Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

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DN
Apenrade/Kopenhagen
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Transportminister Benny Engelbrecht denkt über teurere Flugtickets in Dänemark nach. Foto: Mads Claus Rasmussen / Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Chancengleichheit in Dänemark

Laut einer Studie der Weltbank ist Dänemark eines von sechs Ländern weltweit, in denen Frauen und Männer vor dem Gesetzt gleichberechtigt sind. Der Report „Women, Business and the Law 2019“ hat mithilfe von acht Indikatoren 187 Volkswirtschaften bewertet. Anhand eines Indexes wurden über einen Zeitraum von zehn Jahren Daten von Frauen untersucht. Dänemark, Schweden, Belgien, Frankreich, Lettland und Luxemburg erreichten 100 Punkte und garantieren Frauen somit per Gesetz absolute Gleichberechtigung.

Telia verliert Tausende Kunden

Im zweiten Quartal 2019 hat der Telekommunikationskonzern Telia rund 5.000 Kunden in Dänemark verloren. Im Laufe eines Jahres gingen somit rund 18.000 Kunden in Dänemark verloren. Das geht aus der Halbjahresbilanz des nordischen Unternehmens hervor. Zugleich sind jedoch die Kunden, die bei Telia geblieben sind, für das Unternehmen lukrativer geworden. Im ersten Halbjahr 2019 wurde ein Betriebsgewinn (also ohne Zinsen, Steuern usw.) von 335 Millionen Kronen erwirtschaftet. Telia ist der drittgrößte Telekommunikationsanbieter in Dänemark mit 1,44 Millionen Kunden. Konkurrent Telenor, zweitgrößter Anbieter mit 1,7 Millionen Kunden, hatte am Dienstag mitgeteilt, 12.000 Kunden im ersten Halbjahr verloren zu haben. Der viertgrößte Anbieter „3“ mit 1,39 Millionen Kunden, hat im selben Zeitraum 30.000 Kunden hinzugewonnen. Die Halbjahresbilanz von Marktführer TDC liegt noch nicht vor.

Danske Bank macht weniger Gewinn

Die dänische Großbank Danske Bank hat im ersten Halbjahr 2019 einen Gewinn von sieben Milliarden Kronen nach Steuern eingefahren. Ein Viertel weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Das zeigt die Halbjahresbilanz des Unternehmens. Ursächlich für den Gewinnrückgang seien unter anderem das niedrige Zinsniveau und Ausgaben für „Compliance“, also die Abteilung, die dafür sorgt, dass die geltenden Regeln eingehalten werden. Die Danske Bank war mit ihrer Filiale in Estland, laut dem damaligem Gewerbeminister Rasmus Jarlov (Kons.) in einen der „größten Geldwäscheskandale der Weltgeschichte“ verwickelt. Seither haben viele Kunden die Bank verlassen, so auch im vergangenen Halbjahr. 13.600 Privatpersonen haben die Bank zwischen Jahreswechsel und Juli verlassen.

Regierung denkt über Flugticket-Steuer nach

Transportminister Benny Engelbrecht (Soz.) hat mitgeteilt, dass die Regierung erwägt, Steuern auf Flugtickets zu erheben, um die Klimaziele von Regierung und Unterstützerparteien erreichen zu können. Bis 2030 sollen Treibhausgas-Emissionen in Dänemark um 70 Prozent reduziert werden. Es gebe mehrere Schrauben, an denen gedreht werden könne, so der Sonderburger zu Danmarks Radio. Noch prüfe die Regierung, wie genau eine Besteuerung von Personenflügen umgesetzt werden könne. Vor der Wahl hatten die Sozialdemokraten sich noch gegen die Besteuerung von Flügen ausgesprochen.

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