Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Foto: René Strandbygaard/DSB

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten im Überblick.

Obst und Gemüse: Einzelne Pestizid-Überschreitungen bei dänischen Lebensmitteln

Zu hohe Pestizid-Werte in dänisch produzierten Nahrungsmitteln sind selten. Das zeigt eine neue Analyse der dänischen Nahrungsmittelbehörde in Zusammenarbeit mit der Dänischen Technischen Universität (DTU). Im vergangenen Jahr nahm die Behörde 278 Proben von dänischem Obst und Gemüse. Lediglich bei vier wurden Pestizidreste über den Grenzwerten festgestellt, berichtet die Behörde in einer Pressemitteilung.

Neuer Bericht: Weniger Wölfe in Dänemark

Die Wölfe ziehen sich aus Dänemark zurück. Das behauptet jedenfalls das nationale Zentrum für Umwelt und Energie der Uni Aarhus, das in einen neuen Bericht angibt, dass höchstens fünf Wölfe sich derzeit in Dänemark aufhalten.

DSB-Quartalsbericht: Verspätungen und Passagierzahlen beeinflussen Quartalsbericht

Bei DSB nichts Neues: Immer wieder ziert die staatliche Bahngesellschaft DSB negative Schlagzeilen. So auch bei der Veröffentlichung des Quartalsberichtes. Zugverspätungen haben zu fallenden Passagierzahlen geführt und demnach den Verkauf und das Ergebnis im Rechenschaftsbericht negativ beeinflusst. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Allein das dritte Quartal sorgte für ein Minus von 13 Millionen Kronen. Der Umsatz in den ersten neun Monaten dieses Jahres fiel somit von 280 auf 117 Millionen Kronen. „Das Ergebnis für das dritte Quartal war zu erwarten. Das Quartal wurde von steigenden Kosten für den Schienenersatzverkehr und flüchtenden Passagieren beeinflusst“, schreibt DSB im Bericht.

Britta Nielsen wird ausgeliefert

Ein Richter in Johannesburg hat am Donnerstag entschieden, dass die mutmaßliche Betrügerin Britta Nielsen noch am selben Tag nach Dänemark ausgeliefert werden kann.

Sass Larsen: EGMR mischt sich zu oft ein

Laut dem Fraktionsvorsitzenden der Sozialdemokraten, Henrik Sass Larsen, sollte sich Dänemark aus den zahlreichen internationalen Gerichtshöfen und Konventionen herausziehen. Das erklärt er im Fernsehprogramm Pind & Sass des Nachrichtensenders TV2 News. Darin debattierten er und sein Kollege Søren Pind (Venstre) ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) über Gotteslästerung in Österreich. „Dieser Menschengerichtshof macht vieles kaputt und mischt sich zu sehr ein“, so Sass. Er weist darauf hin, dass der Gerichtshof in den vergangenen Jahren die Menschenrechte dynamisch interpretiert habe und das die Macht des Gerichtshofes für die Entstehung extremer Bewegungen verantwortlich sei, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

Sozialdemokraten: Keine Kürzungen im Kulturbereich ab 2022

Die Sozialdemokraten seien bereit, die Kürzungen im Kulturbereich abzuschaffen – aber erst nach 2022. Das erklärt der kulturpolitische Sprecher der Partei, Mogens Jensen. Seine Partei wolle die derzeitigen jährlichen Kürzungen von anderthalb bis zwei Prozent ändern, sodass die gesparten finanziellen Mittel der einzelnen Institutionen im Kulturbereich bleiben, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

Samuelsen-Büro kostet 340.000 Kronen

Vor der jüngsten Wahl hat die Liberale Allianz versprochen, dafür zu sorgen, dass die öffentlichen Ausgaben reduziert werden. Doch das gilt scheinbar nicht für das Büro des Parteivorsitzenden und Außenminister Dänemarks, Anders Samuelsen. Das berichtet die Tageszeitung Politiken. Für sein Büro hat der Minister Tische, Stühle, Beleuchtung und dergleichen im Wert von 247.535 Kronen eingekauft. Hinzu kommen Kosten für Handwerker und Architekten, weshalb die Endsumme bei 340.000 Kronen für ein neues und modernes Büro liegt. Das Außenministerium erklärt gegenüber Politiken, dass eine solche Investition in Ordnung sei, weil das Büro des Außenministers von vielen Diplomaten und Ministern anderer Staaten besucht wird.

Zwei Marderhunde auf Fünen gesichtet

Innerhalb der vergangenen Woche wurden zwei Marderhunde im Osten der Insel Fünen gesichtet. Das berichtet die dänische Umweltbehörde in einer Pressemitteilung. Bisher blieb die Insel von der invasiven Art befreit. Die Behörde hofft, eine Verbreitung der Art zu verhindern. Der Marderhund ist ein effektiver Jäger und kann heimische Arten wie den Fuchs oder den Dachs vertreiben. Die Behörde will nun durch sogenannte Judas-Marderhunde, mit einem GPS-Peilsender ausgestattet, ihre Artgenossen ausfindig machen. „Wenn schon zwei gesichtet wurden, dann können auch schnell mehr auftauchen. Ein paar Marderhunde können sich binnen weniger Jahre zu Hunderten vermehren“, erklärt Behörden-Biologe, Hans Erik Svart.

Neue Militärzusammenarbeit fokussiert auf Afrika

Die afrikanische Sahel-Region wird Dreh- und Angelpunkt einer neuen europäischen Militärzusammenarbeit sein. Das erklärt der dänische Verteidigungsminister Claus Hjort Frederiksen (Venstre) gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau, der am Mittwoch beim ersten Treffen dieser Zusammenarbeit in Paris teilnahm. „Am heutigen Tag waren Militär-Einsätze in der Sahel-Region auf dem Verhandlungstisch. Für Dänemark hat diese Region eine besondere Bedeutung, weil eine Migration aus dem Gebiet bevorstehen könnte“, so Frederiksen. Ihm zufolge könne Nothilfe in Gebieten, die von Naturkatastrophen geplagt werden, auch Einsatzgebiete dieser Militärzusammenarbeit sein, so Ritzau.


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