Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Bis zu 100.000 Menschen in Dänemark werden pro Jahr Opfer von Stalking. Foto: Toke Hage/Ritzau-Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Die Olsen-Bande ist tot

Der dänische Schauspieler Morten Grunwald ist tot. Er erlag im Alter von 83 Jahren einem Krebsleiden. Dies teilten seine Angehörigen der Zeitung Politiken mit. Grunwald verstarb nach einem Tag im Hospiz in Hellerup. International bekannt wurde er durch seine Rolle als Benny in den Olsen-Bande-Filmen. Mit Morten Grunwald ist das letzte Mitglied der Olsen-Bande gestorben.

Weiterhin arbeiten viele Krankenschwestern Teilzeit

Weiterhin arbeiten weitaus weniger Krankenschwestern in Vollzeit, als erhofft. Seit 2013 versucht der Verbund Danske Regioner die Zahl der Vollbeschäftigten auf 80 Prozent im Jahr 2020 zu erhöhen. Doch der Alltag zeigt: Eine 37-Stunden-Woche ist für viele Angestellten in den Krankenhäusern der Regionen noch lange keine Selbstverständlichkeit. 2018 arbeiten nur 61 Prozent der Krankenschwestern Vollzeit, 71 Prozent sollten es nach dem Visionsplan der Regionen sein. Der Anteil der Vollzeitbeschäftigen ist im Laufe der vergangenen fünf Jahre lediglich um ein Prozent gestiegen.

Bis zu 100.000 dänische Bürger jedes Jahr von Stalking betroffen

Viele Tausend Bürger in Dänemark werden jedes Jahr Opfer von Stalking. Das geht aus einer Untersuchung des Justizministeriums hervor. Wonach zwei Prozent der Befragten angaben, im vergangenen Jahr Stalking erlebt zu haben. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass dies auf die gesamte Bevölkerung hochgerechnet rund 67.000 bis 96.000 Stalking-Opfer bedeutet. Dabei handelt es sich sowohl um unerwünschte Nachrichten und Telefonanrufe als auch Überwachung und sogar Gewalt. Laut Untersuchung sind Frauen öfter betroffen als Männer. Bei 43 Prozent der Opfer geht es soweit, dass sie in ihrem Alltag schwer beeinflusst werden. Ein Fünftel muss sogar ärztlich oder psychologisch behandelt werden.

Britta Nielsens Töchter: Wir wussten von nichts

Die beiden Töchter der wegen des Millionenbetruges verhafteten Britta Nielsen haben bei Kanal 5 erklärt, dass sie von der Tat, die ihrer Mutter vorgeworfen wird, nichts wussten. Die 31- und 34-Jahre alten Frauen wurden am Mittwoch wegen des Verdachts auf schweren Betrug verhaftet. Sie sagten, dass sie zwar öfter Geld von ihrer Mutter erhalten hatten, ihre Mutter ihnen aber immer erzählt habe, dass sie das Geld geerbt habe und es eine Hinterlassenschaft des Vaters sei. Deshalb hätten sie nie weiter nachgefragt, so die Töchter. Britta Nielsen wird vorgeworfen, 111 Millionen von der Sozialbehörde erschwindelt zu haben. Sie befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.

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