Abstimmung

Wie geht es weiter mit der Sommerzeit?

dpa
Brüssel
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Die EU hat die Bürger gefragt und viele Antworten bekommen. Das Ergebnis steht noch nicht fest, eines ist aber jetzt schon klar.

Die EU-Umfrage zur möglichen Abschaffung der Sommerzeit ist nach rund sechs Wochen in der Nacht zum Freitag zu Ende gegangen. Seit Anfang Juli war die Online-Befragung der EU-Kommission einem Sprecher zufolge auf riesiges Interesse gestoßen. Allein in den ersten drei Tagen wurden demnach mehr als 500 000 Online-Fragebögen ausgefüllt. Insgesamt sind es nach Angaben der EU-Kommission mehr als 4,6 Millionen Antworten.

Unter anderem wurden die Teilnehmer gefragt, welche Erfahrungen sie mit dem Wechsel von Winter- auf Sommerzeit gemacht haben, und ob sie für eine Abschaffung oder Beibehaltung der üblichen Zeitumstellung im Frühjahr und im Herbst sind. Außerdem konnten sie in einem Textfeld Bemerkungen machen.

Bis die Ergebnisse ausgewertet sind und veröffentlicht werden, kann es nach Angaben der EU-Kommission allerdings noch Tage oder Wochen dauern. Ein Sprecher kündigte an, an diesem Freitag voraussichtlich nur die Gesamt-Teilnehmerzahl der Umfrage zu präsentieren. Wie viele Bürger in welchem Land für oder gegen eine Abschaffung der Zeitumstellung votiert haben, bleibt also erstmal unklar.

Die EU-Kommission betont ohnehin ausdrücklich, bei der Umfrage handele es sich nicht um ein Referendum. Das Europaparlament hatte die Brüsseler Behörde im Februar beauftragt, Forderungen nach einer Abkehr von der Sommerzeit zu prüfen. Die nicht repräsentative Umfrage ist dabei nur ein Teil der Bewertung.

Sollte die EU-Kommission unter Berücksichtigung aller Faktoren zu dem Schluss kommen, dass die Zeitumstellung abgeschafft werden sollte, könnte sie einen entsprechenden Gesetzesvorschlag vorlegen. Dem müssten Europaparlament und EU-Staaten allerdings noch zustimmen. Eine Entscheidung ist also noch in weiter Ferne.

In Deutschland gibt es die Sommerzeit seit 1980, seit 1996 dauert sie sogar sieben Monate im Jahr: Die Menschen stellen in allen EU-Ländern die Uhren am letzten Sonntag im März eine Stunde vor und am letzten Oktober-Sonntag wieder eine Stunde zurück. Eigentlich soll das Tageslicht besser genutzt und dadurch Energie gespart werden. Der tatsächliche Nutzen ist jedoch höchst umstritten.

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