Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

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Apenrade/Aabenraa
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Foto: Cornelius von Tiedemann

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Konservative gegen permanente Grenzkontrollen

Die Fraktionsvorsitzende der Konservativen, Mette Abildgaard, hat am Dienstagnachmittag einen Schlussstrich unter die Grenzkontroll-Debatte bei den Konservativen gezogen. Die Partei werde sich nicht für permanente Grenzkontrollen einsetzen, sagte sie.

Zuvor hatte sich der konservative Folketingskandidat Naser Khader positiv über die Aussage von Regierungschef Lars Løkke Rasmussen (Venstre) geäußert, dass er sich für Änderungen in den Schengener Abkommen einsetzen wolle, damit die Grenzkontrollen permanent werden können. Pernille Weiss, Spitzenkandidatin der Konservativen für die Europawahl, hatte sich genau entgegengesetzt geäußert.

Flüchtlingsroute über Esbjerg beunruhigt Lkw-Fahrer

Die Meldung von Danmarks Radio (DR), dass albanische Staatsbürger vermehrt versuchen, über den Hafen von Esbjerg nach Großbritannien zu gelangen, beunruhigt die Branchenorganisation der Fuhrunternehmer ITD. Deren politischer Leiter, Jørn-Henrik Carstens, sagte dem Sender DR Syd, die Fahrer seien sehr besorgt, in Großbritannien mit hohen Bußgeldern wegen Menschenschmuggels bestraft zu werden, sollten die Fahrer Trailer im Hafen abstellen, in denen sich Migranten verstecken. Die britischen Behörden fordern 2.000 Pfund, rund 17.000 Kronen, von dem Fahrer für jeden Migranten, den sie in einem Lkw-Anhänger aus Dänemark auffinden. DR zufolge muss ein dänischer Spediteur für einen Vorfall im November 2016 eine Strafe von insgesamt 962.000 Kronen zahlen unter anderem für Menschenschmuggel in 11 Fällen, Hotelkosten und Rückflugtickets für die Migranten.

Dürre 2018: Einnahmen in der Landwirtschaft besser als gedacht

Obwohl das vergangene Jahr für die dänischen Landwirte kein gutes war, steht das trockene 2018 doch besser da, als 2015 und 2016. Das geht aus Berechnungen der dänischen Statistikbehörde hervor. Danmarks Statistik hat sich das sogenannte Bruttofaktoreinkommen (Bruttofaktorinkomst, BFI) angeschaut, bei dem von den Einnahmen inklusive Subventionen die Produktionskosten und Steuern abgezogen werden. So hat die dänische Landwirtschaft im Jahr 2018 Danmarks Statistik zufolge 23,1 Milliarden Kronen verdient. Das sind 6,1 Milliarden weniger als 2017. Ein Minus von 21 Prozent – aber mehr als 2015 (21 Mrd. Kronen) und 2016 (22 Mrd. Kronen). Der großen Nachfrage wegen stiegen aber die Preise für Feldfrüchte, sodass die Landwirte einen Teil ihres Verlustes ausgleichen konnten. Die Behörde erwartet, dass das trockene Jahr 2018 auch die Zahlen von 2019 beeinflussen wird, da Landwirte aufgrund der geringeren Ernte im ersten Halbjahr 2019 Futter kaufen mussten.

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