Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Foto: dpa (Symbolfoto)

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten im Überblick.

So viele Jobwechsel wie nie zuvor

Die dänischen Bürger wechseln ihren Job so oft wie nie zuvor. Neue Zahlen der Behörde für Arbeitsmarkt und Rekrutierung zeigen, dass im ersten Halbjahr von 2018 rund 427.993 mal der Job gewechselt wurde. Das ist Rekord und ein Anstieg um 27 Prozent im Vergleich zu 2010, wo die wenigsten Jobwechsel stattfanden, berichtet die Online-Zeitung Avisen.dk. Die meisten Jobwechsel wurden von der Altersgruppe der 20-, bis 29-Jährigen getätigt.

Grenzkontrollen werden verlängert

Am 11. November laufen die derzeitigen Grenzkontrollen an der dänisch-deutschen Grenze aus. Doch nun sind diese um sechs weitere Monate verlängert worden. Grund hierfür sei die anhaltende Terrorbedrohung, berichtet das Ausländer- und Integrationsministerium.

Nach Schwindel in der Sozialbehörde: Sozialdemokraten wollen Millionen für sozial Benachteiligte absetzen

Die Sozialdemokraten möchten 111 Millionen Kronen für sozial benachteiligte Bürger absetzen. Das entspricht genau dem Betrag, den eine frühere Mitarbeiterin von den Sozialbehörden gestohlen hat. Die Sprecherin für Sozialpolitik der Sozialdemokraten, Pernille Rosenkrantz-Theil, sagte zur Nachrichtenagentur Ritzau: „Für uns ist es wichtig, dass die sozial benachteiligsten Bürger das Geld bekommen, was wir für sie abgesetzt haben. Sie sollen nicht darunter leiden, dass der Diebstahls-Alarm in der Sozialbehörde nicht funktioniert hat.“ Unterstützung für ihr Vorhaben erhalten die Sozialdemokraten auch von der Sozialistischen Volkspartei.

Sozialbehörden zeigen drei Vereine bei der Polizei an

Die dänischen Sozialbehörden haben drei freiwillige Vereine wegen Betruges bei der Polizei angezeigt. Das gab die Behörde am Freitag in einer Mitteilung bekannt. Die Vereine haben von 2014 bis heute Gelder für insgesamt 25 verschiedene Projekte im Kinder- und Sozialbereich erhalten. Die Mittel stammen aus den Geldtöpfen für freiwillige soziale Arbeit (PUF), für besondere soziale Ziele, und Sommerferienhilfe. Einer der Vereine erhielt von 2014 bis 2017 circa 2,2 Millionen, der zweite von 2015 bis 2017 rund 1,2 Millionen und der dritte Verein von 2017 bis 2018 knapp eine Million Kronen von den Behörden. Die Vereine wurden am 8. Oktober bei der Polizei in Kopenhagen angezeigt. Diese soll nun untersuchen, ob sie wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder angezeigt werden können. Um welche Vereine es sich handelt, will die Polizei nicht bekannt geben.

Steuerschulden der Bürger wachsen um Milliarden

Seit 2013 sind die Steuerschulden der dänischen Bürger ununterbrochen angestiegen. Gegen Ende 2017 lagen die Gesamtschulden bei 72,3 Milliarden Kronen. Umgerechnet bedeutet dies, dass alle dänischen Bürger über 15 Jahren Schulden von rund 15.000 Kronen haben, so die dänische Statistikbehörde Danmarks Statistik. 2013 lagen die Gesamtschulden noch bei 43,2 Milliarden Kronen. Allein zwischen 2016 und 2017 stiegen die Schulden um 6,4 Milliarden Kronen, so die Behörde.

Billund mit neuem Vergnügungspark

Laut der Wirtschaftszeitung Finans werden die beiden Vergnügungsparks Lalandia und Legoland in Billund in naher Zukunft einen Konkurrenten bekommen. Gegen 2022 soll dort ein auf rund 300.000 Quadratmetern großer Vergnügungspark entstehen. Birgitte Gram, Direktorin der Gesellschaft Gram & Jeppesen Group, die mit dem Projekt beauftragt wurde, erklärt, dass der Park mit Attraktionen ausgestattet wird, „die keiner zuvor in Europa gesehen hat.” Zudem sollen ihr zufolge auch ein größeres Hotel und Parkanlagen entstehen.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Verschenkte Steuergelder “