Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Bill Oxford/Unsplash

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Zahl der Zwangsversteigerungen trotz Sommeranstiegs niedrig

Trotz eines kleinen Anstieges im Juli liegt die Zahl der Zwangsversteigerungen in Dänemark weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Das zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde. Im Juli wurde demnach 195 Versteigerungen gezählt. Im Monat zuvor waren es lediglich 158, das war zugleich auch der niedrigste Wert in einem Zeitraum von elf Jahren. Oft würden es Wohnhäuser zwangsversteigert, so die Behörde.

Kommentatoren: Støjberg-Abwahl setzt Venstre-Ausländerpolitik unter Druck

Die frühere Ausländer- und Integrationsministerin Inger Støjberg (Venstre) verlor laut mehreren Medien am Montag eine Stichwahl zum Posten der Vize-Fraktionsvorsitzenden gegen ihre Kollegin Sophie Løhde. Viele politische Kommentatoren haben sich dazu geäußert und sind der Meinung, die Abwahl Støjbergs sei ein Zeichen dafür, dass den Befürwortern einer straffen Ausländerpolitik bei Venstre schwere Zeiten bevorstehen.

Dänische Unternehmen verdienen weniger

Die Zahl der dänischen Unternehmen, die ein Plus erwirtschaften, ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Das zeigt eine neue Analyse der Bank Spar Nord, wie die Wirtschaftszeitung „Finans“ berichtet. Demnach sei der Prozentsatz der Betriebe mit einem Plus zwischen 2017 und 2018 von 74 auf 66 Prozent deutlich gefallen. Laut Jens Nyholm, Spar-Nord-Chefökonom, haben die steigenden Preise und Löhne nun auch die Einnahmen beeinflusst. „Das ist eine neue Konjunkturentwicklung. Nach sechs Jahren mit stetigem Aufschwung geht den Wachstumsraten langsam die Luft aus. Das soll aber nicht heißen, dass wir bald eine Rezession erleben“, so Nyholm zu „Finans“.

Unglück in Helsingør nahm tödliches Ende

Ein 31-jähriger männlicher Autofahrer ist am Dienstagmorgen bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Lkw auf dem Kongevejen in Helsingør getötet worden. Wie TV2 berichtet, ist der Mann aus bisher ungeklärter Ursache mit seinem Auto auf die entgegengesetzte Fahrbahn gelangt und dort auf ein Auto getroffen. Dann kollidierte er frontal mit dem Lastwagen. Durch den enormen Aufprall kippte der Lkw zur Seite, sodass die Fahrbahnen in beide Richtungen für mehrere Stunden gesperrt waren. Die nordseeländische Polizei teilte dem Sender TV2 mit, dass sie am Dienstagmittag wieder mit einem normalen Verkehrsfluss rechnet.

Verwirrende Aufnahmeregelungen sorgen für Frustration

Die Regeln zur Aufnahme an Gymnasien oder Berufsschulen in Dänemark seien unnötig kompliziert, finden die Schulleiter. Am Dienstag ist der letzte Tag, an dem Jugendliche eine Aufnahmeprüfung ablegen können, um für ein Gymnasium oder eine Berufsschule zugelassen zu werden. Wie die Nachrichtenagentur Ritzau berichtet, ist das für Schulen und Anwärter der Abschluss eines undurchsichtigen und unnötigen Prozesses. Sie fordern in einer Pressemitteilung Unterrichtsministerin Pernille Rosenkrantz-Theil (Soz.) dazu auf, die Regelungen für die Zulassungen zu vereinfachen. „Die Aufnahmeregelungen sind zu undurchsichtig, und das macht es sowohl für die jungen Menschen als auch für ihre Eltern schwer, einen Überblick zu bekommen, welche Voraussetzungen man für eine gymnasiale Schulausbildung erfüllen muss“, so der Vorsitzende Ole Heinager. Im Juni gingen insgesamt 5.300 junge Menschen zur Aufnahmeprüfung.

Privatflugzeug bei Landung verunglückt

Ein Privatflugzeug mit zehn Personen an Bord ist in der Nacht auf Dienstag bei der Landung am Aarhuser Flughafen verunglückt. Wie die ostjütländische Polizei in einer Pressemitteilung berichtet, ist die Cessna 560XL nach der Landung in Brand geraten. Alle zehn Personen haben sich unverletzt aus dem Flugzeug retten können, der Brand wurde von der Feuerwehr gelöscht. Neben der deutsch-österreichischen Besatzung (drei Personen) befanden sich vier Amerikaner, zwei Australier und ein Brite an Bord des in Deutschland registrierten Flugzeuges von Oslo nach Aarhus. Über Ursache und Umstände des Unglücks wollte sich die Polizei bislang noch nicht äußern.

Knapp 1.000 formelle Geschlechterwechsel in Dänemark

931 Dänen haben seit dem Jahr 2014 juristisch ihr Geschlecht gewechselt. Wie die Tageszeitung „Kristeligt Dagblad“ berichtet, haben darüber hinaus seit dem 1. September 2014, seitdem das entsprechende Gesetz in Kraft trat, insgesamt 1.208 Personen einen Antrag auf formellen Geschlechtertausch gestellt. Durch das 2014 verabschiedete Gesetz ist es als volljährige Person heute möglich, die letzten vier Ziffern der CPR-Nummer auszutauschen, sodass diese mit dem eigenen gefühlten Geschlecht übereinstimmt. Die letzte Ziffer der Nummer gibt Informationen über das Geschlecht der Person. So ist ein Geschlechterwechsel ohne operative Umwandlung ermöglicht worden. Die Konservative Partei bedauert diese Entwicklung und ist gegen eine Senkung der Altersgrenze, wonach auch Kinder und Jugendliche juristisch ihr Geschlecht wechseln können sollen.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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