Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

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Kopenhagen
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Am Kopenhagener Flughafen wurden 2018 so viele Passagiere abgefertigt wie noch nie. Foto: Bettina Garcia/ Ritzau-Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Umtauschwelle nach Weihnachten

Nach den Feiertagen beginnt das große Umtauschen – denn nicht jedes Geschenk war ein Volltreffer. Doch die Regeln und Rechte sind unterschiedlich, je nachdem, wo eingekauft wurde. Wenn es Waren sind, die im Geschäft eingekauft wurden, muss man sich bewusst sein, das es kein grundsätzliches Recht auf Umtausch gibt. Die Geschäfte können alle selbst entscheiden, ob sie es machen oder nicht. Ist das Geschenk hingegen innerhalb der EU im Internet gekauft worden, gelten klare Regeln: Die Ware kann, wenn sie vollkommen intakt ist, innerhalb von 14 Tage umgetauscht werden.

Dänen schauen lieber alleine fern

Das sogenannte gemeinschaftliche Fernsehen ist 2018 auf dem niedrigsten Niveau seit 1992. Nur große Sportveranstaltungen werden von den Dänen weiterhin meist in Gesellschaft geschaut, zeigt eine neue Medienstudie. Demnach sehen 47 Prozent der Dänen zur besten Sendezeit zwischen 20 und 23 Uhr gemeinsam mit anderen fern. Für den Rest des Tages liegt die Quote bei 36 Prozent. 1992 schauten noch 65 Prozent der Dänen abends zusammen fern und 55 Prozent zu anderen Tageszeiten. „Es sind vor allem die großen Kanäle DR1 und TV2, die die Dänen während der Primetime zusammen mit anderen schauen, während Nischenkanäle mit Nachrichten wie TV2 News meist alleine angesehen werden“, so Forscherin Sofie Scheutz, die gemeinsam mit Jakob Vikær hinter der Studie steht, zu Danmarks Radio.

260 Tonnen überschüssige Lebensmittel gingen an 30.000 Dänen

Die Initiative gegen Lebensmittelverschwendung „Stop Spild Lokalt” hat in diesem Jahr mit dem Verteilen von 260 Tonnen Lebensmitteln an rund 30.000 Bürger einen neuen Rekord aufgestellt. Landesweit machten 350 Geschäfte mit. Sie spendeten nach dem letzten Ladenschluss vor Weihnachten Lebensmittel wie zum Beispiel Schweinefleisch, Entenbraten oder Süßigkeiten. Mehr als 3.000 Freiwillige holten die überschüssigen Lebensmittel ab. Alle Erwartungen seien übertroffen worden, die Ambitionen seien 200 Tonnen gewesen, so Rasmus Erichsen, Gründer der Initiative, zu Ritzau. 2017 hatten 2.100 Freiwillige 110 Tonnen Lebensmittel gesammelt, die an Sozialhilfeempfänger, Rentner und Studenten verteilt wurden.

Der Kopenhagener Flughafen knackt die 30 Millionen Passagiere

Am Donnerstag fliegt Passagier Nummer 30 Millionen in diesem Jahr vom Kopenhagener Flughafen ab – ein neuer Rekord. Als der Flughafen 1925 eingeweiht wurde, waren es noch 2.100 Passagiere im ersten Jahr. Seitdem ist die Passagierzahl stetig gestiegen. Dies sei eine Entwicklung, die sich über die Jahre signifikant fortgeführt habe. Früher sei Fliegen nur etwas für reiche Menschen gewesen, heute können es sich immer leisten, so der Direktor des Kopenhagener Flughafens, Peter Krogsgaard, zu Ritzau. Insgesamt wurden in seiner 93-jährigen Geschichte rund 800 Millionen Passagiere abgefertigt. Die Flughäfen Billund und Aalborg kamen zum Vergleich in den ersten elf Monaten des Jahres 2018 auf 3,3 und 1,5 Millionen Passagiere.

250 Geschäfte sagen Nein zum Bargeld

Seit Anfang des Jahres haben Geschäfte in Dänemark erstmals die Möglichkeit, in den Abend- und Nachtstunden Bargeld als Zahlungsmittel abzulehnen. Landesweit wurde diese Option nach Angaben der Finanzaufsicht 250 Mal genutzt – primär von Rema1000-, Spar- und 7/11-Filialen.

„Unsere Mitarbeiter fühlen sich dadurch deutlich besser und auch die Kunden haben es sehr gut angenommen“, so der Sicherheitschef der Rema1000-Geschäfte, Peter Bruun, zu DR P4. Alle Geschäfte haben seit 2018 die Möglichkeit, zwischen 22 und 6 Uhr Bargeld abzulehnen und auf Kartenzahlung oder MobilePay zu bestehen. Geschäfte in einigen ausgewählten Gegenden dürfen dies sogar bereits ab 20 Uhr tun. Geht es nach der dänischen Handelskammer Dansk Erhverv, sollten die Geschäfte komplett selbst entscheiden dürfen, ob und wann sie kein Bargeld mehr als Zahlungsmittel zulassen.

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