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Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

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DN
Kopenhagen
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Foto: Palle Peter Skov/Home

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Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Østergaard verlässt Folketing

Kopenhagen Der ehemalige Chef der Radikalen-Partei, Morten Østergaard, will mit sofortiger Wirkung nicht mehr als Parlamentsabgeordneter tätig sein. Dies gab er auf Facebook bekannt. Wie Østergaard zudem mitteilte, wird er in sechs Wochen eine neue Arbeit als Klimaschutzberater in einem Ingenieurbüro beginnen. Østergaard gab im vergangenen Oktober seinen Posten als Parteichef auf, nachdem bekannt wurde, dass er Frauen sexuell bedrängt hatte. Ritzau/hm

 

Österreich an dänischer Ausländerpolitik interessiert

Kopenhagen Der österreichische Innenminister, Karl Nehammer, hat auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem dänischen Ausländerminister, Mattias Tesfaye, erklärt, sollte Dänemark einen Weg finden, Flüchtlinge zurück nach Syrien zu senden, wäre dies auch eine gute Lösung für Österreich. Nehammer besucht zurzeit Dänemark, um sich über die Ausländerpolitik im Königreich zu informieren. Die Bedingungen in Syrien sollten nach Meinung von Nehammer verbessert werden, damit eine Rückführung dauerhaft möglich wird. Beide Minister unterstrichen zudem auf dem Treffen ihren Wunsch, ein Asylzentrum außerhalb von Europa zu errichten. Ein weiterer Wunsch nach Zusammenarbeit besteht zwischen beiden Ländern und Israel bei der Produktion von Impfstoffen. Ritzau/hm

 

Corona-Zahlen am Mittwoch

Kopenhagen In den vergangenen 24 Stunden hat die dänische Infektionsschutzbehörde, das Staatliche Serum Institut, 353 neue Corona-Infektionen registriert. Damit haben sich in Dänemark insgesamt 290.686 Personen infiziert. Der Anteil an positiven PCR-Tests liegt bei 0,37. 93 Patienten müssen aufgrund von Covid-19, ausgelöst durch das Coronavirus, im Krankenhaus behandelt werden. 20 Patienten liegen auf der Intensivstation, 14 werden beatmet. Die Zahl der Corona-Toten liegt unverändert bei insgesamt 2.527. Ritzau/hm

 

Nationalbank fordert Regierung zum Eingreifen am Wohnungsmarkt auf

Kopenhagen In den vergangenen Jahren hat es starke Steigerungen sowohl bei den Preisen als auch in der Anzahl verkaufter Immobilien gegeben. Dies gilt insbesondere für die größeren Städte des Landes. Im Mai 2021 wurden mehr als 10.000 Wohnungen verkauft. Vor der Corona-Krise wurden pro Monat im Durchschnitt zwischen 7.000 und 8.000 Wohnungen verkauft. Zeitgleich sind die Preise im Zeitraum von Mai vergangenen Jahres bis zum Mai dieses Jahres für Häuser um 15 Prozent und für Wohnungen um 17 Prozent gestiegen. Die Nationalbank hat vor diesem Hintergrund ihre Sorge vor einer Überhitzung des Immobilienmarktes zum Ausdruck gebracht. Sie fordert die Regierung deshalb zu einem Eingreifen in den Immobilienmarkt auf, beispielsweise durch ein Zurückfahren des Angebots für abtragsfreie Kredite, oder durch das Streichen der Möglichkeit, die auf einen Immobilienkredit erhobenen Zinsen auf die Steuerschuld anrechnen zu können. Die Regierung hat allerdings mehrfach ein Eingreifen in den Wohnungsmarkt abgelehnt. Ritzau/nb

 

Lars Løkke Rasmussen kann Wählerunterschriften einsammeln

Kopenhagen Der frühere Staatsminister Lars Løkke Rasmussen kann damit beginnen, Wählerunterschriften einzusammeln. Der Wahlausschuss hat den Namen seiner Partei, Moderaterne, gebilligt. Das teilt der Leiter des Wahlsekretariats der Partei, Jakob Engel-Schmidt, auf Twitter mit. Noch hat die neue Partei jedoch kein Parteiprogramm veröffentlicht. Dies soll erst nach den Kommunalwahlen geschehen. Lars Løkke Rasmussen hatte die Folketingswahl 2019 verloren. Im Herbst 2019 trat er als Vorsitzender von Venstre zurück und trat später ganz aus der Partei aus. Mit seiner neugegründeten Partei möchte Løkke Rasmussen vor allem die Mitte der Gesellschaft ansprechen. Um bei der nächsten Folketingswahl antreten zu können, benötigt die Partei Moderaterne 20.182 Wählerunterschriften. Ritzau/nb

 

Soundboks steigert Umsatz um über 40 Prozent

Kopenhagen Die dänische Firma Soundboks, die hinter den lautstarken tragbaren Lautsprechern steht, hat ihren Umsatz während der Corona-Krise um mehr als 40 Prozent steigern können. Insgesamt hat das Unternehmen 146 Millionen Kronen umgesetzt, was einem Plus von 102 Millionen Kronen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das berichtet "Berlingske" mit Verweis auf den Rechenschaftsbericht des Unternehmens. Während das Nachtleben aufgrund der Corona-Pandemie zum Erliegen gekommen war, stellten die mobilen Lautsprecher eine beliebte Alternative dar, die die Polizei landesweit in Trab gehalten hat, da sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger durch die hohe Musiklautstärke auf offener Straße gestört fühlten. Ritzau/nb

 

Peter Kofod will zurück ins Folketing

Kopenhagen Der Politiker der Dänischen Volkspartei, Peter Kofod, will bei der nächsten Wahl zum Folketing erneut antreten. Das sagt er in einem Interview mit Avisen Danmark. Derzeit sitzt der 31-Jährige, der in Hadersleben aufgewachsen ist und sich dort am UC Syd zum Gesamtschullehrer hat ausbilden lassen, im Europa-Parlament in Brüssel. Von 2015 bis 2019 saß er bereits für die Dänische Volkspartei im Folketing, gewählt mit einem Mandat aus dem Kreis Südjütland. Er wurde seinerzeit als Jungstar in seiner Partei angesehen. Kofod zufolge war es nicht sein Plan, nach Brüssel zu gehen. Lieber möchte er auf Christiansborg politische Entscheidungen treffen, da dies dichter an der Wirklichkeit dran sei, so der Politiker. Ritzau/nb

 

Verkehrsdichte nähert sich wieder Vor-Corona-Stand

Kopenhagen Ein großer Teil des Pkw-Verkehrs ist auf die Straßen zurückgekehrt. Das teilt das Verkehrsministerium mit. Auf den Straßen und der Brücke über den Großen Belt hat sich die Verkehrsdichte leicht unter dem Niveau von 2019 eingependelt, bevor die Corona-Pandemie das Land lahmlegte. Im öffentlichen Personennahverkehr liegt die momentane Reiseaktivität jedoch 20 Prozent unter dem Niveau im Vergleich zu 2019. Auch der grenzüberschreitende Verkehr liegt noch weit unter dem üblichen Durchschnitt. An der deutsch-dänischen Grenze fällt das Verkehrsaufkommen etwa 30 Prozent geringer aus als vor Beginn der Corona-Krise. nb

 

Plan für mehr Ladestationen gefordert

Kopenhagen Der Arbeitgeberverband Tekniq Arbejdsgiverne fordert einen zusammenhängenden nationalen Plan für die Aufstellung von Ladestationen für Elektroautos. Zwar sei die Anzahl an verkauften Elektroautos am wachsen, doch die Mehrzahl der verkauften Autos habe noch immer einen Verbrennungsmotor, so der Verband. Die Ursache dafür sieht Tekniq Arbejdsgiverne vor allem in einer fehlenden Infrastruktur für Ladestationen. So haben in einer Umfrage von "Ingeniøren" mit 2.000 Personen mehr als die Hälfte angegeben, dass das Fehlen von Ladestationen eine große Hürde für den Kauf eines Elektroautos darstellt. nb

 

Ein Haus in Gentofte kostet soviel wie 11 Häuser in Tondern

Kopenhagen Die Preisunterschiede für Immobilien zwischen der teuersten und der günstigsten Kommune Dänemarks, Gentofte und Tondern (Tønder) waren nie größer. Die Immobilienkette Home hat den Durchschnittspreis für ein Haus mit 140 Quadratmetern errechnet. Demnach kostet eine solche Immobilie in Gentofte durchschnittlich 8.456.000 Kronen, während in Tondern laut der Preisstatistik vom Mai 738.000 Kronen dafür bezahlt werden müssen. Somit beträgt der Unterschiedsfaktor 11,57. Im Jahr 2010 lag er noch bei 4,76. Damit kostet ein Haus in Gentofte heute fast 4,2 Millionen Kronen mehr als im Jahr 2010, während ein Haus in Tondern heute günstiger als noch vor elf Jahren zu haben ist. nb

 

Corona-Schulden müssen bald bezahlt werden

Kopenhagen Während der Corona-Krise haben Firmen insgesamt 28,9 Milliarden Kronen als zinsfreien Kredit vom Staat geliehen. Ein Teil des Geldes muss zum 1. November zurückgezahlt werden, und zwar 7,4 Milliarden Kronen. Drei Monate später werden weitere 13,4 Milliarden Kronen fällig. Es ist unklar, wieviele Unternehmen in der Lage sind, die Darlehen zurückzuzahlen. Sie waren Unternehmen angeboten worden, für die es aufgrund der durch die Corona-Pandemie verursachten Umsatzverluste schwierig gewesen wäre, Steuern, Mehrwertsteuer und Arbeitsmarktabgaben zu zahlen. Ritzau/nb

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