Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Bertel Haarder (Venstre) Foto: Niels Christian Vilmann/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

 

Die Börse am Dienstag

Der C25-Index an der Kopenhagener Börse stieg Dienstag insgesamt um 0,6 Prozent auf 1.276,93. Am Montag war der Leitzins um 2,4 Prozent gefallen. Die Danske Bank kletterte an die Spitze des C25-Index. Der Wert der Aktie legte um 2,2 Prozent zu auf 108,50 Kronen. Auch die Jyske Bank zählte zu den Gewinnern des Tages und verzeichnete eine Steigerung um 2,1 Prozent auf 253,50 Kronen.

 

U-Haft für betrunkenen Autofahrer

Der Haftrichter in Randers hat am Dienstag vier Wochen Untersuchungshaft für einen Autofahrer angeordnet, der am Montagvormittag eine 78-jährige Frau überfuhr und tödlich verletzte. Bei dem Fahrer, einem 53-jährigen Mann, wurde kurz nach dem Unfall ein Blutalkoholwert von 1,7 Promille festgestellt, die Fahrtüchtigkeitsgrenze liegt bei 0,5 Promille. Laut Staatsanwaltschaft gab der Mann zu, die Frau überfahren zu haben, die auf dem Udbyhøjvej in Øster Tørslev bei Randers mit einem Rollator die Fahrbahn überqueren wollte. Zudem gab der Mann an, am Sonntag, in der Nacht zu Montag und am Montag Wein getrunken zu haben. Er bestreitet aber die vorgeworfene fahrlässige Tötung unter strafverschärfenden Umständen und will gegen die U-Haft vorgehen.

 

Haarder verlässt Posten im Kulturausschuss

Bertel Haarder (Venstre) wird seinen Posten als Vorsitzender des Kulturausschusses des Folketings räumen, das bestätigt seine Partei gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau, weil Haarder das Amt des Vorsitzenden des Königlichen Theaters übernehmen wird. Zudem soll dem Venstre-Politiker der Vorsitz im außenpolitischen Ausschuss angeboten werden. „Es ist mein eigener Wunsch gewesen, meinen Posten im Kulturausschuss zu verlassen. Es freut mich umso mehr, dass ich für den Vorsitz im außenpolitischen Ausschuss nominiert wurde“, so Haarder in einem schriftlichen Kommentar. jt

 

Behörde: Weiterhin niedrige Ansteckungsgefahr

Obwohl in Europa derweil bereits vier Fälle des gefürchteten Coronaviruses bestätigt wurden, wird in Dänemark die Ansteckungsgefahr weiterhin von der Gesundheitsbehörde als niedrig eingestuft. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Derzeit rät das Außenministerium jedoch von unnötigen Reisen in die chinesische Hubei-Provinz, wo der Ursprung des Virus vermutet wird, ab. Laut Ministerium halten sich 18 dänische Staatsbürger in der Provinz auf. Sieben davon haben um eine Evakuierung gebeten. jt

 

SMS-Passwörter verhindern Betrug

Kreditkartenbetrüger haben in den vergangenen Jahren immer schwierigere Arbeitsbedingungen bekommen. Wo 2017 noch für insgesamt 98 Millionen Kronen betrogen wurde, fiel dieser Wert im vergangenen Jahr auf 31 Millionen Kronen, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Und dafür gibt es laut Sune Gabbelgård, Abteilungsleiter beim Kreditkartenbetreiber Nets, einen entscheidenden Grund. Allein die SMS-Passwörter hätten in den vergangenen zwei Jahren den Betrug von 45 auf 15 Millionen Kronen eindämmen können. „Auch der verstärkte Einsatz der Polizei hat eine positive Wirkung gezeigt“, so Gabbelgård. jt

 

Coronavirus: Danish Crown schließt vorübergehend in Schanghai

Am Dienstagmorgen hat der dänische Schlachtereigigant Danish Crown seine Niederlassung in China in Schanghai vorübergehend geschlossen. Der Grund dafür sei laut des gewerkschaftsnahen Magazins „A4 Nu“, dass ein Großteil der Mitarbeiter aufgrund des aktuell wütenden Coronavirusses für zwei Wochen in Quarantäne geht. „Wir werden die Fabrik vorübergehend schließen, weil dort sonst ein Personalmangel herrschen wird“, erklärt Konzernpressechef Jens Hansen. jt

 

Nach Karikatur: China pocht auf Entschuldigung

„Der jüngste Virusausbruch hat bislang 81 Menschenleben in China gefordert. Während die chinesische Regierung und das Volk alles Mögliche unternehmen, um diesen gesundheitlichen Notstand zu lösen, hat Jyllands-Posten eine Karikatur von Niels Bo Bojesen veröffentlicht, die die Gefühle der Chinesen verletzt“. So lauten die Anfangsworte in einem offiziellen Kommentar der chinesischen Botschaft in Dänemark am Dienstag. Die Botschaft verlangt im Schreiben weiter, dass die Zeitung sich öffentlich beim chinesischen Volk entschuldigt und ihren Fehler zugibt.

 

Bestseller vertagt Hochhaus-Pläne

Die Pläne, das höchste Haus im Westen Europas bei Brande zu bauen, sind vorerst auf Eis gelegt. Das bestätigt der dänische Bestseller-Konzern der Wirtschaftszeitung „Finans“. „Derzeit pausiert das Projekt. Das heißt aber nicht, dass wir es zu den Akten legen“, betont der Projektleiter Anders Krogh. Besteller hatte kurz vor dem Jahreswechsel einen Antrag zum Bau eines 320 Meter hohen Gebäudes an die Ikast-Brande Kommune gerichtet. jt

 

Betrug: Behörden werden oft gewarnt

Dänische Banken sind bei dem Thema Geldwäsche aufmerksamer als früher. Das zeigen neue Zahlen der Interessenorganisation Finans Danmark. Demnach wurden allein im vergangenen Jahr 41.000 Anzeigenwegen Verdachts auf Geldwäsche oder Terrorfinanzierung bei der Staatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität (Bagmandspolitiet) eingereicht – und das ist ein Rekord. Im Vergleich zu 2018 ist das ein Anstieg um 55 Prozent. „Die Banken achten verstärkt auf Betrug. Deshalb führt die intensivierte Arbeit auch zu mehr Verdachtsfällen“, erklärt der Direktor der Interessenorganisation, Ulrik Nørgaard, gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau. jt

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Leitartikel

Walter Turnowsky
Walter Turnowsky Korrespondent in Kopenhagen
„Elses Botschaften“