Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

Apenrade/Aabenraa
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Pia Kjærsgaard Foto: Tariq Mikkel Khan/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Dänen verbringen weniger Zeit bei Facebook

2018 ist für Facebook ein schlechtes Jahr in Dänemark gewesen. Deutlich weniger Bürger in Dänemark haben sich im vergangenen Jahr täglich in dem sozialen Netzwerk aufgehalten. Das berichtet die Medienforschungsabteilung von Danmarks Radio in ihrem Bericht „Medieudviklingen 2018“. Demnach sind es vor allem junge Menschen zwischen 12 und 24 Jahren, die weniger Zeit bei Facebook verbringen.

„Während in dieser Altersgruppe im Jahr 2017 noch 81 Prozent täglich bei Facebook waren, ist die Zahl im vergangenen Jahr auf 73 Prozent gesunken“, schreiben die Medienforscher Dennis Christensen und Henrik Gregor Knudsen in dem Bericht. Aus diesem geht weiter hervor, dass 77 Prozent aller Bürger in Dänemark mindestens einmal im Monat in dem sozialen Medium unterwegs sind, während 63 Prozent es täglich nutzen. Beide Angaben fielen laut Forscher im Vergleich zum Vorjahr „um ein paar Prozentpunkte“.

Polizei: Zugopfer sind mit hoher Wahrscheinlichkeit alles Dänen

Die Polizei von Fünen geht „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ davon aus, dass sich unter den acht Todesopfern des Zugunglückes auf der Brücke über den Großen Belt keine ausländischen Staatsbürger befinden. Das gab sie am Donnerstagnachmittag bekannt.

Nichtsdestotrotz kann die Polizei derzeit immer noch nicht mehr über die Identität der Toten sagen – lediglich, dass es sich um drei Männer und fünf Frauen handelt. Sie sei sich bei vier Personen sehr sicher und habe bei weiteren vier eine Vermutung, um wen es sich bei diesen handele, so die Polizei in einer Pressemitteilung.

Kjærsgaard gegen Fake News

Die Mitglieder des dänischen Parlamentes sollen sich und ihre Kollegen besser vor Hackern vor der kommenden Folketingswahl schützen. Das meint die Parlamentsvorsitzende Pia Kjærsgaard (DF) in einer Debatte in der Online-Zeitung Altinget. Sie hat die Fraktionsvorsitzenden dazu aufgefordert, eine sogenannte Gentleman-Vereinbarung einzugehen. Darin sollen sich die Abgeordneten im Falle, dass sie gehackt werden, gegenseitig informieren. „Ziel ist es, gemeinsam Front gegen diejenigen zu machen, die persönliche Daten politisch verwenden“, so Kjærsgaard.

Nach Zugunglück: Zugfahrt bei Sturm wird untersucht

Nach dem verheerenden Zugunglück am Mittwochmorgen auf der Brücke über den Großen Belt haben die Ermittlungen zur Unfallursache Fahrt aufgenommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

Erste Einschätzungen vom Tatort deuten darauf hin, dass ein leerer Lkw-Trailer von starken Windböen erfasst und in den entgegenkommenden Personenzug geschleudert wurde. Dabei wurden acht Menschen getötet. Es können aber Monate verstreichen, bis die Unfallursache geklärt sein wird, meint der Unfallermittler, Bo Haaning.

Mehr Bürger rauchen

Zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten ist die Zahl der Raucher in Dänemark gestiegen. Das zeigt eine neue Analyse der Gesundheitsbehörde. Wo 2016 noch 21,1 Prozent der Bevölkerung rauchte, stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 23,1 Prozent. „Das ist eine Katastrophe“, erklärt Niels Them Kjær, Projektleiter bei der Anti-Krebsorganisation Kræftens Bekæmpelse. „In Zukunft werden wir viele Bürger haben, die Krebs bekommen werden“, so Kjær. Aufgrund des Rauchens sterben ihm zufolge jährlich 5.000 Personen in Dänemark an Krebs.

Zahl der Todesopfer gestiegen

Weitere zwei Personen sind nach dem verheerenden Zugunglück auf der Brücke über den Großen Belt am Mittwochmorgen verstorben. Das berichtet die Polizei von Fünen am Donnerstagmorgen in einer Pressekonferenz. Zunächst waren sechs Personen beim Unglück ums Leben gekommen. „Doch unsere Untersuchungen im Laufe der Nacht haben leider ergeben, dass zwei weitere Personen beim Unglück getötet wurden“, erklärt Polizeirat Arne Gram. Die Todesopfer verteilen sich auf drei Männer und fünf Frauen, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

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