Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Foto: dpa

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten im Überblick.

Börsenbericht

Die Börse in Kopenhagen ist am Donnerstag mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Die Leitbörse schloss mit einem Plus von 1,4 Prozent. Der C25-Cap-Index lag am Abend bei 1.039,39. Ein Tagesgewinner waren Papiere der Danske Bank. Sie stiegen um 4,9 Prozent und kosteten zuletzt 132,55 Kronen. Im Börsenkeller lagen Aktien von Coloplast. Sie gaben um 3,7 Prozent auf 587,40 Kronen nach.

Steuerbetrug: Ministerium schaltet Finanzaufsicht ein

In dem europäischen Fall von milliardenschwerem Steuerbetrug will die dänische Steuerbehörde nun die Finanzaufsicht des Landes (Finanstilsyn) einschalten. Dies teilte Steuerminister Karsten Lauritzen (Venstre) mit. Bis jetzt deute nichts darauf hin, dass sich dänische Banken an dem Coup beteiligt hätten, der dem Staat 12,7 Milliarden Kronen kostete, so das Steuerministerium. Nun solle aber die Finanzaufsicht dabei helfen, herauszufinden, ob die Banken alle vereinbarten Bestimmungen eingehalten hätten. Er sei nach den Enthüllungen der vergangenen Wochen nicht mehr sicher, inwieweit die Banken ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nachgekommen seien, so Minister Lauritzen. Das dänische Steuerministerium Skat hat mit den Banken SEB, Nordea und Danske Bank eine Vereinbarung (bankordning) getroffen.

Mann in Südafrika festgenommen

Im Fall der Veruntreuung von 111 Millionen Kronen durch eine Mitarbeiterin der Sozialbehörde ist es am Dienstagabend zu einer Festnahme in Südafrika gekommen. Ein Mann wurde am internationalen Flughafen von Johannesburg von Polizeibeamten festgenommen, als dieser das Land verlassen wollte, Ihm wird vorgeworfen einen Teil des veruntreuten Geldes bekommen zu haben, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Am darauffolgenden Tag wurde er dem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete, bis eine Auslieferung nach Dänemark stattfinden kann.

DLG mit Logistikzentrum in Fredericia

Der landwirtschaftliche Betrieb DLG wird ab 2020 seine Lager und die Logistik in einem 28.000 Quadratmeter großem, neuerrichteten Zentrum in Taulov bei Fredericia sammeln. Dies teilt das Unternehmen mit. Die zentrale Platzierung dicht an der Autobahn ermöglicht es dem Betrieb nach eigenen Angaben die Lieferkosten für die Kunden zu senken. „Wir haben schon seit Längerem unsere Paletten-Güter für unsere Kunden aus der Landwirtschaft vereinen wollen. Mit einem neuen Logistikzentrum können wir unseren Kunden nun einen noch besseren Service anbieten”, erklärt DLG-Vize-Direktor, Vagn Hundebøll.

Autoverkauf im Oktober deutlich gefallen

Wie der September verzeichnete auch der Oktober einen deutlichen Rückgang bei der Zahl der verkauften Autos. Neue Zahlen des Verbandes der dänischen Autoimporteure zeigen, dass im Oktober insgesamt 16.670 Autos verkauft wurden. Das sind 11 Prozent weniger als im Oktober des Vorjahres. Eine neue Methode zur Berechnung des Verbrauches bei Autos, sowie die Debatten über die Zukunft von Dieselautos haben das Ergebnis negativ beeinflusst, meint der Verbandsdirektor Gunni Mikkelsen. „Der Anfang Oktober präsentierte Klimaplan hat wahrscheinlich ein generelles Zögern unter den Autokäufern ausgelöst“, so Mikkelsen zur Nachrichtenagentur Ritzau.

130 Millionen für die Integration

Die dänische Regierung hat sich am späten Mittwochabend zusammen mit den Sozialdemokraten, der Dänischen Volkspartei, den Alternativen, den Radikalen und den Volkssozialisten darauf verständigt, den Integrationseinsatz in Dänemark zu verstärken. Das berichtet das Ausländer- und Integrationsministerium in einer Pressemitteilung.

Ungewöhnlich oft multiresistente Bakterien entdeckt

2018 hat das staatliche Seruminstitut bis jetzt fünf Fälle von multiresistenten Tuberkulose-Bakterien entdeckt. Normalerweise sind es zwei Fälle. Das berichtet das Institut in einer Pressemitteilung. Vermutlich stammen vier der diesjährigen Fälle aus der selben Infektionsquelle. „Bei einer Infektion mit solchen Bakterien benötigt der Patient eine sehr lange und mühsame Behandlung. Diese dauert bis zu anderthalb Jahre und kostet der Gesellschaft rund eine Million Kronen”, erklärt der Oberarzt des Seruminstitutes, Troels Lillebæk.

Geldwäschefall drückt Danske Banks Bilanz

Die neueste Zwischenbilanz des größten dänischen Bankenkonzerns Danske Bank steht ganz im Zeichen des immer gravierenderen Geldwäscheskandals des Unternehmens. Im dritten Quartal 2018 erwirtschaftete das Unternehmen einen Ertrag von rund 2,5 Milliarden Kronen. Das ist ein Rückgang um 50 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017. Die Bilanz wird durch Zahlung von 1,5 Milliarden Kronen in einen Fonds entsprechend der Einnahmen durch die Geldwäsche in der estnischen Filiale belastet. Im Kerngeschäft lief es laut Fachleuten aber gar nicht so schlecht, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

Polizeigewerkschaft gegen Pfefferspray im Eigenheim

Sollte der Vorschlag der dänischen Regierung, Pfefferspray im Eigenheim nutzen zu dürfen, am Donnerstag genehmigt werden, dann sorgt das nicht für Freude bei den Polizeibeamten. „Das ist ein schlechter Vorschlag und vieles Spricht gegen den Gebrauch von Pfefferspray“, erklärt der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Claus Oxfeldt. Er unterstreicht, dass Polizisten die Gefahren bei der Nutzung von Pfefferspray kennen. „In den privaten Haushalten könnte Pfefferspray für eine falsche Geborgenheit sorgen“, so Oxfeldt.

Jugendarbeitslosigkeit ungewöhnlich hoch

Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs und den damit verbundenen fallenden Arbeitslosenzahlen liegt die Jugendarbeitslosigkeit in Dänemark weiterhin auf einem ungewöhnlich hohen Niveau. Das zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde. Im Alter zwischen 25 und 29 Jahren haben demnach 7,7 Prozent keine Arbeit, so die Behörde. Anfang der 2000er lag die Jugendarbeitslosigkeit noch bei 4,5 Prozent. Laut Nachrichtenagentur Ritzau sehen Experten die Finanzkrise als einen Grund für die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Dänemark.

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