Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Rekordjahr für die Landwirte, Tunnel-Verträge verlängert und E45-Teilstück bald fertig: Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Drohung im Netz führte zu Polizeieinsatz in Holstebro

In einem Chatforum hat ein Mann eine Drohung mit einem Bild von sich und einer automatischen Schusswaffe untermauert. Dies führte zu einer größeren Polizeiaktion in Holstebro. Der Tipp kam von Kollegen aus Deutschland. Die dänische Polizei durchsuchte die Wohnung des 22-Jährigen und fand die Waffe. Wie sich herausstellte, handelte es sich um eine Druckluftwaffe, die jedoch einer „echten“ sehr ähnelt. Der Mann befindet sich auf freiem Fuß, muss sich aber wegen Bedrohung verantworten.

Marine-Kapitän zahlte mit öffentlichen Mitteln im Stripklub

Ein feuchtfröhlicher Abend auf Malta kommt dem ehemaligen Chef des dänischen Kriegsschiffes Absalon teuer zu stehen: In zweiter Instanz ist er am Donnerstag in Kopenhagen zu 20 Tagen Haft auf Bewährung verurteilt worden, weil er in einem Stripklub auf Malta mit Geldmittel der dänischen Streitkräfte bezahlte. In erster Instanz war der 51-Jährige noch zu 60 Tagen Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Richter des Landgerichtes folgten somit der Erklärung des Kapitäns weiter, als dies die Kollegen am Stadtgericht taten. In der Nacht zum 23. November 2016 hatten der Verurteilte und seine Besatzung den Abschluss ihrer Anti-Terror-Mission im Mittelmeer in La Valetta gefeiert. Mit 17.325 Kronen wurde in dieser Nacht die auf die Streitkräfte laufende Kreditkarte des Kapitäns im „Stiletto Gentlemen's Club“ belastet. Das Landgericht nahm dem Mann nun ab, dass er nur für drei von vier der Transaktionen verantwortlich sei – also einen Anteil für 7.000 Kronen. Jemand habe seine Karte ohne sein Wissen genutzt, so die Erklärung des Kapitäns.

„Folkemødet“ auf Bornholm hat begonnen

Zum achten Mal treffen sich in Allinge auf Bornholm dieser Tage ganz normale Bürger mit Führungspersönlichkeiten aus allen Gesellschaftsbereichen – vor allem aus der Politik. Jedes Jahr ist das „Volkstreffen“ Austragungsort kontroverser Debatten und kreativer Proteste. Insgesamt werden mindestens 100.000 Besucher erwartet.

Neue Studie: Bahnfahrer sind zufrieden

Wenn die Züge an den Bahnsteigen in Dänemark anhalten, dann steigen meistens zufriedene Kunden aus. Denn ganze 84 Prozent sind wunschlos glücklich mit ihrer Reise. Das zeigt eine neue Kundenzufriedenheitsanalyse der Verbraucherschutz-Organisation Tænk. Im Vergleich zum vorherigen Jahr ist die Zufriedenheit gar um zwei Prozentpunkte gestiegen.

Sechspurige Autobahn zwischen Skanderborg und Aarhus bald frei

Der Ausbau der „Lebensader Jütlands“ – der Autobahn E45, soll am Montag, 19. Juni, soweit abgeschlossen sein, dass alle sechs Spuren zwischen Skanderborg N und Aarhus S freigegeben werden können. Das berichtet Transportmagasinet.dk. Der Abschnitt wird zunächst nur mit Höchstgeschwindigkeit 110 km/h befahrbar sein, erst im Herbst 2019 wird dann der Belag endgültig fertiggestellt und die Geschwindigkeitsgrenze auf 130 km/h angehoben.

Fehmarnbelt-Verträge verlängert

45 Millionen Kronen (mehr als 6 Millionen Euro) kostet es, die Verträge mit dem größten Subunternehmer-Konsortium für den Bau der festen Fehmarnbelt-Querung um ein Jahr bis Ende 2020 zu verlängern. Das geht aus einer Pressemitteilung des dänischen Ministeriums für Transport, Bau und Wohnen hervor. Der Vertrag zwischen der staatlichen Planungs- und Baugesellschaft Femern A/S und dem Konsortium bedeute nicht, dass sich der Bau weiter verzögern wird, schreibt das Ministerium – und dies, obwohl der Vertrag deshalb ausgehandelt wurde, „um dem Bedarf der deutschen Behörden nach zusätzlicher Zeit für die behördliche Genehmigung nachzukommen“, so das Ministerium.

Zwei von drei Bürgern haben wenig vertrauen in die Politiker

Eine neue Umfrage zeigt, dass die dänischen Bürger den Politikern ihres Landes nicht vertrauen. Die Politiker haben ein Problem, meint ein Fraktionsvorsitzender.

2017 Rekordjahr für dänische Bauern, aber..

Nun hat Danmarks Statistik (DS) es bestätigt: 2017 war wegen der guten Preise für Schweine und Milch ein ökonomisch gutes Jahr für die dänischen Landwirte. Eine gute Ernte trug auch dazu bei, während die Kosten nach Angaben der Statistiker gleichzeitig rückläufig waren: Die beste Ökonomie seit Jahren, heißt es bei DS.

Das sogenannte Bruttofaktoreinkommen betrug 31,5 Milliarden Kronen und war nur 2012 ein wenig höher wegen extrem hoher Nerzpreise. Das 2017-Ergebnis war aber 10,1 Milliarden Kronen oder 47,2 Prozent höher als 2016. Das gibt vielen einen Puffer, den sie möglicherweise brauchen werden, da die Ernte 2018 aktuell auf den Feldern zu vertrocknen droht.

Umfrage: Thulesen der Mächtigste in Dänemark

Weder Regierungschef Lars Løkke Rasmussen (Venstre) noch seine 21 Minister sind die machtvollsten Politiker in Dänemark. Jedenfalls nicht, wenn die dänischen Bürger danach befragt werden, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Denn eine neue Voxmeter-Umfrage im Auftrag Ritzaus zeigt, dass 48,2 Prozent der Befragten meinen, dass der Parteichef der Dänischen Volkspartei (DF), Kristian Thulesen Dahl, der mächtigste Mann auf Christiansborg ist.

1.644 dänische Bürger kamen bei der vergangenen Grippewelle ums Leben

In der vergangenen Grippewelle starben 1.644 gesundheitlich schwache Bürger. Das sei eine ungewöhnlich hohe Zahl und die höchste seit acht Jahren, berichtet das staatliche Seruminstitut. Insgesamt wurden 56.113 Bürger untersucht. Davon hatten 16.093 Personen einen der beiden Typen (A,B) vom Grippevirus.

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