Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

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Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Dansk Kyst- og Naturturisme

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Neue Absprache soll Immobilienspekulanten stoppen

Kopenhagen Nach harten Auseinandersetzungen im sogenannten „roten Block“ im Folketing steht eine Mehrheit für die lang erwartete Wohnraum-Absprache. Die sozialliberale Radikale Venstre gehört nicht zu den Parteien, die das Paket mittragen. Das steht seit Donnerstagabend fest, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Kernpunkt der Absprache ist eine Regelung, die Vorsieht, dass Immobilienbesitzer Mieten frühestens fünf Jahre nach erfolgter Renovierung anheben dürfen. Dadurch sollen vor allem multinationale Immobilienspekulanten getroffen werden, die im Raum Kopenhagen Mietwohnungen aufkaufen und die Mieten anheben. cvt

 

Kulturministerin: Zusagen für „Grenzgenial“ und Sozialdienst

Kopenhagen Dänemarks Kulturministerin Joy Mogensen (Soz.) hat am Donnerstag bei einem Treffen mit Vertretern der deutschen Minderheit in Kopenhagen die Zusage gegeben, das Projekt „Grenzgenial“ finanziell abzusichern. Die digitale Deutsch-Lern-Plattform war eine Initiative der Vorgängerregierung im Rahmen der Deutschland-Strategie. Nach einem Jahr wurden, gegen den Protest des Deutschlehrer-Verbandes, die Mittel nicht verlängert. Nun solle eine dauerhafte Lösung gefunden werden, so Mogensen laut Hinrich Jürgensen, Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger, am Donnerstag. Auch für die Zuwendungen für die Sozialarbeit in der Minderheit strebe die Regierung eine Lösung an, hieß es aus Kopenhagen. cvt

 

Für den Klimaschutz: Urlaub in der dänischen Ferienwohnung

Dänen sind sich bei der Wahl eines Urlaubsziels zunehmend der Nachhaltigkeit bewusst. Dies kommt der dänischen Ferienvermietung zugute, die im Jahr 2019 einen vorläufigen Anstieg der Übernachtungszahlen um 5,4 Prozent verzeichnete. Dies schreibt der dänische Küsten- und Naturtourismus in einer Pressemitteilung. „Es hat immer Dänen gegeben, die in Dänemark Urlaub gemacht haben. Die große Veränderung besteht darin, dass Urlaub im Heimatland anderen Menschen ein Signal gibt, dass sie politisch korrekt handeln, sich der Nachhaltigkeit bewusst sind und verstehen, dass der Klimakampf mit dem eigenen Verhalten beginnt“, erklärt Bodil Stilling Blichfeldt, Tourismusforscher von der Süddänischen Universität. In den ersten elf Monaten des Jahres 2019 gab es in den Ferienhäusern des Landes insgesamt 5.143.822 Übernachtungen, ein Plus von 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

 

Die Arbeitslosenquote ist weitgehend unverändert

Die Arbeitslosenquote in Dänemark ist seit fast einem Jahr nicht mehr gestiegen. Das zeigen Zahlen von Danmarks Statistik, die am Donnerstag vorgestellt wurden. Von November bis Dezember ist die Zahl um rund 100 auf 104.300 gesunken. Es entspricht im Wesentlichen dem Status quo. Da sich auch die Zahl der Beschäftigten – die Zahl der auf dem dänischen Arbeitsmarkt verfügbaren Personen – nicht wesentlich verändert hat, liegt die Arbeitslosigkeit bei 3,7 Prozent.

 

Postnord: Sparplan weist auf Millionendefizit

Obwohl im vergangenen Jahr Fortschritte zu verzeichnen waren, weist der dänische Teil von Postnord im Jahr 2019 ein Defizit von 64 Millionen Kronen auf. Die Ergebnisse stammen aus einem großen Sparplan, der in den vergangenen Jahren umgesetzt wurde. Die Post hat Milliarden für die Entlassung von Tausenden Angestellten ausgegeben, die in vielen Fällen als Beamte beschäftigt waren. In den vergangenen Jahren hat sich Postnord in Dänemark von über 10.000 Mitarbeitern getrennt – mittlerweile sind es nur noch 6000 Mitarbeiter. Die Post steht wegen des Rückgangs des Briefgeschäftes unter Druck. So ist die Anzahl der Briefe in den vergangenen zehn Jahren um 75 Prozent gesunken. Heute liegt der Schwerpunkt auf der Zustellung von Paketen.

 

Lars Løkke wird Berater in einer Anwaltskanzlei

Der frühere Staatsminister Lars Løkke Rasmussen (Venstre) wird als Rechtsberater der Anwaltskanzlei Gorrissen Federspiel fungieren. Dies teilte die Anwaltskanzlei mit. Er wird seine neue Position am 15. April antreten. Lars Løkke Rasmussen behält jedoch seinen Sitz im Folketing. So wird die Arbeit für Gorrissen Federspiel zu einer Teilzeitbeschäftigung. Lars Løkke Rasmussen ist selbst ausgebildeter Anwalt. Er verließ das Amt als Vorsitzender der rechtsliberalen Partei Venstre am 31. August, während Parteimitglied Kristian Jensen als stellvertretender Vorsitzender zurücktrat.

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