Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

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DN
Apenrade
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Rasmus Paludan in Christiania Foto: Thomas Sjørup/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

„Nazischwein“ hat keine Konsequenzen

Rasmus Paludan, Gründer der islamfeindlichen Partei Stram Kurs, hat am Mittwochabend die ehemalige Ministerin und jetzige Generalsekretärin von Red Barnet, Mimi Jakobsen, „Nazischwein“ genannt. Die Äußerung fiel, als Jakobsen die Rhetorik Paludans als zerstörerisch bezeichnete, eine Rhetorik, die sie an die 30er Jahre erinnere, so Jakobsen. Paludan beschuldigte sie daraufhin, die Dänen zu hassen, danach fiel das Wort „Nazischwein“, was nach Ansicht von Juraprofessor Sten Schaumburg-Müller von der Syddansk Universitet eine strafbare Handlung sein könnte – aber nicht muss. Der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge wird Jakobsen die Sache auf sich beruhen lassen. Sie dachte, man könne solche gemeinen Dinge bei der Polizei anzeigen, schrieb Jakobsen auf Facebook, sei aber eines Besseren belehrt worden. Sie müsse selbst dagegen vorgehen, und ihr Rechtsbeistand sei der Auffassung, dass man einen solchen Fall auch verlieren könne.

Kopenhagen: Mord am Nachmittag auf offener Straße

Nachdem in Kopenhagen ein 39-Jähriger auf offener Straße erschossen wurde, hat die Polizei nur vier Hinweise zum Täter erhalten, meldet die Nachrichtenagentur Ritzau. Am Dienstagnachmittag stieg in der Helgolandgade ein maskierter Mann aus einem Audi A4 und feuerte aus kürzester Distanz mehrere Schüsse auf das Opfer ab. Unter den Zeugen war auch die schwangere Frau des Getöteten. Das Auto wurde wenig später in Sengeløse bei Taastrup ausgebrannt aufgefunden. Das Motiv ist der Polizei zufolge unklar; sie geht davon aus, dass das Opfer gezielt getötet wurde.

Wammen vertritt weiterhin Frederiksen

Nicolai Wammen, politischer Sprecher der Sozialdemokraten, wird bis auf Weiteres die Parteichefin Mette Frederiksen vertreten, die seit Sonnabend mit starken Magenschmerzen das Bett hütet. Er werde weiterhin Frederiksen vertreten, bis diese wieder gesund sei, so Wammen zur Zeitung „B.T.“. Er hoffe, sie erhole sich bald, denn er wisse, dass sie gern mit den Dänen auf der Straße diskutieren wolle, so Wammen.

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