaranlage im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat um ein weiteres Jahr zu verlängern. Deshalb bleibt die Anlage bis 2020 im Irak stationiert, berichtet das Außenministerium in einer Pressemitteilung. Der IS ist in den vergangenen Jahren aus einer Reihe von Gebieten vertrieben worden, die sie besetzt hielten. Dessen ungeachtet will die Regierung die internationale Koalition im Kampf gegen den IS weiter unterstützen. „Der Einsatz der Koalition hat den IS aus nahezu allen Gebieten zurückgeschlagen. Doch der Konflikt ist nicht beendet“, erklärt Außenminister Anders Samuelsen (Liberale Allianz). Die Terrororganisation sei weiterhin eine Bedrohung für den Irak und Syrien. Der dänische Beitrag zur Bekämpfung des IS besteht aus einer Radaranlage plus 30 Personen.

Milliardenminus: Spielzeuggigant feuert 180 dänische Mitarbeiter

Das Unternehmen Top-Toy, das unter anderem die Spielzeugketten Fætter BR und Toys R Us im Norden betreibt, wird sich in Zukunft neu formieren müssen. Das erklärt das Unternehmen, nachdem es seinen Jahresbericht mit einem Minus von zwei Milliarden Kronen präsentierte. Insgesamt werden 450 Mitarbeiter entlassen, 180 davon in Dänemark. Darüber hinaus sollen 100 noch nicht näher genannte Geschäfte in Deutschland und im Norden geschlossen werden „Es ist uns in der jetzigen Form nicht gelungen, eine wirtschaftlich tragbare Lösung für Top-Toy zu finden. Deshalb müssen wir uns nun grundlegend neu formatieren und optimieren”, erklärt Unternehmensdirektor Per Sigvardsson in einer Pressemitteilung. Top-Toy betreibt 226 Fætter BR und 72 Toys R US Geschäfte in Dänemark.

Trunkenheit am Steuer: Die „Jagd“ beginnt

Seit Donnerstagabend hat die Polizei in Dänemark ihre Suche nach betrunkenen Fahrern im Straßenverkehr verstärkt. Der Grund: In dieser Zeit fangen üblicherweise die traditionellen und feuchtfröhlichen Weihnachtsfeste (Julefrokoste) an, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Daher heißt es im Schreiben des nationalen Verkehrszentrums der Polizei: „Hast du dein Auto mit, dann lass den Schnaps stehen“. „Wir sehen weiterhin, dass Verkehrsunfälle aufgrund von Alkohol am Steuer passieren. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, dass wir insbesondere in dieser Zeit die Kontrollen verstärken“, erklärt Christian Berthelsen, Polizeibeamter beim Verkehrszentrum.

Eltern verbringen mehr Zeit mit Kindern

Zwei bis drei Stunden. So viel Zeit verbringen Eltern im Durchschnitt täglich mit ihren Kindern. Vor zehn Jahren hatten Eltern noch anderthalb Stunden für ihre Kinder abgesetzt. Das zeigt eine neue Analyse der Rockwool-Stiftung, die sich mit der Zeiteinteilung von Eltern in Dänemark beschäftigt haben. Insbesondere die Väter sind mehr mit ihren Kindern zusammen, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

Weniger Arbeitslose im Oktober

Auch im Oktober ist die Zahl der Arbeitslosen in Dänemark gesunken: Denn weitere 200 Personen haben einen Job gefunden. Somit liegt die Gesamtzahl der Arbeitslosen bei 106.400 Bürger in Dänemark, berichtet die dänische Statistikbehörde Danmarks Statistik. Erik Bjørsted, Chefökonom beim Wirtschaftsforschungsinstitut Arbejderbevægelsens Erhversråd (AE), freut sich über die positive Entwicklung bei den Arbeitslosen. „Es ist erfreulich, dass die Arbeitslosenzahlen eine sinkende Tendenz haben. Doch die Tendenz ist längst nicht mehr so deutlich, wie unter früheren Hochkonjunkturen“, so Bjørsted.

Mit 203 km/h durch die 80-Zone

Nach nur drei Monaten musste ein 18-jähriger Autofahrer am Donnerstagabend in Fjerritslev in Nordjütland seinen Führerschein wieder abgeben. Der rasante Grund: Er war in seinem BMW bei erlaubten 80 km/h mit über 200 Sachen unterwegs. Das ist eine Überschreitung von über 100 Prozent. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Neben dem Führerscheinentzug muss der 18-Jährige ein Bußgeld in Höhe von 10.000 Kronen bezahlen.

Wirtschaft weiterhin im Aufschwung

Die dänische Wirtschaft befindet sich weiterhin auf einer wirtschaftlichen Bergfahrt. Auch im dritten Quartal verzeichnete die Wirtschaft des Landes einen Anstieg um 0,7 Prozent. Das zeigen neue Zahlen der Statistikbehörde Danmarks Statistik. Am besten läuft es laut Behörde in der Industrie, beim Handel und in der Transportbranche. Die Landwirtschaft und die Rohstoffgewinnung schneiden im Quartalsbericht schlechter ab.

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