Natur

Neue Runde bei Natura-2000-Schutzgebieten

Neue Runde bei Natura-2000-Schutzgebieten

Neue Runde bei Natura-2000-Schutzgebieten

Tingleff/Tinglev
Zuletzt aktualisiert um:
Im Bereich des Wolfsmoores (Ulvemose) bei Terkelsbüll haben Gebüsch und Wald einst durch Moorvegetation geprägte Flächen erobert. Foto: Volker Heesch

Anwohner und Eigentümer werden zum Dialog eingeladen: Die staatliche dänische Naturbehörde Naturstyrelsen zieht Bilanz des Naturschutzeinsatzes und bereitet Maßnahmen ab 2022 vor.

Die staatliche dänische Umweltbehörde Naturstyrelsen nimmt eine Aktualisierung des Naturschutzeinsatzes in den Natura-2000-Gebieten in Angriff. Das sind Gebiete mit Bedeutung für seltene Pflanzen und Tiere oder Vogelschutzgebiete, zu deren Pflege oder Wiederherstellung sich Dänemark im Rahmen des EU-weiten Naturschutzes verpflichtet hat.

Feuchtgebiete werden geschützt

In der Umgebung von Tingleff haben die Feuchtgebiete Tingleffer See und Tingleffer Moor sowie das Wolfsmoor und das Terkelsbüller Moor den Status Naturra-2000-Gebiet.

Der Ausschnitt des preußischen Messtischblattes von 1900 zeigt das Wolfsmoor, heute „Ulvemose“, das seit 2010 Natura-2000-Pflege genießt. Dort wurde früher Torf abgebaut. Laut Namen haben sich dort wohl früher auch Wölfe getummelt. Foto: Geodatastyrelsen

Maßnahmen in diesen Bereichen wie die Anhebung des Wasserstandes mithilfe der Beseitigung von Entwässerungstechnik waren bei Landwirten teilweise auf Protest gestoßen, denn in feuchten Jahren erschwerte das die landwirtschaftliche Nutzung.

Im Wolfsmoor sind bereits Gallowayrinder als Naturpfleger im Einsatz. Sie verhindern ein Zuwachsen der Flächen mit Gebüsch und Wald. Foto: Volker Heesch


Die Naturbehörde wird vor Festlegung der Schutzmaßnahmen im Zeitraum 2022 bis 2027 Kommune und Anwohner zum Dialog einladen.
In den Unterlagen der Naturbehörde steht, dass im Bereich des 779 Hektar großen Natura-2000-Fläche um Tingleff ein günstiger Zustand allein im Bereich Tingleffer See errreicht worden ist. Dort brüten u. a. Kraniche und Rohrweihen. Arten, die Anlass für die Einrichtung des Vogelschutzgebietes waren. Im Bereich Wolfsmoor (Ulvemose) und Terkelsbüller Moor ist die Waldbildung und Verbuschung fortgeschritten.

Ziel weitere Pflegemaßnahmen

Dort möchte die Naturbehörde weitere Flächen von hoher Vegetation befreien. Da die meisten Flächen im Privatbesitz sind, müssten die Eigentümer für Pflegemaßnahmen geworben werden. Es wird dafür mit Zuschüssen für extensive Beweidung geworben. In den Mooren war früher Torf abgebaut worden.

Mehr lesen