Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

DN
Apenrade/Kopenhagen
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Das DMI schickt nur in Grönland Ballons in die Luft – verlässt sich in Dänemark auf die Daten der deutschen Ballons. Foto: Jens Nørgaard Larsen/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Entflohener Häftling wieder eingefangen

Weniger als 24 Stunden, nachdem ein 32-jähriger Mann aus dem Krankenhaus in Nykøbing Falster mit Waffengewalt befreit wurde, ist er wieder in Polizeigewahrsam. Er wurde in der Nacht zu Freitag bei der Kontrolle eines Autos auf Amager bei Kopenhagen festgenommen – wo er im Kofferraum versteckt lag. Das teilt die Polizei von Südseeland und Lolland-Falster mit.

EU kritisiert Wildschwinzaun

Ein Zaun entlang der dänisch-deutschen Grenze werde anderen Tieren schaden und Wildschweine nicht ausreichend abhalten,. Das schreibt die EU-Kommission auf Anfrage der Tageszeitung Jyllands-Posten. Die Afrikanische Schweinepest stelle eine ernsthafte Bedrohung dar – doch ein Wildschweinzaun für 80 Millionen Kronen entlang der dänisch-deutschen Grenze werde das Problem nicht eindämmen und zusätzlich neue Sorgen schaffen, heißt es weiter. Nicht nur Wildschweine, sondern auch andere Tiere würden unter dem langen Zaun leiden. „Die Zäune können auch hinsichtlich der Bewahrung der Natur Sorgen bereiten“, heißt es aus Brüssel. „Die Kosteneffizienz und die praktische Umsetzung der Maßnahme wecken Besorgnis. Heute einen Zaun zu bauen ist keine Empfehlung der EU“, so die Kommission.

Keine Lehrlinge bei Facebook-Bau in Odense

Kaum ist der Jubel über die Entscheidung des Internetgiganten Facebook verstummt, in Odense ein Rechenzentrum zu eröffnen, kommt die erste Ernüchterung: Auf der Baustelle mit rund 1.000 Arbeitsplätzen gibt es kaum Lehrlinge, berichtet das Gewerkschaftsblatt Fagbladet 3F – und das, obschon in der nahegelegenen Berufsschule etliche junge Leute in Ausbildung auf praktische Erfahrung hoffen. Einzig unter den Elektrikern soll es vereinzelte Lehrlinge geben. Bei Facebook heißt es, dass der Bauunternehmer Mace während der Bauphase zuständig sei und Facebook erst danach die Geschicke lenke.

Deutsche Wetterballons verunreinigen Strand auf Fanø

Nach jedem Sturm werden Wetterballons, auch Radiosonden genannt, am Strand von Fanø angespült. Wie DR Syd berichtet, ärgert das Strandvogt Peter Michélsen. Der Ballon und die Elektronik seien äußerst schädlich, meint er. Die Ballons werden täglich vom Deutschen Wetterdienst entsandt, um Wetterdaten für die europäischen Wetterdienste einzusammeln. Laut DR Syd hat der Deutsche Wetterdienst erklärt, dass die Methode unumgänglich sei – und auch beim dänischen Pendant DMI sieht man das so. „Es gibt derzeit keine anderen Lösungen“, sagt Meteorologe Jens Q. Hansen, die Ballons lieferten die wichtigsten Parameter für die Wettervorhersage. Auch das DMI nutzt die deutschen Ballons für seine Vorhersage.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Ärmere Welt ohne Kunst“