Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Die Börse am Dienstag

Der dänische C25-Eliteindex schloss erstmals seit sieben Handelstagen am Dienstag mit einem Minus ab. Um 0,8 Prozent auf 1.083,4 Punkte ging es nach unten. Der Grund dafür war ein dramatischer Einsturz der Aktien des Hörgeräteherstellers WDH, dessen Wertpapiere um satte 9,2 Prozent auf 200,40 Kronen pro Stück fielen. Auch Mitkonkurrent GN musste ein Minus von 3,7 Prozent verbuchen.

Estnische Behörde will Danske Bank rauswerfen

Die estnische Finanzaufsicht will weitere Aktivitäten der dänischen Großbank Danske Bank im Land verbieten. Das berichtet die Behörde in einer Pressemitteilung. Der Bank wurde laut Mitteilung eine Frist von acht Monaten erteilt, um sich zurückzuziehen. Nebenbei muss die Bank innerhalb der kommenden 20 Tage einen Plan zum Rückzug vorlegen. „Die Kunden werden vom Rückzug nicht betroffen sein. Alle Verträge sind weiterhin gültig“, so die Behörde. Danske Bank hatte in der Vergangenheit schon angekündigt, dass die Abteilung in Estland geschlossen werde.

Maskierte nehmen junge Frau unter Beschuss

Eine Frau ist von zwei maskierten Männern in der Nähe des Krankenhauses von Slagelse beschossen worden. Die 23-Jährige blieb nach Angabe der Polizei unverletzt. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter die Frau abpassten, will sich aber nicht weiter zu einem möglichen Motiv äußern. Dem leitenden Ermittler nach deutet aber nichts auf einen Bandenkonflikt hin. Ungeachtet dessen werde die Möglichkeit aber untersucht, so der Beamte.

Lidl baut aus: 103 neue Filialen

Der Discounter Lidl will sein Geschäft in Dänemark ausbauen. Dies kündigte Dirk Fust, dänischer Lidl-Chef, in Fødevarewatch an. Seinen Worten nach sind 103 neue Filialen geplant; 10 bis 15 Filialen sollen pro Jahr eröffnet werden. Das Investitionsvolumen beträgt laut Konzern 1 Milliarde Kronen. Fust zufolge soll das Geschäft vor allem in den Großstädten Aarhus und Kopenhagen ausgebaut werden. Bis jetzt gibt es dort nur fünf beziehungsweise 20 Filialen – 100 sind es in der Hauptstadt beim Konkurrenten Netto. Es sei teuer und mühsam in der Hauptstadt Filialen zu entwickeln, so Fust, dennoch will Lidl dort gern 60 bis 80 Filialen betreiben. Der deutsche Discounter gehört mit über 10.000 Filialen in 30 Ländern zu den Branchenriesen und betreibt zurzeit 117 Geschäfte in Dänemark.

Kaus-Riskær-Pedersen-Partei kündigt landesweiten Wahlkampf an

Klaus Riskær Pedersen, Geschäftsmann mit schillernder Persönlichkeit und ehemaliger Venstre-Politiker, will mit seiner gleichnamigen Partei in allen Wahlkreisen des Landes kandidieren. Dies bekräftigte Pedersen gegenüber Danmarks Radio am Montagabend. Bis zu diesem Zeitpunkt war nicht sicher, wo die Partei kandidieren will. Am Montagvormittag teilte das Innenministerium mit, dass Klaus Riskær Pedersen die für die Parlamentswahl notwendigen 20.109 Wahlunterstützer (vælgererklæringer) hinter sich vereint hat. Deren Namen werden am Dienstag auf der Homepage der Partei veröffentlicht. Pedersen wurde kritisiert, weil er die sogenannte Abwägungsperiode (eftertænksomhedsperiode) nicht beachtet hat. Er hatte den Unterstützern die Möglichkeit gegeben, sofort die Unterschrift mit der NemID zu bekräftigen. Die Abwägungsperiode legt fest, dass die Wähler die Möglichkeit haben sollen, sieben Tage über die Sache nachzudenken. Klaus Riskær Pedersen wurde wegen Betrugs aus der Partei Venstre ausgeschlossen und später zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt; seine Versuche, für die Alternativen, Christdemokraten und Konservative anzutreten, scheiterten.

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