Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Femern A/S darf nun auch auf deutscher Seite vorbereitend bauen

Wie das Unternehmen Femern A/S mitteilt, hat die zuständige schleswig-holsteinische Behörde dem Unternehmen die Genehmigung erteilt für einige vorbereitende Arbeiten zum Bau des Fehmarnbelt-Tunnels bei Puttgarden auf Fehmarn. Somit können neben Femern A/S auch der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr bereits arbeiten, während Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss verhandelt werden. Wie Claus F. Baunkjær, Vorstandschef von Femern A/S erläutert, handelt es sich insbesondere um Umweltschutzmaßnahmen. Die Arbeiten sollen auch sicherstellen, dass Femern A/S den Bau Tunnels beginnen kann, sobald die Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig abschließend verhandelt sind – und positiv für das Unternehmen ausfallen. Auf dänischer Seite wird zurzeit die Baustelle bei Rødbyhavn auf der Insel Lolland vorbereitet. In diesem Jahr beginnt dort der Bau des Arbeitshafens, wo die Materialien für den Bau der Tunnelelementfabrik angelandet werden.

Piloten sehen Einigung näherrücken

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS verhandelt am Donnerstag am zweiten Tag in Folge mit ihren Piloten über die Arbeitsbedingungen. Letztere sehen laut Nachrichtenagentur Ritzau eine Einigung näherrücken. Infolge des Pilotenstreiks wurden rund 4.000 Flüge seit dem 26. April abgesagt, als die Verhandlungen gestoppt wurden. Mehr als 380.000 Passagiere sind bis jetzt betroffen. Die Piloten fordern mehr Lohn und eine bessere Vorhersehbarkeit ihrer Dienstpläne, die viele der Piloten 14 Tage im Voraus kennen. Diese Zeitspanne ist den Piloten zu kurz.

Beschäftigungsminister will gegen Sozialbetrug vorgehen

Wer in Dänemark Arbeitslosengeld bezieht, muss Flugreisen in die Ferien anmelden. Die Ferienzeit wird von der staatlichen Hilfe abgezogen, da die Personen dann nach Ansicht des Staates nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Seit 2018 werden an den Flughäfen, nach einigen Jahren Pause, wieder Kontrollen durchgeführt – 27 im vergangenen Jahr, durchgeführt von der Flughafenaufsicht (Lufthavnstilsyn). Das Ergebnis: 183 Arbeitslose müssen insgesamt 4,7 Millionen Kronen an den Staat zurückzahlen. Allein zwei Personen stehen der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge für insgesamt 1 Million Kronen. Beschäftigungsminister Troels Lund Poulsen tadelt das Verhalten der Erwischten und freut sich über den Erfolg der Aufsichtsbehörde, deren Einsatz auf Wunsch der Regierung im Jahr 2019 weiter erhöht wird.

Mehr lesen

Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Erneuerung und Tradition“

Leserbrief

Henrik Rønnow
„Urimelige besparelser“