Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Cees 't Hart, Chef von Carlsberg, ist mit dem Ergebnis 2019 zufrieden. Foto: Jacob Gronholt-Pedersen/Reuters

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

 

Die Börse am Dienstag

Kopenhagen Am Dienstag schloss die Börse mit einem C25 Leitzins von 1.299,14. Dies ist eine Steigung von 1,6 Prozent. Gewinner des Tages war Ambu. Die Aktie des Unternehmens stieg um 24 Prozent auf einen Wert von 150,80 Kronen. Die Aktie von Carlsberg verzeichnete ebenfalls ein Plus von 2,9 Prozent auf 1002 Kronen. Verlierer des Tages war die Aktie von Demant. Sie fiel um 1,7 Prozent auf 218,20 Kronen. kj

 

Geheimdienste: Gerichtstermine offenbaren Stellvertreterkrieg

Roskilde Ein ägyptischer Staatsbürger zeigte am Dienstag nach Angabe der Polizei ein solch verdächtiges Verhalten im Roskilder Gericht, dass er am Mittag festgenommen wurde. Der Mann war im Gericht, um ein Haftprüfungstermin dreier Exil-Iraner zu verfolgen. Diese drei Personen werden beschuldigt, auf dänischem Boden Spionage für Saudi-Arabien begangen zu haben. Der Ägypter ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Die drei Exil-Iraner waren selbst ins Fadenkreuz geraten – in das des iranischen Geheimdienstes. Dieser Fall wurde am Montag verhandelt, ein iranischer Geheimdienstmitarbeiter wurde in Abwesenheit zu U-Haft verurteilt. Ritzau/hm

 

Carlsberg-Brauerei: Spezialbiere legen zu

Kopenhagen Der Brauerei-Konzern Carlsberg hat im vergangenen Jahr seine Verkaufszahlen besonders bei Spezialbieren und Cider steigern können. Das geht aus der kürzlich veröffentlichen Jahresbilanz hervor. Der Absatz von Spezialbier hat sich demnach um 16 Prozent erhöht. Die Cidermarke Somersby legte 2019 um 14 Prozent zu. Bei den traditionellen Marken war das Wachstum deutlich geringer. Tuborg legte um zwei Prozent zu und Carlsberg ging gar um drei Prozent zurück. Der Gesamtumsatz des Konzerns stieg um fünf Prozent auf 65,9 Milliarden Kronen. cvt/Ritzau

 

Verkehrssünder sollen ins Gefängnis

Kopenhagen Ein neuer Vorschlag der sozialdemokratischen Regierung in Kopenhagen will grobe Geschwindigkeitsüberschreitungen in Zukunft wesentlich stärker ahnden. Für zwanzig Tage sollen Verkehrssünder, die die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten erheblich überschreiten, künftig ins Gefängnis wandern. Geschwindigkeiten von über 200 km/h sollen mit 20 Tagen Gefängnis und einer Aberkennung der Fahrerlaubnis für mindestens drei Jahre geahndet werden. Laut neuester Zahlen des Vejdirektoratets (Straßenverkehrsamt) sind in Dänemark im vergangenen Jahr 205 Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben gekommen. gn/Ritzau

 

Coronavirus: Däne war nicht infiziert

Kopenhagen Ein dänischer Staatsbürger, der am Sonntag in ein Brüsseler Krankenhaus gebracht wurde, ist nicht wie befürchtet mit dem Coronavirus angesteckt worden. Das teilte der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Sozialdemokraten) auf Twitter mit. Der Däne war nach seiner Ankunft aus China ins Krankenhaus gebracht worden, weil er auf dem Rückflug Symptome bekommen hatte. Nachdem der Verdacht nun nicht bestätigt wurde, ist Dänemark weiterhin ohne Coronavirus-Fall. Indes hat die nordische Fluggesellschaft SAS bis auf Weiteres alle ihre Flüge nach China bis Ende Februar gestrichen. Die Sicherheit der Passagiere hätte höchste Priorität, heißt es in einer Mitteilung von SAS. gn/Ritzau

 

Experte bezweifelt Spionage durch festgenommene Iraner

Kopenhagen Im Fall der drei Männer, die gestern wegen des Verdachts der Spionage für Saudi-Arabien von 2012 bis 2018 in Dänemark festgenommen wurden, handele es sich eher um einen Kampf zwischen Iran und Saudi-Arabien im Mittleren Osten als um dänische Verhältnisse. So lautet die Einschätzung von Peter Viggo Jakobsen, Lektor an der Forsvarsakademie (Verteidigungsakademie). Er glaube nicht, dass es sich um Spionage gegen dänische Ziele handelt, sondern vielmehr, dass der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und Iran nun auch einen Ausläufer nach Dänemark bekommen hat. Beide Länder versuchten derzeit, ihr Kräfteverhältnis zu messen, und dies habe sich nun eher zufällig auch in Dänemark gezeigt. nb/Ritzau

 

Gejl neuer parteipolitischer Sprecher der Alternativen

Kopenhagen In der Partei Alternative kristallisieren sich langsam die neuen Führungspersonen heraus. Am Wochenende wurde bereits Josephine Fock zur neuen Parteichefin gewählt. Seit Dienstag bekleidet Torsten Gejl nun den Posten als parteipolitischer Sprecher, nachdem Rasmus Nordqvist am Montag von dem Posten zurückgetreten war. Letzterer hatte für den Parteivorsitz kandidiert, unterlag jedoch in der Kampfabstimmung am Sonnabend. nb/Ritzau

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